Für diejenigen, die sich für Technik interessieren, ist der Handelsstreit zwischen den USA und China mittlerweile ein alter Hut. Auch wir haben uns schon einige Male dem Thema angenommen und über feststehende und mögliche Auswirkungen berichtet. Aktuellstes Beispiel hierfür ist der morgen anstehende Release der neuen Mate 30 Serie. Wer hier auf dem Laufenden bleiben möchte – wir werden für euch vor Ort sein und euch mit allen News rund um das Thema versorgen.

Aber nun zurück zur Überschrift. Bisher war hauptsächlich Android in aller Munde und die Smartphone Sparte von Huawei. Aber nicht nur Google ist von dem Dekret von Herrn Trump betroffen. Da Huawei seine MateBooks mit Windows 10 vorinstalliert und ausliefert, ist Microsoft ebenso betroffen wie Google auch. Nun tauchten für wenigen Tagen in dem chinesischen Huawei Webstore vmall.com das MateBook 13, MateBook 14 und das MateBook X Pro mit vorinstalliertem Linux auf.

Um genau zu sein, handelt es sich bei dem installiertem Linux um Deepin Linux und basiert auf dem freien Betriebssystem Debian. Entwickelt wurde das Open Source Betriebssystem schon seit 2004. Auf mehreren Plattformen wird es als “the single most beautiful desktop on the market” bezeichnet. Das ist natürlich hoch gegriffen, aber auf den ersten Eindruck scheint es wirklich gelungen zu sein. In dem Video am Ende des Beitrages könnt ihr euch selbst davon überzeugen. Darüber hinaus liefert das Betriebssystem weitere proprietäre Programme wie Google Chrome, Spotify und Steam.

Vorerst werden die Geräte nur in China verkauft und sie sind sogar günstiger als die windowsbasierten Systeme! Es ist aber durchaus eine spannende Entwicklung. Zwar ist Windows 10 weitaus beliebter als das verkorkste Windows Vista – einen Blick nach links oder rechts kann aber definitiv nicht schaden. Insbesondere, wenn es so gelungen erscheint wie deepin. Für Microsoft selber bedeutet dies auch schlechte Nachrichten. Lernt man erst Mal ein neues Betriebssystem kennen, in dem man sich zurechtfindet, ist die Motivation sehr gering wieder zum alt bewährten zurückzukehren.

Was haltet ihr von der Entwicklung? Würdet ihr euer Windows 10 gegen ein Linux basiertes System eintauschen auf eurem Matebook, oder ist das ein No Go für euch?

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Quellen: windowsarea.de mspoweruser.com betanews.com

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Über den Autor

Mathis

Smartphones, Hardware, Technik & Games.

11 Kommentare

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    Mirko veröffentlicht am

    Hab es mal auf mein Matebook pro X installiert, sieht Ansich echt gut aus. Glaube aber dass es in De/Eu mit Linux keinen guten Ansatz finden wird.

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      Uwe veröffentlicht am

      Bin jetzt schon bei Linux Mint, Windows 10 läuft nur nebenbei, Windows hat sehr viele Möglichkeiten , wer braucht sie alle ?

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    Oliver D. veröffentlicht am

    Wenn man die aktuellen Diskussionen auch im Fernsehen mitverfolgt, hat man schon den Eindruck, dass chinesische Unternehmen sehr von der Regierung abhängig sind. Und nun wird also ein Linux System eines chinesischen Anbieters installiert. Generell sprich ja nichts gegen Linux (für erfahrene Anwender). Linux kann ich ja selber wahrscheinlich auf allen Notebooks installieren. Ich würde mir keins kaufen. Aber nur, weil ich da zu unerfahren bin.

  3. Avatar
    kiwix veröffentlicht am

    Hallo Mathis,

    Du schreibst “Um genau zu sein, handelt es sich bei dem installiertem Linux um Deepin Linux und gehört zu dem chinesischen Unternehmen Debian. ”
    Das ist so falsch. Debian ist kein chinesisches Unternehmen!

    Deepin ist eine chinesische Linux Distribution die auf Debian basiert. Das Unternehmen hiner Linux ist laut Wikipedia Wuhan Deepin Technology Co.,Ltd..

    siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Deepin

    • Mathis
      Mathis veröffentlicht am

      Hallo kiwix,

      vielen Dank für deinen Hinweis. Ich habe es korrigiert. Da bin ich bei der Recherche wohl durcheinander gekommen.

    • Avatar
      Ess Eff veröffentlicht am

      “… den Eindruck, dass chinesische Unternehmen sehr von der Regierung abhängig sind.”

