Inhaltsverzeichnis

  • Lieferumfang und technische Daten
  • Design & Verarbeitung
  • Hard- und Software
  • Konnektivität
  • Akku + Laufzeit
  • Preis und Verfügbarkeit
  1. Lieferumfang und technische Daten
  2. Design & Verarbeitung
  3. Hard- und Software
  4. Konnektivität
  5. Akku/Akku-Laufzeit
  6. Preis & Verfügbarkeit
  7. Fazit

Nachdem ich bereits kurz nach Erscheinen das normale Mate 20 testen durfte, musste ich zugeben, dass ich doch nicht ganz zufrieden war. Zwar ist das Mate 20 insgesamt ein schönes Gerät, aber der nicht gerade berauschende Klang und besonders die Kamera konnten mich, vor allem im Vergleich zum Mate 20 Pro-Modell nicht wirklich überzeugen. Was wäre also der nächstliegende Kandidat, wenn man kein Freund einer großen Notch und In-Display-Fingerabdrucksensor ist? Natürlich das Mate 20 X! Aber ist das nicht doch etwas zu groß? Diese und weitere Fragen will ich für euch in diesem Test nun etwas näher beleuchten. Das Mate 20 X haben wir zu einem vergünstigten Kaufpreis von CECT – Shop * zur Verfügung gestellt bekommen.

Lieferumfang und technische Daten

Wir haben für unseren Test ein chinesisches Mate 20 X von CECT-Shop * genutzt. Inzwischen kann man sich das Standardmodell des Mate 20 X zwar auch bei MediaMarkt/Saturn bestellen oder bei den meisten Providern mit Vertrag bekommen, solltet ihr aber ein Blick auf das große Speicher-Modell mit 8 GB RAM und 256 GB internen Speicher geworfen haben oder die Farbe Silber bevorzugen, müsst ihr das Mate 20 X aber nach wie vor bei einem Importeur wie eben CECT-Shop bestellen. Von günstigen Schnäppchen bei Ebay und Co rate ich euch ab, da ihr hier im Falle eines Garantieproblems nicht sicher sein könnt, dass der Händler noch verfügbar ist. Zudem installieren Importeure bereits die wichtigsten Google-Apps für euch vor. Auch aus diesem Grund sollte man einen serösen Shop bevorzugen. Da hier andernfalls natürlich auch diverse Malware mitinstalliert werden könnte.

Im Lieferumfang meines Mate 20 X war folgendes enthalten:

  • Huawei Mate 20 X
  • SuperCharge Ladegerät (mit chinesischen Stecker)
  • Adapter für unsere Steckdosen (von CECT-Shop*)
  • USB Typ-C Kabel
  • Stereo-Kopfhörer mit Klinken-Anschluss
  • Schutzhülle
  • Werkzeug zum Auswerfen des SIM-Schacht
  • Schnellstartanleitung/Garantieunterlagen
  • zudem legt CECT-Shop auch noch ein Putztuch und zwei Silikon-Ständer zum Aufkleben bei
  • vorn und hinten sind jeweils eine Schutzfolie aufgebracht

Die wesentlichen technischen Daten des Mate 20 X im Überblick:

