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HUAWEI Mate Xs Test: Alltagstaugliche Smartphone Evolution?!

Wenn ich so zurückschaue, dann durfte ich schon einige Geräte testen. Da waren natürlich ganz viele Smartphones, Tablets und Smartwatches, bei Weitem nicht nur von HUAWEI, Matebooks, Router oder Powerbanks. Und jeder dieser Tests war spannend. Aber es waren immer Gerätetypen, die es so irgendwie schon gab.
Klar, da war beim Smartphone mal die Kamera begeisternd, oder das Display oder der Akku oder die Performance… . Aber letztlich blieb es ein klassisches Smartphone. Gleiches könnte ich über Smartwatches oder Matebooks sagen.

Doch beim Mate Xs ist das anders. Das ist für mich – und für ganz viele andere Techies übrigens auch – ein echter Schritt in der Evolution der Smartphones oder vielleicht sogar insgesamt im Bereich des digitalen Daseins.

Huawei Mate Xs Test – Inhaltsverzeichnis

1. Unboxing und technische Daten
2. Design/Verarbeitung
3. Hardware & Software
4. Kamera
5. Konnektivität
6. Akku/Akku-Laufzeit
7. Preis/Verfügbarkeit
8. Fazit

1. Unboxing und technische Daten

Klassische Unboxing Videos für YouTube mache ich ja „eigentlich“ gar nicht mehr. Liegt vor allem auch daran, dass wir meist unmittelbar nach den Produkt-Launches die Geräte live gemeinsam mit euch auf Facebook auspacken.

Beim Mate Xs habe ich bewusst eine Ausnahme gemacht. Es gibt Dinge, die kann man nicht einfach nur in geschriebenen Worten beschreiben. Und beim Mate Xs sind ganz viele Eindrücke dabei, die man am ehesten noch in einem Video vermitteln kann. Deshalb ist das auch mehr als ein klassisches Unboxing – aber seht selbst.

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Dennoch kommen natürlich auch die Freunde des geschriebenen Wortes hier nicht zu kurz. Hier nochmal die Wesentlichen Informationen zum Mate Xs.

Lieferumfang

  • HUAWEI Mate Xs (Displayschutzfolie werkseitig aufgebracht)
  • Kurzanleitung
  • Typ-C-Digitalkopfhörer
  • Ladegerät (EU)
  • Typ-C-Kabel
  • Auswurfstift
  • Faltbare Schutzhülle (Bumper) mit Installationsanleitung
  • Garantiekarte
  • Sicherheitshinweise
HUAWEI Mate Xs Test Knicken

Technische Daten

HUAWEI Mate Xs
Prozessor Kirin 990 5G
Octa-Core-Prozessor
2*Cortex-A76 2,86GHz + 2*Cortex-A76 2,36GHz + 4*Cortex-A55 1,95GHz
Dual Big Core + Tiny Core NPUs (Neural-Network Processing Unit)
GPU 16-Core Mali-G76
RAM8 GB
Speicher512 GB
Akku4.500 mAh 
55W SuperCharge
DisplayOLED
Geöffnet:
20,32 cm (8″), 2.480*2.200 Pixel
Gefaltet:
Hauptdisplay: 6,6 Zoll, 2.480*1.148 Pixel
Zweitdisplay: 6,38 Zoll, 2.480*892 Pixel
OSAndroid 10 (AOS)
EMUI 10.0.1
KameraLeica 4-fach Kamera:
40 MP (Weitwinkelobjektiv, f/1.8 Blende)
16 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, f/2.2 Blende)
8 MP (Tele, f/2.4 Blende, OIS)
Time-of-Flight (TOF)
Autofokus (Phasenfokus, Kontrastfokus)
AIS (HUAWEI KI-Bildstabilisierung)
KonnektivitätWLAN:
802.11a/b/g/n/ac (wave2), 2,4 GHz und 5 GHz
Bluetooth:
Bluetooth 5.0, BLE, SBC, AAC, LDAC
USB:
Typ-C, USB 3.1
NFC
GPSGPS (L1 + L5 Dual Band)
AGPS
Glonass
BeiDou
Galileo (E1 + E5a Dual Band)
QZSS (L1 + L5 Dual Band)
SensorenGyroskop
Kompass
Näherungssensor
Schwerkraft-Sensor
Hallsensor
Infrarotsensor
Umgebungslicht-Sensor
Barometer
Farbtemperatur-Sensor
Fingerabdruck-Sensor (Seitenkante)
Abmessungen/
Gewicht
78,5mm*161,3mm*11mm
ca. 300g
Schutzklassekeine Zertifizierung

2. Design/Verarbeitung

HUAWEI setzt beim Mate Xs auf ein außenliegendes Display. Hier geht man also im Grunde den entgegengesetzten Weg, den das vergleichbare Gerät von Mitbewerber Samsung – das Galaxy Fold – einschlägt.

