Mit dem HUAWEI P40 Pro zeigt man uns “Das neue Fotowunder”. Die Bezeichnung lehnt sich dabei an das HUAWEI P30 Pro aus dem letzten Jahr an, welches den Beinamen “Das Fotowunder” trug.

Nach all den Slogans aus der Vergangenheit wirkt das schon fast einfallslos. Vielleicht auch, weil das P40 Pro “nur” eine Produktpflege ist, oder ist das doch deutlich zu kurz gegriffen?
Nach über einem Monat mit dem P40 Pro tue ich mir da immer noch mit dem Fazit schwer. Aber schauen wir uns das P40 Pro und auch die Erfahrungen aus der Alltagsnutzung detailliert an.

Huawei P40 Pro Test – Inhaltsverzeichnis

1. Unboxing und technische Daten
2. Design/Verarbeitung
3. Hardware & Software
4. Kamera
5. Konnektivität
6. Akku/Akku-Laufzeit
7. Preis/Verfügbarkeit
8. Fazit

1. Unboxing & technische Daten

Das Launch Event war diesmal aufgrund der Corona Pandemie keine Präsenzveranstaltung. Trotzdem musstet ihr nicht auf das gewohnte Live-Unboxing verzichten. Wenn auch diesmal nicht aus London, Paris oder München, sondern nur bei mir aus dem Büro.

Live Unboxing HUAWEI P40 Pro

Lieferumfang

  • HUAWEI P40 Pro
  • Ladegerät
  • USB-Typ-C-Kabel
  • USB-Typ-C-Kopfhörer
  • Kurzanleitung
  • SIM-Karten-Auswurfwerkzeug
  • Garantiekarte

Zwar lag unserem Testsample – wie im Video zu sehen – eine Schutzhülle bei, jedoch ist diese bei den im deutschen Handel erhältlichen Modellen nicht Bestandteil des Lieferumfangs.

Technische Daten

HUAWEI P40 Pro
Prozessor Kirin 990 5G
Octa-Core-Prozessor
2*Cortex-A76 2,86GHz + 2*Cortex-A76 2,36GHz + 4*Cortex-A55 1,95GHz
Dual Big Core + Tiny Core NPUs (Neural-Network Processing Unit)
GPU 16-Core Mali-G76
RAM 8 GB
Speicher 256 GB
(erweiterbare mit NM-Card)
Akku 4.200 mAh 
Max40W SuperCharge
27W Wireless Charging
Display 6,58 Zoll (16,7 cm)
OLED
90 Hz
2.640 * 1.200 Pixel
OS Android 10 (AOS)
EMUI 10.1
Kamera Ultra Vision Leica 4-fach Kamera:
50 MP Ultra Vision Kamera (Weitwinkel, f/1.9 Blende, OIS)
40 MP Ultraweitwinkel Kamera (f/1.8 Blende)
12 MP SuperSensing Teleobjektiv Kamera (f/3.4 Blende, OIS)
3D-Tiefensensor
Frontkamera32 MP Selfie Kamera (f/2.2 Blende)
Tiefensensor
Konnektivität WLAN:
802.11a/b/g/n/ac/ax, 2,4 GHz und 5 GHz
Bluetooth:
Bluetooth 5.1, BLE, SBC, AAC, LDAC
USB:
Typ-C, USB 3.1
NFC
GPS GPS (L1 + L5 Dual Band)
AGPS
Glonass
BeiDou (B1I + B1C + B2a Tri-Band)
Galileo (E1 + E5a Dual Band)
QZSS (L1 + L5 Dual Band)
NavIC
Sensoren Schwerkraft
Fingerabdruck
Hall
Gyroskop
Kompass
Umgebungslicht
Näherung
Gesten
Infrarot
Farbtemperatur
Abmessungen/
Gewicht
72,6 mm * 158,2 mm * 8,5 mm
ca. 209 g
Schutzklasse IP68

2. Design/Verarbeitung

Beim Thema Design erinnere ich mich vor allem an meine massive Kritik beim HUAWEI P20 Pro hinsichtlich des Kamerabereiches. Und auch wenn ich das P30 Pro (jaja, bin halt der Mate-Fan) ausgelassen habe, ist mir doch nicht entgangen, dass sich das dort fortgesetzt hat.
Da legt man jahrelang so großen Wert auf Design, auf Symmetrien, erklärt uns immer in den Launch Events, dass selbst Kleinigkeiten sich an bestimmten Dingen aus anderen Bereichen orientieren….und dann “klatscht” man da so die Kameras an das Gehäuse.