  • SoC: Kirin 980 Octa-Core, 2*Cortex A76 2,6 GHz + 2*Cortex A76 1,92 GHz + 4* Cortex A55 1,8 GHz
  • GPU: Mali G76
  • RAM/ROM: 6 GB / 128 GB (bzw. 8 GB / 256 GB China only), erweiterbar um bis zu 256GB durch Nano Memory Card
  • OS: Android 9.0 & EMUI 9.0
  • Display: 7.2″ (18.28 cm), OLED-Display, FHD+ mit 2.244 x 1.080 Pixel, ca. 346 ppi, 19,5:9
  • Akku: 5000 mAh, normales Huawei SuperCharge Ladegerät
  • Hauptkamera: 40 MP (Weidwinkelkamera, f/1.8 Blende) + 20 MP (Ultra-Weitwinkelobjektiv, f/2.2 Blende) + 8 MP (Telepobjektiv, f/2.4 Blende), Autofokus, unterstützt AIS (Huawei AI Bildstabilisierung).
  • Frontkamera: 24 MP f2.0
  • Gehäusematerialien: Metall/Glas
  • Maße: 85.4 mm Breite, 174.6 mm Höhe, 8.15 mm Tiefe, Gewicht: 232 g
  • Konnektivität: WLAN 802.11a/b/g/n/ac, 2,4 GHz and 5 GHz, Bluetooth , Type-C-USB 3.1-Anschluss (unterstützendes USB-Kabel, muss separat erworben werden, das Standard-USB-Kabel unterstützt USB 2.0), 3,5mm Kopfhöreranschluss, NFC
  • Sensoren: Schwerkraftsensor, Umgebungslichtsensor, Näherungssensor, Gyroskop, Kompass, Fingerabdrucksensor, Hallsensor, Lasersensor, Barometer, Infrarotsensor, Farbtemperatursensor
  • Bänder: alle Geräte der Mate-Serie unterstützen sämtliche bei uns verwendeten Frequenzen, auch LTE-Band 20
  • Farben: Midnight Blue (Deutschland), Phantom Silver (CECT-Shop)
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Design & Verarbeitung

Die Verarbeitung des Mate 20 X ist natürlich wie gewohnt sehr gut und eines Flaggschiffs würdig. Hier gibt es nichts zu beanstanden.

Das Design kommt einem sofort bekannt vor, da auch das Mate 20 X wieder die charakteristische Kameraanordnung auf der Rückseite aufweist, wie sie auch bei Mate 20 und Mate 20 Pro zu finden ist. Wäre da nicht die Größe könnte man auf den ersten Blick fast meinen, dass man das normale Mate 20 in der Hand hält. Die Glas-Oberfläche der blauen Farbvariante ist wie bei den Schwestermodellen auch strukturiert. Dadurch soll das Glas ein bisschen mehr Grip haben und ein bisschen weniger rutschig sein. Es soll das Smartphone widerstandsfähiger gegen Fingerabdrücke, da es die Oberfläche durch die Struktur etwas matter ist. Dies stimmt zwar, aber der Effekt ist doch eher überschaubar. Bei hellem Licht sind Fingerabdrücke trotzdem gut zu sehen und gegen das Rutschen ist ein Silikon-Case für die Rückseite die bessere Wahl.

Nichtsdesotrotz hat man an der Struktur seine Freude, da sie einfach sehr elegant und schick aussieht, vor allem wenn man es zwar farbig aber trotzdem etwas dezenter mag und einem mehrfarbige Farbverläufe zu auffällig sind. Die Struktur bietet ein nettes optisch unaufdringliches Highlight.

Auf den folgenden Bildern habe ich für euch das blaue Mate 20 X bei verschieden Lichtverhältnissen fotografiert, bei Regenwetter, Sonnenschein und unterschiedlicher Beleuchtung bei Nacht.

Mate 20 X (1)
Mate 20 X (3)
Mate 20 X (2)
Mate 20 X (11)
Mate 20 X (5)
Mate 20 X (7)
Mate 20 X (22)
Mate 20 X (20)
Mate 20 X (16)
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Mate 20 X (26)
Mate 20 X (37)
Mate 20 X (27)
Mate 20 X (30)
Mate 20 X (33)
Mate 20 X (32)
Mate 20 X (36)
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Das Einzige, was mich am Design des Mate 20 X etwas stört, ist dass auch hier die Kameraeinheit wieder etwas hervorsteht. Dadurch sammelt sich an der Kante herum bevorzugt Staub und Schmutz. Bei einem so großen Gerät hätte man die Mitte der Rückseite ruhig 1–2 mm dicker machen können, das würde das Design nicht weniger ansehnlich machen. Alternativ würde ich mir wenigstens einen leicht abgeschrägten Rand wünschen, damit sich der Staub zumindest nicht so sehr absetzen kann.