Vorteil ist, dass man das Gerät im zusammengeklappten Zustand wie ein normales Smartphone mit vollem Display nutzen kann. Dabei schließen die beiden „Hälften“ im geschlossenen Zustand auch bündig ab. Damit ist das Mate Xs zwar ein „dicker Brocken“, behält aber die seit Jahren bewährte Grundform eines Smartphones.

Weiterer Vorteil: man kann die Hauptkamera(s) auch für Selfies nutzen. Dafür wechselt man dann einfach auf die Displayhälfte, die im zugeklappten Zustand neben der Kamera liegt.
Ein nettes Gimmick an dieser Stelle ist auch, dass man bei Aufnahmen mit der Kamera ebenfalls dieses Display aktivieren kann. Bei Portraits kann sich der oder die Aufgenommene so selber auch sehen.

Durch dieses Design liegt das Mate Xs im zusammengeklappten Zustand allerdings auch immer auf dem Display; entweder vorne oder hinten. Hier sorgt der mitgelieferte Bumper aus weichem Kunststoff allerdings dafür, dass das Gerät auf diesem aufliegt und nicht direkt auf dem Display. Bei glatten Oberflächen, wie (Schreib)Tisch & Co. entstehen also keine Probleme.

Der Faltmechanismus („Falcon Wing Design“) wird aus Flüssigmetall auf Zirkonium-Basis gefertigt.Mehr als 100 ineinander greifende Einzelteile arbeiten dort zusammen. Was extrem filigran klingt, hat in der Alltagspraxis aber als sehr stabil überzeugen können.

Und auch sonst ist beim Mate Xs ersteinmal alles an gewohnter Stelle. Wir haben unten den USB Typ-C Anschluss – allerdings seitlich und nicht mittig – ebenso wie den Lautsprecher. Oben befindet sich der SIM-Slot für SIM(s) und NM-Speicherkarte.
Und am rechten Rand der Power-Button und die Lautstärketasten. In den Power-Button ist zudem der Fingerabdrucksensor integriert, der sehr zuverlässig funktioniert.

Auf Face-Unlock muss man beim Mate Xs aufgrund der fehlenden Frontkamera allerdings verzichten.

Schon bei der ersten Vorstellung des Konzeptes vor einem Jahr fand ich diesen Weg überzeugend. Das Konzept mit dem großen außenliegenden Display bietet mir im Alltag mehr Vorteile. Vor allem dadurch, dass ich das Mate Xs überwiegend als „normales“ Smartphone verwenden kann. Auch wenn die Dimmensionen natürlich etwas „üppiger“ sind.
Dennoch war es z.B. möglich das Gerät auch in der Hosentasche zu verstauen ohne das es Schaden nahm. Hier hatten viele das außenliegende Display als Schwachstelle ausgemacht, was ich so in der Alltagspraxis – zum Plück….- nicht bestätigen kann. Bisher blieb auch bei robusten Tests alles heile!

3. Hardware & Software

Display

Das dürfte auch daran liegen, dass man im Vergleich zum Mate X aus 2019 gerade auch am Display nochmal Verbesserungen vorgenommen hat. Hier setzt man jetzt auf eine “Double Layer” Technologie. Das Display nutzt eine Polymer Struktur, bei der zwei Schichten Polyamid verklebt werden. Zusätzlich ist werkseitig eine Folie auf dem Display aufgebracht.

HUAWEI Mate Xs Test Display

Ob es an dem Material liegt, der Größe oder was auch immer, das Display ist leider auch ein echter Staubmagnet. Ich kann mich nicht erinnern so etwas bei einem Smartphone schon mal erlebt zu haben. Das mag sich für den ein oder anderen hier jetzt lächerlich lesen. Ja, dachte ich auch, als ich das – vor meinem Test – von einem Bekannten erzählt bekam, der das Mate Xs schon ein paar Tage im Test hatte. Doch auch bei meinem testgerät sammelt sich hier wirklich enorm viel Staub auf dem Display. Und ja, das stört. Allerdings lässt er sich glücklicherweise auch genauso einfach und rückstandslos wieder abwischen. Nerven tut es mich trotzdem.