Beim P40 Pro ist das ähnlich, aber doch anders. Denn hier hat man nicht mehr die schmale Leiste mit den Kameras, sondern ein richtiges Feld. Das reduziert zumindest das Wackeln auf dem Tisch, wenn man das P40 Pro ablegt.
Und mir ist natürlich auch bewusst, dass aufgrund der Linsen hier mehr Platz erforderlich ist, die das Phone an der Stelle zwangsläufig dicker machen.
Aber warum kann man das nicht anders lösen? So wie bspw. bei den Mate 30 Pro mit “veganer Lederrückseite”. Ist es wirklich so schwer hier kreative Lösungen für eine glatte Rückseite zu finden? Wo sind die Design-Genies bei HUAWEI, was diesen Aspekt betrifft?
Oder bin ich etwa wirklich der Einzige, den dies so stört? Übrigens auch bei diversen anderen Herstellern.

Aber das P40 Pro Design besteht ja nun nicht nur aus dem (hervorstehenden) Kamerabereich. Es besteht aus dem Quad-Curve Overflow Display mit Punch-Hole für die Frontkamera und den Tiefensensor an der Front. Dann einem polierten Metallrahmen, der an den vier Ecken etwas hochgezogen ist. Und aus einer Rückseite, die diesmal nicht durch “schrille” Farben begeistert, sondern durch ein mattes Erscheinungsbild, dass aber einen gewissen Tiefeneffekt besitzt.

Kurzum, ein Hingucker ist das HUAWEI P40 Pro definitiv mal wieder geworden. Und es liegt ziemlich gut in der Hand und lässt sich – auch einhändig – gut bedienen.
Das liegt auch daran, dass man dem In-Screen-Fingerprint-Sensor eine 30% größere Fläche spendiert hat. Das erleichtert es doch – gerade bei einhändiger Bedienung – den Sensor direkt beim ersten Versuch zu treffen und erfolgreich zu entsperren.

Die Haptik ist natürlich auch immer ein subjektiver Faktor. Deshalb solltet ihr – egal wie viele Test- und Erfahrungsberichte ihr lest – auch immer losziehen und das Gerät selber mal in die Hand nehmen. Oft reicht hier schon der erste Eindruck.
Und genau der war für mich beim P40 Pro echt hervorragend. Die 209 g fühlen sich rundum wertig an. Der Metallrahmen mit den hochgezogenen Ecken verspricht Stabilität (trotzdem empfiehlt sich kein “Drop Test”…) und der Power-Button, sowie die Lautstärke-Tasten haben einen festen Druckpunkt.

Dazu kommt das matte einfarbige Design der Rückseite. Natürlich ist man hier aus den letzten Jahren anderes gewohnt. Farbwechsel, Farbverläufe oder auffällig schimmernde Farbtöne.
Aber der erste Eindruck von Langeweile verflog bei mir sehr schnell. Denn Silver Frost ist nicht bloß die einfache silbern verglaste Rückseite. Sondern das matte Finish vermittelt im Zusammenspiel mit dem Lichteinfach eine gewisse Tiefe.

Klar, wer auf “bunt” steht, der wird hier enttäuscht sein. Wer “understatement” bei gleichzeitig modernem und schickem Design sucht, der findet hier seinen Geschmack getroffen.

3. Hardware & Software

Display

Am Thema Display scheiden sich ja oft die Geister. Besonders beim Mate 30 pro mit seinem Horizon Display, bei dem die Seiten des Displays weit über den Rand gezogen sind, wurde dies deutlich.

Curved, Edge, Flat….ja wie und was denn jetzt?

Den Geschmack aller zu treffen ist hier sicher unmöglich. Beim P40 Pro hat man ein Display gewählt, dass rundherum – also nicht nur seitlich, sondern auch oben und unten – leicht geborgen ist. Allerdings nicht sehr weit. Und auch die Darstellung geht nicht (weit) über den gebogenen Bereich hinaus. Die Inhalte werden also alles in allem klassisch “flat” dargestellt.

Der Effekt, dass die Inhalte beim seitlichen Scrollen also über die gebogene Kante “weg-rollen” ist hier meiner Meinung nach kaum sichtbar.

Umso besser sichtbar, ist dafür die Anzeige. Vor allem im 90 Hz Modus. Dieser lässt sich zur Verbesserung der Akkulaufzeit allerdings wechseln, so dass dann nur mit 60 Hz dargestellt wird.
Wo ich ja bei dem Thema Full-HD vs. UHD Auflösung weiterhin – für mich – keinen wirklich sichtbaren Unterschied feststelle, merkt man den Unterschied zwischen 60 Hz und 90 Hz aber recht schnell.

Gewöhnungsbedürftig war für mich das Punch Hole. Bisher war ich die mittige Notch gewohnt von den Mate Modellen oder auch vom P20 Pro. Die hat mich nur einmal gestört beim Mate 20 Pro, wo sie etwas breit geraten ist (ansonsten für mich immer noch das beste Smartphone mit Google Diensten!). Die Dewdrop-Notch wie beim P30 Pro hingegen sagte mir nie zu.

Inzwischen finde ich die Lösung für mich ganz gut. Optisch fällt es am wenigsten auf. Gewöhnungsbedürftig bleibt hingegen, dass die Benachrichtigungssymbole nicht am linken Rand angezeigt werden, sondern fast mittig. Aber hey, irgendwas ist ja immer. Und letztlich sind das alles Kleinigkeiten. Allerdings weiß ich auch, dass es oft solche Kleinigkeiten sind, die dann viele stören und bei einem 1000€ Gerät auch mal ausschlaggebend sein können.