      Ein Gedanke dazu.:

      Jedes Unternehmen in China ist dazu verpflichtet, mit der Regierung zusammen zu arbeiten. Das betrifft nicht nur chin. Unternehmen; jedes Unternehmen , also auch z. B. BMW.
      Daraus könnte man folgern, dass jeder Unternehmer dort abhängig ist…

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    Matthias veröffentlicht am

    Mir ist es eigendlich egal welches System drauf ist. Hauptsache es macht das was ich will.

    Ich glaube das 80%aller Anwender zwar wissen was bei ihnen installiert ist aber die Unterschiede nicht wissen.

    • Avatar
      Kobi Kobsen veröffentlicht am

      Es ist ganz einfach – wenn ich mit Software arbeite die für Linux erhältlich ist, bekommt man damit ein sehr gutes System das wenig Ressourcen benötigt und einfach läuft. Es gibt kostenlose Office Pakete, Email, Browser, Code-Editoren … Alles wichtige für den Standarduser ist da.

      Wenn es aber spezieller ist, wird es schnell schwierig. Adobe, CAD, 3D, DAW,…
      Im Musikbereich geht es da langsam los, aber die Auswahl ist noch mager. Es geht gefühlt langsam in die Breite aber für mich wäre der Schritt aktuell schon ein harter, wenn auch kein unmöglicher.

      Für Texte, Tabellenkalkulation, Websurfen und solche Dinge reicht es schon dicke. Den Schritt finde ich auf jeden Fall nachvollziehbar und gut. Trump muss man im jedem Szenario die Stirn bieten. Wie er sich in allen Bereichen diktatorisch einmischt ist besorgniserregend.

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    Wolfgang Drei. veröffentlicht am

    @MATTHIAS “aber die Unterschiede nicht wissen”

    Spätestens wenn das geliebte MS Outlook oder das teure Videoschnittprogramm, oder Garmin Express sich nicht installieren lassen, wird das Geheule losgehen. Die Computerwelt besteht aus mehr wie einem Browser, Whatsapp und Facebook, schon gewusst?

    Die Konsumentengeneration ist schon so gut dressiert, dass man nicht mal daran denkt, selber Windows 10 auf den Rechner zu packen. Das wird irgendeine Standard UEFI oder BIOS kompatible Hardware sein, wen interessiert was da drauf ist? Mit Linux vorinstallierte billige Notebooks (um die Kosten der Windowslizenz zu sparen) gibt es schon jahrelang… Halt +10€ für die extra Seriennummer von Ebay, Rakuten, oder Amazon, egal. Hatte ich schon beim Vorke mit seinem vorinstallierten Chinawindows so gemacht.

  6. Avatar
    M. Kanzso veröffentlicht am

    Ich benutze Linux Mint schon seit Jahren auf Desktop und Notebook! Und bin so überzeugt, dass ich nicht mehr zu win 10 zurück wechseln werde.

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      Wolfgang Drei. veröffentlicht am

      @M. KANZSO “bin so überzeugt”

      Das ist nur politisches Geschwätz, wie bei Veganern oder anderen Fangirls ist der Harcorelinuxer da besonders schlimm. Tatsache ist, für etliche Sachen brauche ich regelmäßig ne VM mit Windows. Das fängt schon beim Homebanking an, läuft nicht unter WINE und Jameica-Hibiscus ist, nun ja, Krätze.

      Da Privatleuten Politik regelmäßig egal ist, und sie nur ihre Anwendungen nutzen wollen, ist ein PC ohne Windows ein nicht verkaufter, oder zurückgegebener PC. Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an OS/2. Neulich fragte ein Kunde was zum Umstieg W7->10, ob er nicht Mint nehmen könnte. Hab ihm dann meine Notebook mit Mint Tina und XFCE gezeigt, und er war bereits vom Aktualisieren überfordert.

      Ich persönlich nutze nur eine bestimmte Desktopumgebung bei Mint, weil Windows verschiedene GUI Elemente und Bedienungen mit 10 nicht änderbar (für meine Arbeitsweise) verschlimmbessert hat. Trotzdem muss immer mal das auch nicht sauber laufende Virtualbox herhalten. Das unterliegende OS ist mir persönlich völlig egal.
      Dafür nehme ich dann in Kauf, dass es unter Linux keinen brauchbaren kostenlosen GDrive oder Onedrive Client gibt (und etliche Sachen nicht mal für Geld), Cal/CardDAV totaler Mist sind und ich daher mühsam die Exchange Daten an sowas wie Evolution antackern darf.

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