Eigentlich sollte jetzt hier auch stehen, dass das Display natürlich lange nicht einem Vergleich mit einem aktuellen 90Hz (oder gar 120Hz) 4K-Display standhält. Nach längerem Testzeitraum und unmittelbarem Vergleich mit dem HUAWEI P40 Pro oder Mate 30 Pro würde ich das so inzwischen nicht mehr behaupten.

Natürlich ist die Oberfläche gewöhnungsbedürftig. Denn es handelt sich nun einmal nicht um Glas, sondern einen Kunststoff. Dieser gibt auch nach. Das ist zu Beginn der Nutzung schon ein merkwürdiges Gefühl. Und auch die Faltkante ist natürlich sichtbar. Gerade bei ausgeschaltetem Display oder wenn man leicht seitlich auf das Display schaut.

Stört all das in der Nutzung im Alltag? Zumindest mich nicht! Und auch andere Nutzer haben dies bislang nicht als großen Störfaktor angegeben.
Natürlich ist da noch Luft nach oben. Aber wir reden hier immer noch über die 1. Generation von Geräten mit faltbaren oder flexiblen Displays. Und dafür ist es schon verdammt gut gelungen finde ich.

Wie Apps bei aufgeklapptem Bildschirm angezeigt werden, lässt sich übrigens einstellen. Man hat hier die Wahl zwischen den Formate 4:3, 16:9 und Vollbild.
Zudem erkennen einige Apps das Auf-und Zuklappen und bieten die entsprechende Anpassung an. Diese geschieht dann durch einen unmittelbaren Neustart, der blitzschnell vonstatten geht.

Kurzum, das Display des Mate Xs ist einfach ein echter Hingucker!

Kirin 990 5G

Hier kann ich im Grunde nur wiederholen, was ich auch schon beim Mate 30 Pro gesagt habe und auch beim P40 Pro noch sagen werde:
Mit dem Kirin 990 5G hat man mehr als genug Leistung im Smartphone.

Ja, mehr geht immer. Und das werden wir sicher auch noch eine Weile erleben, dass die CPUs von Jahr zu Jahr noch eine Schippe drauflegen. Ausreizen kann man diese Leistung meiner Meinung nach aktuell mit typischen Anwendungsszenarien jedoch nicht.

Wer sich tatsächlich das Mate Xs kauft, will aber hier sicher nicht nur eine Momentaufnahme. Aber auch hier bin ich mir sicher, dass auch in 3 Jahren der Kirin 990 5G noch genug Leistung hat, um alle anfallenden Aufgaben zu erledigen.

Und vielleicht haben wir in good old Germany bis dahin ja auch ein halbwegs flächendeckendes 5G-Netz, damit man dann auch hiervon profitieren kann.

Mali G76 MP16 GPU

Die Mali G76 MP16 zählt aktuell immer noch zu den schnellsten Garfikeinheiten für Smartphones. Auch wenn hier Qualcomm mit der Adreno 650 im Snapdragon 865 aktuell wieder vorbeigezogen ist, dürfte dann im September der neue Kirin mit aktueller Mali GPU das ganze dann wieder toppen. Und wie bei den CPUs geht auch dieses Spiel sicher noch eine Weile weiter. Ganz nach dem Motto: höher, schneller, weiter.

Für die Praxis habt ihr bereits jetzt vollkommen ausreichende (Grafik-)Leistung. Und das auch, wenn ihr im Fullscreen-Modus spielen wollt. Also wenn ihr die kompletten aufgeklappten 8″ des Mate Xs einsetzt.

Das ist bei Spielen, die irgendwie klassisch im Querformat stattfinden anfangs etwas ungewohnt. Gerade bei Autorennspielen (ja, ich spiele immer noch – und weiterhin – die Klassiker wie Asphalt 8 und Real Racing 3 😉 ) ist das 1:1 Format echt gewöhnungsbedürftig. Zumal – logischerweise – das Bild hierfür ja angepasst (außen „beschnitten“) werden muss.
Aber auch das kann man in den Einstellungen anpassen. So dass man nicht ein 1:1 Format erhält, sondern auf aufgeklapptem Bildschirm ein 4:3 oder 16:9 Format, statt des Vollbilds.

HUAWEI Mate Xs Test Gaming PUBG

Bei Spielen wie wie PUBG oder Fortnite hingegen macht das Vollbild-Format absolut Laune! Und die 8″ haben sich als optimale Größe gezeigt, um einen guten Überblick, bei gleichzeitig guter Steuerung zu haben.