Alles in allem, man muss ja auch mal auf den Punkt kommen, gefällt mir das Display ausgesprochen gut, was Design und Darstellung betrifft!

Kirin 990 5G & Mali G76 MP16 GPU

Und das kommt dann natürlich auch dem Gaming zugute. Denn wie bereits beim Mate 30 Pro und Mate Xs geschrieben, haben der Kirin 990 und die Mali G76 MP16 genug Power für…..alles!

Einschränkungen bei Spielen braucht ihr hier nicht zu befürchten. Und mit dem Display und vor allem den 90 Hz werden jetzt auch die Herzen von Freunden des gepflegten Smartphone Gamings höher schlagen.
Und damit man auch wirklich lange zocken kann ohne Überhitzung und damit verbundenen Leistungsverlust, hat man ein “SuperColl-System” eingebaut. Eine 3D Graphenfolie leitet zusammen mit einer Vampor Chamber die Wärme ab.
Wie das jetzt genau mit der “Dampfkammer” (Vampor Chamber) funktioniert? Da bin ich überfragt. Aber ich kann nach längerem Gaming sagen, dass auch nach fast einer Stunde das P40 Pro bei mir nicht überhitzte. Und dann ist mir letztlich auch egal, wie das im Detail funktioniert – Hauptsache es funktioniert!

Wobei es eine kleine Einschränkung dann doch gibt. Denn der Lautsprecher des P40 Pro bietet jetzt nicht den wahnsinnigen (Gaming)Sound. Da fehlt irgendwie schon der zweite Lautsprecher und auch etwas mehr “Volumen”, womit ich nicht mal die Lautstärke meine.

Übrigens gibt es hier auch Gaming Zubehör in Form einer Hülle mit zwei Tasten. Ähnlich den virtuellen Tasten über die ich schon beim Mate 30 Pro berichtet hatte.Zwar wird mir das Zubehör noch nicht über den Game Space auf dem P40 Pro angeboten, aber ein Testsample ist schon mal bei unserem Partner CECT* angefordert. Schauen wir mal.

Mit dem Kirin 990 5G ist man ebenfalls leistungsmäßig für die nächsten Jahre auf der sicheren Seite. Zumal HUAWEI beim P40 Pro nicht mehr die Trennung macht zwischen Kirin 990 und Kirin 990 5G. Denn bekanntlich gibt es hier doch mehr Unterschiede, als nur die 5G-Fähigkeit.

Ich denke mit dem was die aktuellen CPUs zu leisten in der Lage sind, wird man die nächsten Jahre keine Sorgen haben müssen. So schnell wie hier die Entwicklung voranging, müssen die entsprechenden Anwendungen, die das alles abfordern können, erstmal entwickelt werden.
Was diesen Punkt betrifft, kann man das P40 Pro ganz sicher als “zukunftssicher” für die nächsten Jahre betrachten.

EMUI 10.1 & Android 10 AOS

Über Android 10 in Form von Android Open Source (AOS) habe ich an anderen Stellen schon viel geschrieben. Die Google Dienste fehlen. Punkt! Das muss jedem bewusst sein. Und viel mehr möchte ich hier auch nicht dazu sagen – denn es gibt nichts neues.

Aber mit der P40 Serie hat man auch EMUI 10.1 eingeführt. Und auch wenn es schwer (unmöglich) ist, den einzelnen Versionen immer genau die verschiedenen neuen Funktionen genau zuzuschreiben, so gibt es da doch wieder das ein oder andere nützliche Feature. Funktionen, die dafür sorgen, dass es eben nicht nur eine Nutzeroberfläche ist, sondern tief ins Betriebssystem hineingeht.

Multi-Screen-Funktionen

Über die EMUI 10 Multi-Screen-Zusammenarbeit hatte ich schon berichtet.

Ihr könnt dabei eure Smartphone auf dem HUAWEI Laptop spiegeln und dann von dort auf beiden Geräten arbeiten.

Dabei kann man Dateien auch direkt auf dem Smartphone bearbeiten oder sogar Telefonate direkt über Mikrofon, Lautsprecher und Kamera des Laptops führen. Gerade in Zeiten in denen Home Office an Bedeutung zugelegt hat, eine echt brauchbare Unterstützung.

Multi-Window

Die Funktion Multi-Window und Multi-Window Dock hatte ich euch vor kurzem schon im HUAWEI Mate Xs Testbericht vorgestellt.

Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des geteilten Bildschirm. Ich teile diesen aber nicht mehr mit einer “Knuckle-Sense” Geste, sondern öffne das Multi-Window-Dock durch streichen vom rechten oder linken Bildschirmrand.
Man kann also zwei Anwendungen gleichzeitig auf dem Bildschirm darstellen. Das ist nichts Neues. Aber die Darstellung und die Handhabung ist mit dem Multi-Window-Dock meiner Meinung nach deutlich praktischer.
Denn ich kann nicht nur einfach den Bildschirm teilen und zwei Anwendungen parallel laufen lassen. Ich kann auch eine weitere Anwendung als “floating screen” über einer aktiven Anwendung anzeigen.
Ebenso kann ich zwei Anwendungen im Split-Screen-Modus anschauen und zusätzlich noch eine dritte als “floating screen”.

HUAWEI Share

Die Teilen Funktion ist jetzt per se nichts neues und begleitet uns so schon seit EMUI 9. Aber über das Teilen von Bilder oder Dateien mit anderen Geräten oder in anderen Apps hinaus, wird jetzt auch das Teilen von Medienwiedergabe unterstützt.

Die Verbindung zwischen verschiedenen Geräten soll hier halt vereinfacht werden. Wobei der “HUAWEI Kosmos” bei uns da natürlich vergleichsweise noch überschaubar ist. Gleichzeitig ist es natürlich absolut bequem durch einfaches kontaktloses (NFC) Verbinden Musik oder Telefonat vom Smartphone auf Lautsprecher zu übergeben oder einen Video-Call auf einen Laptop oder Smart-TV.

Mir gefällt hier die konsequente Weiterentwicklung von bewährten Funktionen.

Aber mir stellte sich dann doch auch noch eine große Frage: Wo ist der ganze Rest?

Sowohl beim Launch Event selber, als auch auf der offiziellen Produktseite wirbt HUAWEI mit Funktionen, die ich bislang nicht mit der aktuellen P40 Pro Firmware (10.1.0.121) finden konnte.
Zugegeben, einzelne Fußnoten weisen uns darauf hin, dass die verfügbaren Funktionen in den Märkten variieren können. Aber hier muss doch der Anspruch sein, dass wesentliche und bewusst beworbene Funktionen bald auf großen Märkten verfügbar sind. Und Deutschland ist einer der stärksten Märkte nach China!

HUAWEI P40 Pro Test geräteübergreifende Kooperation
Bildquelle: HUAWEI

Die geräteübergreifende Kooperation steht zwar im Changelog des letzten Firmwareupdates. Aber so viel ich auch versuche, da ist noch nichts. Und an HUAWEI Geräten, mit denen man dies testen könnte, mangelt es nun bei mir wirklich nicht.
Auch von MeeTime ist bislang noch nichts zu sehen. Die Videotelefonie Funktion gibt es in China schon länger. Ich selber konnte diese auch schon testen und finde es klasse. Die Qualität ist richtig gut. Zudem kann man nicht nur einfach mit Video telefonieren, sondern auch den eigenen Bildschirm freigeben. Für Hilfe aus der Ferne oder Zusammenarbeit an kleineren Aufgaben ein durchaus nützliches Feature. Wenn es denn verfügbar wäre.

Allerdings hörte ich hier auch, dass es wohl nicht mehr so lange dauern sollte, bis MeeTime auch bei uns verfügbar ist. Ich würde mich da jedenfalls drüber freuen.

Deutlich länger gedulden müssen wir uns wohl, was den Sprachassistenten Celia betrifft.
Hier geht auch die Fußnote auf der offiziellen Produktseite weiter:

Unterstütze Sprachen: Englisch, Französisch und Spanisch. Erhältlich in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Chile, Mexiko und Kolumbien.

HUAWEI P40 Pro Produktseite

Ihr wisst, dass ich – nach anfänglichen Startschwierigkeiten – ein großer Fan von EMUI und den diversen Funktionen und Möglichkeiten bin. Aber schon andere Hersteller haben gezeigt, dass mit der Beschränkung solcher Funktionen auf einzelne regionale Märkte eher Unmut geschürt wird. Wir erleben dies ja schon bei den Unterschieden zwischen dem chinesischen und globalen Markt. Unterschiede, die ich seit dem Mate 30 Pro ehrlich gesagt nicht mehr immer nachvollziehen kann.
Warum man hier das ganze sogar noch ausweitet und möglicherweise die gleichen “Fehler” macht, kann ich persönlich nicht verstehen.

4. Kamera

Kommen wir zum unangefochtenen – da müssen wir wirklich nicht diskutieren – Highlight des HUAWEI P40 Pro: die Ultra Vision Leica 4-fach Kamera.