Bei der Vorstellung der Mate 20-Serie hatte ich noch überlegt, ob die Größe des Mate 20 X im Alltag nicht störend sein würde. Aber nachdem das Mate 20 mich nicht völlig überzeugen konnte, entschied ich mich für das Mate 20 X mit dem Gedanken an die Größe: “Egal, alles Gute ist nie beisammen”. Aber weit gefehlt, inzwischen schätze ich gerade die Größe des Mate 20 X. Mein altes Mate 9 kommt mir inzwischen ziemlich klein vor. Auch der Transport ist nicht so viel problematischer als bisher. Natürlich macht sich das Smartphone in einer hautengen Jeans mit kleinen Taschen eher schlecht. Das ist aber auch schon bei Geräten zwischen fünf bis sechs Zoll so. Generell ist mir der Transport in der Hosentasche aber ohnehin zu unsicher. Ich habe meine Smartphones meist in der Jacke, hier sind die Taschen groß genug und dank Reissverschluss kann es auch nicht so leicht herausfallen und eventuell beschädigt werden.

Im Sommer, wenn es wieder zu warm für Jacken ist, kommt es wie zuvor mein Mate 9 in den Rucksack, den ich für Geld, Papiere und Frühstück (Vesper/Brotzeit) bzw. kleinere Einkäufe ohnehin dabei habe. Somit ändert sich eigentlich nur, dass ich beim Jackenkauf noch mehr als früher auf die Taschengröße achte.

Hard – und Software

Fingerprintsensor und Entsperrung

Die Entsperrung per Fingerabdruck findet sich beim Mate 20 X als klassischer Sensor auf der Rückseite und ist wie immer sehr gut positioniert und blind zu finden. Wie ich auch schon im Mate 20 Test hervorgehoben habe, ist dies für mich immer noch die beste Position und Technik. Diese Ansicht gründet sich auf mehren Punkten. Zuerst ist da einmal die Funktionalität, ein eigenständiger Fingerabdrucksensor ist in seiner Schnelligkeit und Präzision bisher unübertroffen. In meinem direkten Umfeld gibt es auch das Mate 20 Pro mit dem Fingerabdrucksensor im Display, aber die Bedienung hier ist zäh und mühselig, braucht oft man mehrere Versuche und es ist lange nicht so schnell wie die klassischen Sensoren. Aber selbst wenn der In-Display-Fingerabdrucksensor bald verbessert werden sollte, gibt es noch einen weiteren Grund. So schätze ich bei einem eigenständigen Sensor auf der Rückseite die damit verbundene Gestensteuerung. Besonders das Herunterziehen der Schnelleinstellungsleiste mit einem Wisch von oben nach unten über den Sensor ist inzwischen ein so feste Gewohnheit, dass ich bei Geräten im Bekanntenkreis massiv irritiert bin, wenn es diese Funktion nicht gibt (Samsung S8). Leider vermisst man sie auch beim In-Display-Fingerabdrucksensor, zumal sie da natürlich ohnehin keinen Sinn machen würde.

Daher hoffe ich, dass wir auch in Zukunkt die Wahl haben werden und die Flaggschiffe einmal mit Sensor im Display und klassichen Sensor auf der Rückseite haben werden, sodass jeder nach seinen Vorlieben wählen kann.

Auch auf eine Entsperrung mittels eigenen IR-Sensor zur Gesichtserkennung muss man beim Mate 20 X verzichten. Mich persönlich stört dies aber nicht, im Gegenteil ich schätze die dadurch sehr kleine Notch im Display. Die große Notch vom Mate 20 Pro finde ich zwar auch nicht so schlimm aber, je kleiner desto besser. Natürlich kann man auch das Mate 20 X über die Gesichtserkennung entsperren, es arbeitet aber nur über die Frontkamera. Dies funktioniert bei ausreichender Beleuchtung auch ganz ordentlich, hat aber bekanntermaßen Probleme bei Dunkelheit. Ich persönlich nutze diese Funktion aber nicht, da ich oft nur schnell mal die Uhrzeit vom Lockscreen ablesen möchte. Die Entsperrung die bei aktivierter Gesichtserkennung zwangsweise erfolgt, ist mir dabei eher lästig.