EMUI 10.0.1 & Android 10 AOS

Auch das Mate Xs leidet unter dem weiterhin andauernden Handelsstreit zwischen den USA und China. Deshalb kommt auch hier „Nur“ Android 10 AOS (Android Open Source) zum Einsatz. Also Android ohne Google Dienste und Apps.

Zu dem Thema ist schon so viel gesagt worden, dass ich das hier nicht nochmals alles ausbreiten möchte. Aktuell lassen sich mit der letzten Anleitung die Google Dienste noch nachinstallieren. Wer sagt, dass ihm das bei einem solch teuren und exklusiven Gerät nun definitiv zuviel des Guten ist: ok. Wer ohne Google auskommt: ok!
Diese Entscheidung muss jeder für sich selber treffen.

Eingehen möchte ich lieber noch auf eine neue EMUI-Funktion: Multi-Window und das Multi-Window-Dock.

Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des geteilten Bildschirm. Ich teile diesen aber nicht mehr mit einer „Knuckle-Sense“ Geste, sondern öffne das Multi-Window-Dock durch streichen vom rechten oder linken Bildschirmrand.
Man kann also zwei Anwendungen gleichzeitig auf dem Bildschirm darstellen. Das ist nichts Neues. Aber die Darstellung und die Handhabung ist mit dem Multi-Window-Dock meiner Meinung nach deutlich praktischer.
Denn ich kann nicht nur einfach den Bildschirm teilen und zwei Anwendungen parallel laufen lassen. Ich kann auch eine weitere Anwendung als „floating screen“ über einer aktiven Anwendung anzeigen.
Ebenso kann ich zwei Anwendungen im Split-Screen-Modus anschauen und zusätzlich noch eine dritte als „floating screen“.

HUAWEI Mate Xs Test Multi Window
Facebook (links), Twitter (rechts) und die Galerie (Vordergrund) gleichzeitig nutzen =

Die Anwendungsmöglichkeiten sind hier vielfältig. Ich persönlich nutze die Funktion oft bei neuen Mails, die ich „mal schnell“ anschauen möchte. Diese lasse ich mir dann im „floating screen“ anzeigen. Nach dem Lesen klicke ich diesen einfach weg. Meine aktuelle Anwendung musste ich dabei nicht verlassen; sie wurde weiterhin angezeigt.
Richtig praktisch ist das, wenn man sich zu einer Anwendung – z.B. eine Recherche im Browser – Notizen machen möchte. Hier muss ich nicht mehr klassisch komplett die Tasks wechseln, sondern kann via Split Screen oder floating screen in beiden Anwednungen „gleichzeitig“ aktiv sein und arbeiten.

Diese Funktion bringt auch das HUAWEU P40 pro mit. Aber der riesige Vorteil beim Mate Xs ist hier einfach die Displaygröße. Mit ausgeklappten 8″ wird dieses „Multi-Tasking“ zu einem echten praktischen Arbeiten.

4. Kamera

Das Kamera-Setup des HUAWEI Mate Xs entspricht im Wesentlichen dem des HUAWEI P30. Allerdings erweitert um den ToF-Sensor (Time of Flight) des P30 Pro. Wobei man beim Autofokus auf den Laserfokus der P30 Serie verzichten muss. Beim Mate Xs sind „nur“ Phasenfokus und Kontrastfokus verfügbar.

HUAWEI Mate Xs Test Kamera

Mit Sicherheit dürfte bei dem Konzept HUAWEI Mate Xs die Kamera nicht an oberster Priorität gestanden haben. Durch das Design konnte man aber ein absolut bewährtes und überzeugendes Kamera-Setup integrieren. Das es letztlich nicht für den 50-fachen Zoom des P30 Pro oder auch des neuen P40 Pro reicht, liegt einfach daran, dass man hierfür das Gerät hätte dicker machen müssen.

5. Konnektivität

Der Bereich Konnektivität ist sicher ein Muss-Bereich für unsere Testberichte von mobilen Geräten. Wobei sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass es doch eher „Formsache“ ist, diese Punkte zu testen. Naja, sehen wir mal von dem Thema HUAWEI und Bluetooth ab, was uns ja doch bis vor einer Weile noch beschäftigte….;)

Aber gerade da hier doch etwas Neues mit dem Mate Xs geboten wird, habe ich mir diese Bereiche etwas genauer angesehen.