Technischer Vergleich:

P40 ProP30 Pro
50 MP Ultra Vision Weitwinkel Kamera
– f/1.9 Blende
– OIS
40 MP Weitwinkel Kamera
– f/1.6 Blende
– OIS
40 MP Ultraweitwinkel Kamera
– f/1.8 Blende
20 MP Ultraweitwinkel Kamera
– f/2.2 Blende
12 MP SuperSensing Teleobjektiv Kamera
– f/3.4 Blende
– OIS + AIS
8 MP Teleobjektiv Kamera
– f/3.4 Blende
– OIS
3D-Tiefensensor Time-of-Flight ( TOF )-Kamera3D-Tiefensensor Time-of-Flight ( TOF )-Kamera
32 MP Selfie Kamera
– f/2.2 Blende
+ IR- Tiefensensor
32 MP
– f/2.0 -Blende

Die Technik

Ich fange mal mit der Frontkamera an. Abgesehen von dem geänderten Design (Punch Hole statt Dew Drop) kommt beim P40 Pro noch der IR-Tiefensensor hinzu.
Dieser soll zum einen für mehr Tiefe und Bokeh bei Selfies sorgen. Zum anderen für eine bessere Gesichtserkennung hinsichtlich Face Unlock; gerade bei schlechten Lichtverhältnissen.

Es bleibt jedoch auch hier – wie schon beim P30 Pro – bei einer 2D Gesichtserkennung. Die 3D Gesichtserkennung wie beim Mate 20 pro oder Mate 30 pro erfordert mehr Sensorik und deshalb auch mehr Notch. Auf eine solche breitere Notch möchte man aber offensichtlich bei der P-Serie weiter verzichten.

Was mich stört:
Warum ich allerdings beim ersten täglich Entsperren zunächst Fingerprint oder PIN nutzen muss, ist mir bis heute unerklärlich bei meinem Gerät....

Bei der Hauptkamera legt man gegenüber dem Fotowunder P30 Pro mit dem neuen Fotowunder P40 Pro technisch nochmal nach.

Die 50 MP Ultra Vision Weitwinkel Kamera hat einen 1/1.28 Zoll Sensor und große 2,44 μm Pixel. Kurz zur Erklärung: je größer die Pixel, umso größer die eingefangene Menge an Licht und desto geringer die negativen Störeinflüsse. Deshalb sind “mehr Megapixel” auch gar nicht unbedingt erstrebenswert.
Wenn die KI merkt, dass das Licht hier doch nicht ausreichend ist für ein optimales Ergebnis, dann kommt hier 4-in-1 Pixel Binning zum Einsatz. Dabei werden dann 4 Pixel in einem zusammengefasst. Die HUAWEI XD Fusion Engine wurde hier nochmals verbessert und kommt beim P40 Pro in Generation 3 zum Einsatz.
Dazu kommt noch der Octa Phase Detection Autofokus. Und natürlich die zusammen mit Leica entwickelte RYYb-Technologie (statt RGGB).
Das alles führt dann auch zu Verbesserungen im Low Light Bereich; vor allem natürlich auch mit dem Super Nachtmodus.

Auch beim Super Zoom hat man nochmal nachgelegt gegenüber dem P30 Pro. Nicht nur die 12 MP vs. 8 MP, sondern vor allem auch bei der Bildstabilisierung beim Zoom. Je nach Zoom-Faktor (5x optischer Zoom, 10x Hybridzoom, 50x digitaler Zoom) kann diese nämlich zur Herausforderung werden. Hier hat man zusätzlich zur optischen Bildstabilisierung (OIS) nun auch eine softwaregestützte Bildstabilisierung (AIS), sowie eine intelligente Objektverfolgung ergänzt.

Der TOF-Sensor ist wie schon beim P30 Pro für die Tiefenmessung von Objekten verantwortlich. Gerade bei Portraitaufnahmen mit Bokeh Effekt kommt dieser zum Einsatz.

Für Videoaufnahmen ist dann die 40 MP Kamera maßgeblich. Auch hier mit RYYB Sensor. So, wie wir es von der CineLens aus dem Mate 30 pro bereits kennen. Aufnahmen sind also in bis zu 4K mit 60fps möglich.
Gegenüber dem Mate 30 Pro kommen aber bei Videoaufnahmen zwei Erweiterungen hinzu. Zum einen ist es dank der 12 MP Telekamera möglich nun bis zu 15-fach bei Videos zu zoomen. Beim Mate 30 Pro war bei 10-fach Zoom Schluss.
Zum Zweiten kommt bei den Videoaufnahmen auch ein Audio Zoom (nur bei 10-fach Zoom) zum Einsatz, wenn man auf ein Objekt fokussiert, bzw. zoomt.

Sorry für den ganzen technischen Kram, aber die Kamera dürfte dann doch für viele auch ein Hauptkriterium sein. Und dann sollte man schon etwas über technische Hintergründe fachsimpeln. Ich hoffe als Laie kann ich das aber doch noch verständlich und nicht zu technisch rüberbringen.

Die Praxis

Wohl selten ist sich die Tech-Welt inzwischen so einig, wie bei der Qualität der Aufnahmen bei den aktuellen HUAWEI Smartphones. Egal was man jetzt von den Experten von DxOMark hält, die beständig jedes neue HUAWEI Smartphone an die Spitze ihrer Rangliste setzen. Egal ob man HUAWEI Fan ist oder nicht. Objektiv betrachtet, sind die Aufnahmen auf einem qualitativen Niveau, welches man bei Smartphones vor wenigen – und ich meine wirklich wenigen – Jahren wohl nicht für möglich gehalten hätte. Und hier legt man halt inzwischen von Modell-Generation zu Modell-Generation noch einen drauf.