Benachrichtigungs-LED

So gut mir die kleine Notch auch gefällt, so hat sie doch einen Nachteil. Sie ist so klein, dass kein Platz mehr für die Benachrichtigungs-LED ist. Das ist etwas schade, da ich mich doch sehr daran gewöhnt habe, dass mir eine eingegangene Nachricht mittels blinkender LED angezeigt wird. Stattdessen habe ich jetzt auf die Sperrbildschirmbenachrichtigung umgestellt. Das ist auch ok aber schöner wäre es natürlich, wenn sich in Zukunft wieder ein Plätzchen für die LED finden würde. Für mich persönlich müsste es auch nicht auf der Front sein, seitlich, unten oder oben im Rahmen wäre für mich genauso gut. Die LEDs blinken meist so hell, dass man es auch bei nicht perfekter Positionierung sehen würde.

Display

Das Display ist des Mate 20 X erscheint auf den ersten Blick riesig für ein Smartphone, ganze 7.2 Zoll stehen hier zur Nutzung bereit. Das ermöglicht einiges mehr an Informationen, die dargestellt werden können. Ich empfehle aber jeden, der nicht wegen schlechter Augen auf eine große Anzeige angewiesen ist, die Anzeige auf möglichst klein einzustellen, leider nutzen viele Apps die größere Fläche nämlich nicht nur dazu mehr anzuzeigen, sondern auch größer, was etwas ärgerlich ist, wenn man dies gar nicht möchte. Dies kann man zwar mittels Einstellung (Anzeige, Schrift- und Anzeigegröße) etwas zügeln aber leider nicht ganz unterbinden. Auf den nachfolgenden Bildern ist dies gut zu sehen.

Hier würde ich mir wünschen, dass Huawei bei seinen großen Geräten (auch Tablets) noch weitere Verkleinerungsstufen hinzufügt, damit man den größeren Bildschirm auch voll für mehr Informationen nutzen kann, so wie es bei den Einstellungen bereits sehr gut umgesetzt wurde.

Das Display selbst ist mit 2.244 x 1.080 Pixel angenehm scharf. Eine 2K-Auflösung gibt es zwar nicht, ist aber bei normaler Nutzung auch nicht notwendig und nur ein zusätzlicher Stromverbraucher. Einzig bei einer Nutzung des Smartphones in einer VR-Brille wäre dies sinnvoll.
Allerdings setzen sich hierfür immer mehr eigenständige VR-Brillen durch, die zusammen mit einem PC oder einer Spielkonsole betrieben werden.

Dafür bietet das Mate 20 X aber ein OLED-Display. Der Unterschied zum LCD ist hier zwar nicht mehr so groß wie noch vor ein paar Jahren, trotzdem ist das OLED-Display im Mate 20 X im direkten Vergleich etwas brillianter und die Farben ein wenig kräftiger. Der wirklicher Vorteil ist aber, dass man bei einem dunklen Hintergrund mit einem OLED-Display weniger Strom verbraucht. Huawei bietet hierfür sogar eine eigene Einstellungen an (Einstellungen – Akku – Oberfläche dunkler einstellen).

Wie auch beim Mate 20, so ist auch das Display des Mate 20 X sehr gelb voreingestellt, dies soll die Augen beim längerem Schauen auf das Display entlasten. Grundsätzlich zwar eine gute Idee aber mir persönlich dann doch etwas zu gelb aber natürlich kann man dies problemlos anpassen.