WLAN & Mobile Daten

Beim Thema Daten-Konnektivität konnte ich hier keine Unterschiede im direkten Vergleich mit anderen Geräten (Mate 20 Pro, Mate 30 Pro, P40 Pro) feststellen. Egal ob WLAN oder mobile Daten. Wobei mir für den 5G-Test leider weiterhin das Netzwerk fehlt.

GPS

Anders sah es hingegen bei der Konnektivität hinsichtlich der Positionierung aus. Auch wenn das Mate Xs hier technisch alles aufweist, was gerade up-to-date ist, so zeigten sich in der Alltagspraxis Unterschiede. Unter freiem Himmel erfolgte die Positionierung dabei genauso tadellos wie gewohnt.
Sobald es aber in bebauten oder vor allem überbaute Bereiche geht, verliert das Mate Xs deutlich schneller das Positionierungs-Signal, als vergleichsweise das Mate 30 Pro oder das P40 Pro.

Woran dies genau liegt, konnte ich leider nicht ergründen. Formfaktor, Hersteller der Bauteile, Montagsgerät….das wäre alles Mutmaßung.

Fakt ist aber, dass ich für eine Positionierung in Gebäuden oder eng bebautem Gebiet andere Smartphones dem Mate Xs deutlich vorziehen würde!

Bluetooth

Nichts zu meckern gibt es indes beim Thema Bluetooth. Die gekoppelte HUAWEI Watch GT 2 bleibt auch im Haus und Stockwerk-übergreifend verbunden und signalisiert zuverlässig Benachrichtigungen.

Ebenso kam es bei der Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern zu keinen Verbindungsabbrüchen. Die Freebuds 3 ließen sich auch als Headset für Telefonate problemlos nutzen. Auch wenn hier klanglich bekanntlich noch Luft nach oben besteht. Aber das liegt an den Freebuds 3 und nicht am Mate Xs.

6. Akku/Akku-Laufzeit

Mit 4.500 mAh ist das Mate Xs auf dem gleichen Level wie das Mate 30 Pro. Und das ist ja ein echtes Akkumonster!
Allerdings sind beim Mate Xs mit dem Display – Verbraucher Nummer 1 bei Smartphones – die Vorzeichen natürlich etwas anders.

Entscheidend ist hier natürlich auch, wie sehr ich das Mate Xs mit vollem 8″ Display nutze. Denn 8″ verbrauchen logischerweise mehr Akku, als 6,6″.
Dabei nutze ich diese 8″ natürliche immer wieder gerne für verschiedene Anwendungen. Morgens zum Kaffee ein wenig Nachrichten lesen, im Browser unterwegs sein oder auch die Facebook-Timeline durchstöbern. All das macht mit großem Display natürlich mehr Spaß.

Und so liegt es letztlich an genau diesem individuellen Nutzungsverhalten – was sich auch nicht in den gängigen Menüs darstellen lässt – wie lange ihr mit dem Akku des Mate Xs über die Runden kommt.
Wobei ich sicher mit all dem Bloggen, Social Media usw. eher ein sehr intensiver Smartphone-Nutzer bin. Dazu kommt – langjährige Leser kennen das schon von mir – dass ich jeden Tag etwa eine halbe Stunde auf dem Smartphone spiele. Einfach um nachmittags nach der Arbeit runter zu kommen. Auch hier ist dann natürlich eine etwas intensivere Akku-Belastung gegeben. Aber dafür macht sich das Mate Xs dann doch insgesamt sehr ordentlich – ganz wie es sich eben für ein Mate gehört!

Und letztlich ist HUAWEI ja nun auch für seine Schnellladetechnologien bekannt. Für Leute wie mich, die mit großem Display nachmittags schon auf eher niedrigem Level sind, hat man die 55W SuperCharge Technik eingebaut. In weniger als 20 Minuten ist der Akku damit wieder auf die Hälfte geladen und in einer Stunde sogar voll aufgeladen!
Das ist dann auch für die Hardcore-Nutzer, bei denen der Akku eben nicht über den ganzen Tag reicht, eine recht komfortable „Rückfall-Position“.

Was aufgrund der Bauweise allerdings nicht mit an Bord ist, ist Wireless Charging. Hätte ich vor einem Jahr noch nicht gedacht, aber solche Bequemlichkeiten kann man echt schnell vermissen. Gerade hier, wo eben der Akku nicht den ganzen Tag hält und das zwischenzeitliche Ablegen auf dem Lade-Pad hilfreich wäre.