Aber….in der Praxis dürfte es für die meisten – und ich meine wirklich die MEISTEN – gar nicht mehr möglich sein, hier aktuell Unterschiede zum P30 Pro zu erkennen; vielleicht auch nicht einmal zum P20 Pro. Wer mit diesen Smartphones ambitioniert fotografiert hat, wird ebenso hervorragende Ergebnisse vorweisen können. Zumal auch Hobby-Fotografen ihre Werke anschließend noch nachbearbeiten.

HUAWEI P40 Pro Test Fotografie
10x Zoom (Original siehe unten)

Versteht mich nicht falsch. Technisch fasziniert mich das absolut, auf was für ein Niveau man die Smartphone Fotografie bei HUAWEI inzwischen gebracht hat. Ich habe durch Zufall (“Corona Langeweile”) vor einigen Tagen Bilder aus 2005 gefunden, die ich im Urlaub mit dem Smartphone geknipst habe. Das war Pixel-Matsch im Vergleich zu heute.

Und die Möglichkeit mit dem Zoom ist natürlich schon klasse. Wobei ich den 50-fachen Zoom zwar bewundernswert finde hinsichtlich der technischen Machbarkeit in einem Smartphone; in der Praxis würde ich ihn aber nicht wirklich als “Hobby-Knipser” einsetzen.

Beim Thema Video muss man inzwischen meiner Meinung nach nicht mehr erwähnen, dass man hier viel getan hat im Vergleich zu den Problemen aus früheren Tagen. Für ein gutes Video mit dem HUAWEI P40 Pro braucht es keinen Gimball. Das kann man herrlich “frei Hand” aufnehmen und bekommt eine stabile Qualität in bis zu 4K @60fps.

Die zwischenzeitlichen Problemchen mit dem Bildversatz bei Videos mit 30 fps, wenn über 10-fach hinausgezoomt wurde, wurden auch umgehend behoben. Allerdings sieht man weiterhin in der Videoaufnahme, wenn der Zoom über 10-fach hinausgeht. Ein kurzes Wackeln ist hier wohl dem Wechsel auf die andere Linse geschuldet.

Dazu kommt vor allem noch die Zeitlupenfunktion, die mich ja weiterhin fasziniert. 7.680 Bilder pro Sekunde. Das muss man sich echt mal überlegen. Ich bin großer Fan der Serie “Time Warp” (dt “Schneller als das Auge”). Da werden Dinge in Super-Zeitlupe gezeigt. Was da an Kameraufbauten verwendet wurde, das trage ich heute in der Hosentasche mit mir herum.

Ja verdammt, so etwas ist faszinierend und nicht selbstverständlich – zumindest für mich.

Foto- und Videobearbeitung

Der Day-One Patch brachte die Golden Snap Funktion. Was hat es mit diesem “goldenen Schuss” auf sich und wo finde ich diese?

Dahinter steckt die Momente Funktion, die wir schon kennen. Diese stand bisher für die Aufnahme von kurzen (~2 Sekunden) Bewegtbildern. Die Golden Snap Funktion macht daraus jetzt (endlich) etwas sinnvolles. Die Bildfolge wird ausgewertet und das vermeintlich “beste” Bild ausgewählt. Ja, auch das kommt uns bekannt vor von der Serienaufnahme (bis zu 100 Bilder), wo am Ende das vermeintlich beste Bild ausgewählt wird.

Bei der Golden Snap Funktion zählt aber als “bestes” Bild allerdings das, was man vermeintlich aufnehmen wollte. Klassiker für solche Situationen sind beim Sport und bei Portraitaufnahmen – vor allem spielende Kinder – zu finden. Hierbei unterstützt zukünftig die künstliche Intelligenz. Durch “Erfahrungen” mit den bevorzugten Szenen aus diversen Sportarten und Portraits, werden hier mehrere Bilder aufgenommen, die vermeintlich dem gewünschten Ergebnis entsprechen.
Anschließend bekommt man daraus mehrere Bilder zur Auswahl und kann das gewünschte auswählen.

Auch die intere Bearbeitungsfunktion hat man erweitert. So gehören zum neuen Funktionsumfang nun auch die Möglichkeit nachträglich Spiegelungen aus einer Aufnahme zu entfernen. Das dürfte dann gerade bei Aufnahmen durch Fenster – gerade bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und spiegelnden Lampen – interessant sein für viele.
Ebenso kann man nachträglich Personen aus Bildern entfernen. Wer also alleine und ungestört sein Portrait vor dem Eifelturm haben möchte, muss zukünftig nicht mehr “Absperrmassnahmen” betreiben oder auf den richtigen Moment warten. Einfach das Foto machen und anschließend die “störenden” Passanten in der Nachbearbeitung entfernen.

5. Konnektivität

Gerade die kleinen Probleme hinsichtlich GPS beim Mate Xs haben gezeigt, dass diese Kategorie in einem Testbericht einfach immer dazugehört.