Lautsprecher und Klang

War der Klang beim normalem Mate 20 einer der Hauptkritikpunkte, so hat man beim Mate 20 X keinen Grund zur Klage. Ich würde zwar im direkten Vergleich meinen, dass der untere Lautsprecher bei meinem alten Mate 9 noch ein bisschen heller klingt, aber dafür hat der Telefonlautsprecher beim Mate 20 X, der sich beim Musikhören dazuschaltet, ordentlich Rums und steht dem Hauptlautsprecher kaum nach. Auch bei der maximalen Lautstärke lässt sich das Mate 20 X nicht lumpen und ist dabei so laut, dass man die so gehörte Musik nur mit einigem Abstand genießen sollte.

Das mitgelieferte Headset hingegen ist ganz ok, aber vom Hocker haut einem das Klangerlebnis hiermit nicht. Dafür kann es aber über den Klinkenstecker angeschlossen werden, der im Mate 20 X nach wie vor verbaut ist. Dies dürfte viele Fans und Besitzer hochwertiger Kopfhörer, die diesen nutzen sehr freuen. Natürlich stehen aber auch Bluetooth und USB-Typ C-Anschluss zur Verfügung.

Aber auch Telefonieren kann man mit dem Mate 20 X 😉 und zwar sehr gut. Ich habe zwar noch nicht versucht während eines richtigen Sturms zu telefonieren aber einen sehr windigen Tag hatte ich einmal. Wie gewohnt war dies kein Problem, mein Gesprächspartner verstand mich trotzdem sehr gut.

Speicher

Der interne Speicher des Huawei Mate 20 X ist mit 128 GB ordentlich groß. Wem das noch nicht reicht, hat wieder die Möglichkeit den Speicher zu erweitern. Wie auch beim Mate 20 und Mate 20 Pro erfolgt dies nicht über eine Micro-SD-Karte, sondern über eine NM-Card (Nano Memory). Bei uns ist diese derzeit nur in der Größe von 128 GB zu haben. Bei Importshops* kann man sie aber auch mit 256 GB erwerben.

Beim Mate 20 X wurde das dadurch mögliche Einsparpotential nun auch voll ausgeschöpft. Die Karten liegen nicht mehr hinter- sondern übereinander, somit ist der Kartenschlitten deutlich geschrumpft. Positiver Nebeneffekt, damit die Karten nicht herausfallen werden sie im Kartenschlitten eingerastet. Dadurch kann man sie sehr gut rein- und rausnehmen ohne, dass sie verrutschen oder verkanten.

Mate 20 X Test

Auch für mein Mate 20 X war eine NM-Card mit die erste Anschaffung und bisher bin ich absolut zufrieden. Fotos, Musik und Backups werden schnell und problemlos gespeichert und können auch jederzeit wieder abgerufen werden. Einzig, dass die NM-Cards nicht in andere Geräte gewechselt werden kann ist ein Nachteil. Aber ich persönlich und wahrscheinlich auch die meisten von euch wechseln die selbst Micro-SD-Karten nur sehr selten, da dies doch echt umständlich ist und man immer erst einmal nach eine SIM-Nadel kramen muss. Von daher ist es mir persönlich egal ob Micro-SD- oder NM-Card, Hauptsache ich habe eine Speichererweiterung die immer verfügbar ist.

Mate 20 X Test Mate 20 X Test

EMUI 9.0

Wie auch das Mate 20 und Mate 20 Pro erschien das Mate 20 X direkt mit EMUI 9.0 und insgesamt läuft auch alles sehr gut. Doch bei den Designs gibt es noch immer ein kleines Problem mit den Icons. Die “benutzerdefinierten Symbole” der Design-App funktionieren inzwischen einwandfrei aber bei den Icons gibt es immer noch Probleme.

Nach wie vor werden einige Icons nicht in das Design einbezogen. Dies betrifft ganz unterschiedliche Designs, die alle ganz aktuell aus dem Design-Store heruntergeladen wurden. Auffällig ist, dass immer die selben Apps betroffen sind.