Aber ein paar Optimierungen müssen ja auch noch für die nächsten Generationen bleiben.

7. Preis/Verfügbarkeit

Seit genau einem Monat ist das HUAWEI Mate Xs jetzt im Handel verfügbar. Inzwischen nicht nur im hauseigenen HUAWEI Online Shop, sondern auch bei Saturn und Media Markt.

Mit 2.499,99 Euro ist das Mate Xs natürlich alles andere als ein Schnäppchen. So wie die meisten Neuerungen in den ersten Produkt-Generationen eben Schnäppchen sind. Ich nehme ja hier als Vergleich gerne Videorekorder oder DVD-Player. Die ersten Generationen lagen bei rund 2000 DM/Euro.

Und selbst bei diesem Preis macht HUAWEI mit dem Mate Xs sogar noch Verluste!

Yu Chengdong said that since the release of the Huawei Mate Xs in February this year, it has lost between $60 – $70 million.

Gizchina

Dies dürfte vor allem an den Entwicklungskosten und den Preisen für flexible Displays liegen. Letztlich ist das Mate Xs ein Prestige-Objekt. Ein Gerät der ersten Generation. Zu zeigen, was man technisch zu leisten im Stande ist.

HUAWEI-Mate-Xs-Firmwareupdate

8. Fazit

Für mich als technikbegeisterten Menschen ist das Mate Xs irre spannend. In den letzten rund 13 Jahren Smartphone-Geschichte wahrscheinlich die größe Evolution überhaupt.
Und ich hoffe es ist ein nur ein erster Schritt hinzu weiteren Entwicklungen in dem ganzen Bereich mobile connectivity!

Konkret ist das Mate Xs für mich ein wahnsinnig funktionales Gerät. Durch den großen Screen erstezt es problemlos das Tablet und an vielen Stellen auch den Ganz zum Laptop. Die Möglichkeiten mit dem Mate Xs wirklich zu arbeiten sind deutlich größer als mit einem gewöhnlichen Smartphone. Gerade das Thema großes Display und Multi-Window schafft hier für mich viel mehr Möglichkeiten. Aber es beginnt auch schon bei so vermeintlichen Kleinigkeiten wie dem morgendlichen Lesen der Nachrichten.

Ganz ehrlich, wenn ich mich zwischen dem Mate Xs und dem P40 Pro – beide habe ich aktuell in Nutzung – entscheiden müsste, dann fiele meine aktuelle Wahl auf das Mate Xs. Es ist für mich einfach unglaublich praktisch – und ganz ehrlich, einfach auch etwas so Besonderes, Innovatives, ja, Futuristisches.

Sorry, da geht dann einfach auch die Leidenschaft mit mir durch…..

Aber alle Leidenschaft, Argumentation, Logik und Sachlichkeit stehen natürlich hinter dem hohen Anschaffungs-Preis zurück. Deshalb ist das Mate Xs kein Gerät für jedermann. Es ist Innovation, Evolution, Wegbereiter. Es ist ein „Haben-wollen“-Gerät für technik-begeisterte Menschen; für Early Birds, die neue Technik unbedingt haben wollen.

Für „normale“ Smartphone-Nutzer ist es weder erschwinglich, noch sinnvoll zum jetzigen Zeitpunkt. Aber auch diese werden in wenigen Jahren von der Entwicklung profitieren, die HUAWEI mit dem Mate Xs – oder eben auch Samsung mit dem Galaxy Fold und Z Flip oder Motorola mit dem Razr – angestossen haben.

  • Leistung - 10/10
    10/10
  • Display - 8.5/10
    8.5/10
  • Kamera Foto - 9/10
    9/10
  • Kamera Video - 9/10
    9/10
  • Software** - 5/10
    5/10
  • Design/Haptik - 8.5/10
    8.5/10
  • Techn. Ausstattung - 9.5/10
    9.5/10
  • Akku - 8.5/10
    8.5/10
  • Preis (UVP) - 5/10
    5/10
8.1/10

Mate-Evolution

**HINWEIS:
Bei der Bewertung der Software haben wir unser Bewertungssystem umgestellt. Wir bewerten hier ab sofort die fehlenden Google Dienste mit.
Die Entscheidung basiert darauf, dass es sich nach derzeitigem Stand nicht mehr um einen kurzzeitigen Zustand handelt. Faktisch beeinflusst dies die Alltagsnutzung massgeblich.

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