Aber hier kann ich es mal (ausnahmsweise 😉 ) kurz machen. Egal ob WLAN/Mobile Daten, GPS oder Bluetooth, alles lief genau so wie es soll. Es gab keinerlei Probleme oder Aussetzer mit Verbindungen. Meine Gesprächspartner hatten keine Probleme mich zu hören (und zu verstehen ;)). Ich umgekehrt ebenso wenig.
Auch bei der Kopplung von diversen Geräten via Bluetooth gab es keine Probleme. Vom Kaffeevollautomat, über Laptop, bis hin zu Freebuds 3 und diversen Lautsprechern ließ sich alles problemlos verbinden und steuern, bzw. wiedergeben.
Genau so soll es sein!

6. Akku/Akku-Laufzeit

Beim Akku ändert sich im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls nichts. Sowohl was die Größe mit 4.200 mAh betrifft, als auch was die Laufzeit betrifft.
Wobei man hier wohl mit kaum einem (keinem?!) HUAWEI wirklich Sorgen haben muss, dass die Akku Laufzeit nicht ausreichend ist.

Wie immer hängt so etwas natürlich von der persönlichen Nutzung ab und die Screenshots hier können nur als beispielhafte Referenz dienen. Aber ich behaupte mal, dass ich schon ein recht intensiver Nutzer bin. Zudem schaue ich beim Thema Akku auch darauf, dass ich nicht (künstlich) eine möglichst lange Laufzeit erreiche. Eher das Gegenteil ist der Fall, wenn ihr euch die maßgeblichen Software Verbraucher anschaut. Das sind eher Apps, die den Akku intensiver beanspruchen, als ein bisschen WhatsApp.

Dabei war übrigens das Display auf 90 Hz eingestellt und auch das Always-on-Display war aktiv.

Kurzum, wie man es bei einem HUAWEI gewohnt ist, hält auch der Akku beim P40 Pro locker einen Tag bei anspruchsvoller Nutzung. Und wer nicht ganz so intensiv am Smartphone zu Gange ist, dürfte auch 2 Tage auskommen.

7. Preis/Verfügbarkeit

Das HUAWEI P40 Pro ist seit dem 26. März im Vorverkauf erhältlich und seit dem 02. Mai 2020 im Handel verfügbar. Die UVP liegt bei 999 EUR.
Erhältlich ist das HUAWEI P40 Pro in den Farben Black, Blush Gold und Silver Frost.

Letzte Aktualisierung am 27.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Huawei

Fazit

Mir fiel dieser Test und Erfahrungsbericht so schwer, wie selten ein Bericht zuvor. Das liegt an dem ständigen Spagat zwischen dem, was man technisch und gerade im Bereich Kamera hier 2020 auf die Beine stellt. Andererseits aber in der (ernüchternden) Erkenntnis, dass außer den Profis wohl kaum einer in der Praxis hier einen qualitativen Unterschied bemerken wird.

Natürlich helfen die neuen Software-Mechanismen noch besser beim idealen Bild. Aber es sind Software-Mechanismen. Und diese können sicher auch durch eine Aktualisierung für das P30 Pro verfügbar gemacht werden.
Ebenso wie die neue Golden Snap Funktion. Oder auch die neuen EMUI 10.1 Funktionen.

HUAWEI P40 Pro Info

Das alles im Kontext der weiter bestehenden Problematik mit fehlenden Google Diensten, bringt mich leider zu dem Fazit, dass ich persönlich ein P30 Pro empfehlen würde. Zumal dieses preislich mit schon unter 600€ extrem attraktiv ist. Und erst recht, wenn HUAWEI gerade mit dem P30 Pro New Edition ein Modell bringt, das Google Dienste besitzt, den gleichen Speicher wie das P40 Pro (8GB/256GB) und dieses “nur” eine UVP von 749 Euro hat.

Versteht mich nicht falsch! Das HUAWEI P40 Pro ist ein richtig tolles Smartphone, bei dem HUAWEI ganz viel richtig macht. Aber die Unterschiede zum Vorgänger sind jetzt nicht so gewaltig für den Nutzer. Zumal ja das P30 Pro sicher auch bald EMUI 10.1 erhält. Das P30 Pro New Edition hat EMUI 10.1 sogar bereits von Haus aus. Und damit auch die neuen Funktionen, die ich hier im Erfahrungsbericht vor allem auch als Upgrade zum Vorgänger ausgemacht habe.

Und dann kommt eben noch der für viele entscheidende Punkt der fehlenden Google Dienste hinzu. Die beim P30 Pro und P30 Pro New Edition vorhanden sind. Ja, es gibt durchaus ein Leben ohne Google. Doch wer auf bestimmte Apps setzt, die ohne Google Dienste eben nicht funktionieren, der wird gezwungen Alternativen zu suchen oder Kompromisse einzugehen. Das klappt sicher bei einzelnen Apps. Aber wenn da ein Smart Home System dranhängt (z.B. Google Home, Androd TV, innogy Smart Home, etc.) oder Hardware, die sich nicht mehr ansteuern lässt (z.B. WD MyCloud Home), dann ist das schon etwas anderes.