Aber auch viele posivie Neuerungen bringt EMUi 9.0 auf dem Mate 20 X mit. So gibt es in den Schnelleinstellungen eine neue App namen “Darker”. Wie das gleichnamige Pendant, welches ich als Drittanbieterapp seit Jahren auf meinen Geräten habe, kann dies das Display abdunkeln, sogar noch unter die minimalste Einstellung. Beim OLED-Display des Mate 20 X finde ich dies jetzt nicht wirklich nötig aber bei LCD-Displays ist diese Funktion sehr nützlich, wenn man sein Smartphone in sehr dunklen Räumen benutzt.

Mate 20 X Test Mate 20 X Test

Konnektivität

Egal ob Sprachqualität, getestet im Telefónica-Netz, mobile Daten, WLAN, Bluetooth alles lief wie gewohnt zuverlässig und in einwandfreier Qualität. Mein Mate 20 X ist die chinesische Version, trotzdem musste ich keine Bedenken wegen LTE-Band 20 haben. Da die Mate-Reihe immer alle unsere Frequenzen unterstützt, auch in den chinesischen Geräten.

Ebenso habe ich die Verbindung mit der Freisprecheinrichtung getestet. In unserem Smart funktionierte dies ebenso tadellos.

Auch wenn das Mate 20 X keinen Infrarotsensor zur Gesichtserkennung besitzt, so hat er aber sehr wohl einen für die Fernbedienungsfunktion. Ich persönlich schätze ihn hier sogar viel mehr als bei der Gesichtserkennung. Die Fernbedienung im Mate 20 X kann die wichtigsten Funktionen der meisten Fernbedienungen für unsere Unterhaltungselektronik übernehmen. Somit muss man nicht immer alle Fernbedienungen zu Hand haben, sondern kann auch mal schnell mit dem Smartphone an/aus-schalten oder lauter/leiser machen.

Akku + Laufzeit

Seit jeher steht die Mate-Reihe für eine gute Akkulaufzeit doch das Mate 20 X ist mit seinem 5000 mAh-Akku der absolute Spitzenreiter. Auch bei noch so intensiver Beanspruchung ist es kaum möglich diesen Akku leer zubekommen. Für meinen Test habe ich den Rückreisetag aus unserem Spanien-Urlaub gewählt. An diesem habe ich fast den ganzen Tag Musik/Hörbücher gehört, zeitweise über Bluetoothkopfhörer. Während der Wartezeiten auf den Flughäfen und während des Fluges diverse Games gespielt und im Hintergrund Maps laufen lassen, um den Flug zu verfolgen. Den restlichen Tag surfen im Netz und Nutzung diverser Apps. Aber trotz dessen hatte ich am Abend noch über 20% Restakku. Bei meiner üblichen Nutzung sind zwei Tage überhaupt kein Problem.

Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 20 X ist ohne Vertrag bei uns nur bei MediaMarkt und Saturn erhältlich. Als einzige Farbe gibt es Midgnight Blue und auch bei der Speichergröße sind ausschließlich 128 GB zu haben. Diese Monopolstellung der MediaMarkt/Saturn-Gruppe hält leider den Preis hoch. Er liegt unverändert bei 899,- €.

[WERBUNG]

Wer Silber als Gerätefarbe bevorzugt oder die größere Speichervariante haben möchte kommt um einen Import nicht herum. Es gibt diverse China Handy Shops, die das Mate 20 X im Portfolio haben. Wir empfehlen den CECT-Shop. Hier gibt es deutsche Ansprechpartner und die Firma sitzt direkt in Shenzhen. Außerdem sind hier preislich die Smartphones auch ein gutes Stück günstiger im Angebot. Bedenken sollte man jedoch Versandkosten und die Einfuhrumsatzsteuer (Mehrwertsteuer), die noch dazu kommen und dass man nicht die europäische Version bekommt, sondern die internationale. Wer Angst hat, dass dann keine Updates mehr kommen, den können wir auch beruhigen, dem ist nicht so.