Und so zieht dann das HUAWEI P40 Pro – so ehrlich muss ich auch als großer HUAWEI Fan sein – aktuell einfach den Kürzeren.

8.6

**HINWEIS:
Bei der Bewertung der Software haben wir unser Bewertungssystem umgestellt. Wir bewerten hier ab sofort die fehlenden Google Dienste mit.
Die Entscheidung basiert darauf, dass es sich nach derzeitigem Stand nicht mehr um einen kurzzeitigen Zustand handelt. Faktisch beeinflusst dies die Alltagsnutzung massgeblich.

  • Leistung 10
  • Display 9
  • Kamera Foto 9.5
  • Kamera Video 9.5
  • Software** 5
  • Design/Haptik 9
  • Techn. Ausstattung 9
  • Akku 9
  • Preis (UVP) 7
  • Nutzerbewertungen (2 Stimmen) 8.9
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Über den Autor

Marco

Blogger - Freelancer - Lebemann - Spaßkanone verheiratet, Familienvater, Sport-Fan, “Technik-Nööörd”, Social Media begeistert. (Fast) Immer gut drauf, witzig, nachdenklich, konstruktiv, neugierig, ironisch – gerne auch mal sarkastisch oder gar zynisch….!

8 Kommentare

  1. Avatar
    SH1970 veröffentlicht am

    Danke für den tollen Bericht und Test, ich habe das Huawei P 40 pro und bin richtig begeistert von dem Teil. Das fehlen der Google Dienste kann man als Handicap sehen oder auch nicht. Es gibt genug die es als Chance sehen! Vg Stefan

  2. Avatar
    Christian Eichholz veröffentlicht am

    Ich hatte bis vor kurzem beide Geräte und der Unterschied ist mir deutlich aufgefallen. Die Nachtaufnahmen und der Zoom sind zusammen mit der besseren farbwiedergabe und der erhöhten Stabilisierung definitiv dem P30 Pro überlegen. Von der Frontcam und den Videoaufnahmen wollen wir gar nicht erst anfangen. Und das hat bei weitem nicht alles mit Software zu tun! Allerdings gebe ich dir Recht, einem 0815 User würde ich auch das P30 Pro empfehlen, da die Sache mit den Apps ihm oftmals überfordert.

  3. Avatar
    Gary veröffentlicht am

    Hut ab für die offenen Aussagen zur Google Situation, kann der Empfehlung des P30 Pro für Otto Normaluser uneingeschränkt zustimmen!

  4. Avatar
    Warlock veröffentlicht am

    Erstmal Danke für diesen tollen Bericht Spitze.

    Ich hatte auch das P40 Pro und dachte so jetzt wird mein P30 Pro in Rente geschickt.
    Aber es kamm anders ich habe das P30 Pro behalten weil ich nicht so die gravierenden Unterschiede gefunden habe.
    OK 90hz Display aber dadurch würde das scrollen besser aber finde die Bild Qualität bei beiden sehr gut.
    Und das P40 Pro ist in Sachen Video besser als das P30 Pro.
    Aber sonnst ist das P30 Pro ebenbürtig.

  5. Avatar
    LARS veröffentlicht am

    Hallo Marco,
    eine Frage noch zum P40 Pro – gibt es bei der Kamera ein “Focus Tracking”, d.h. man macht einen “Fokus-Lock” auf ein “Objekt” und der Fokus bleibt auf diesem Objekt? Ich fand das immer sehr hilfreich beim Fotografieren der Kinder …
    Danke!
    VG, Lars

    • Marco
      Marco veröffentlicht am

      Im Idealfall sollte das die KI erkennen und das sich bewegende Objekt erkennen und dann automtisch Zoomen. Ich habe das mit sich bewegenden Sträuchern und dort den Blüten getestet. Das hat sehr gut funktioniert.
      Bei Aufnahmen mit Kindern würde ich zudem die Momente-Funktion (Golden Snap) probieren. Auch hiermit habe ich beim Testen gute Erfahrungen gemacht.

      • Avatar
        LARS veröffentlicht am

        Danke. Aufnahmen mit Kindern werde ich mit der Momente-Funktion definitiv testen. Nochmal zum Fokus-Lock/AF-Tracking: Manchmal bewege ich mich und möchte den Fokus auf einem Objekt haben/behalten. Mit der portierten Google Camera für mein Mi 9 funktioniert das sehr gut. Trotzdem – die “Co-Engineered with Leica” Kamera Hardware bei Huawei und Xiaomis mangelhafte Updatepolitik bzw. die deutlich schlechtere Performance der proprietären Kamera App des Mi 9 im Vergleich zu einer portierten Google Camera App (auf dem Mi 9) oder eben Huaweis Kamera App haben mich zur Anschaffung des P40 Pro bewogen …

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