Der Versand via DHL Express, die Bezahlung via Überweisung (auf ein europäisches Konto) und die komplette Abwicklung (komplett auf deutsch) liefen dabei bei uns völlig problemlos.

Das Mate 20 X bei CECT ab 689,- EUR kaufen

 

Fazit zum Mate 20 X Test

Ist das Mate 20 X nun mein perfektes Smartphone? Die Antwort hierauf ist ein klares “Ja”. Natürlich sind Geschmäcker verschieden, aber für mich hat das Mate 20 X alles, was ich brauche und wollte. Ich gebe ihm jederzeit den Vorzug, auch vor dem Mate 20 Pro. Es ist ihm sogar gelungen, meine ursprünglich Skepsis bezüglich der Größe zu zerstreuen. Trotzdem bleibt es natürlich ein Smartphone und ich nutze es als solches. Ein Ersatz für ein Tablet ist das Mate 20 X nicht. Etwas ärgerlich ist das geringe Angebot in Deutschland und die dadurch nach wie vor hohen Preise. Aber da das Mate 20 X ursprünglich gar nicht bei uns verkauft werden sollte, darf man sich wohl nicht beschweren.

 

Wenn ihr euch wundert, dass hier im Testbericht noch einige wichtige Punkte fehlen, dann bitte ich euch noch um ein wenig Geduld. Gaming und Fotografieren mit dem Mate 20 X kommen in den nächsten Tagen als eigene Artikel.

Bewertung

9.1 Awesome
  • Design/Verarbeitung 9
  • Leistung 10
  • Display 9
  • Kamera 9
  • Konnektivität 10
  • Techn. Ausstattung 9
  • Sound 8
  • Akku + Laufzeit 10
  • Preis 8
  • Nutzerbewertungen (10 Stimmen) 6
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Über den Autor

Vielseitig interessierte Bloggerin, die auch gern mal über den Tellerrand schaut und Katzen in jeder Größe liebt.

11 Kommentare

  1. Mike Merten veröffentlicht am

    Super geschrieben, ich teile deine Ergebnisse zu 100 %.
    Mit den Icons sehe ich nicht so eng, da ich den Nova Launcher verwende, die Emui – Icons sind mir einfach zu groß
    Lieben Dank für deine Mühe, diesen Artikel zu verfassen.
    Ich liebe mein Xer…

    • Berit Engmann veröffentlicht am

      Vielen Dank Mike Merten, es freut mich dass dir mein Test gefallen hat.
      Klar ein anderer Launcher ist eine Option. Da sie die in China aber nicht mehr zulassen sollten sie das im Interesse ihrer Kunden schon langsam mal auf die Reihe kriegen. Aber ich stimme dir zu die Icon sind wirklich sehr groß auf den Tablets ist es noch schlimmer. Aber deswegen mag ich Umrandungen, die Apps wirken dadurch kleiner. 😉

  2. Eule veröffentlicht am

    Leider zu teuer, wenn ich mit meinem Mi Max 3 vergleiche. Und ja ich weiß über Display Unterschied Bescheid und andere Unterschiede kenne ich auch. Leider muss hier Huawei ein bisschen diese Apple Spielchen mit dem Preis belassen….

    • Berit veröffentlicht am

      Hallo Sven,

      Das Mate 20X hat Spritzwasserschutz (IP53). Natürlich wäre IP68, also Schutz bei kurzem Eintauchen noch besser aber das gibt es nur beim Mate 20 Pro und das Mate 20 RS.

  3. Max veröffentlicht am

    Hallo, wie heißt das weiter oben abgebildete Design mit blauem Hintergrund und schwarzen runden Icons mit weißem Rand? Es gefällt mir nämlich, doch ich finde es leider nicht… Vielen Dank schon mal vorab!

    • Berit Engmann veröffentlicht am

      Hallo Melanie,

      chinesisches und europäisches Modell trifft es besser. Bei der Hardware gibt es keine Unterschiede, außer dass der Stromanschluss anders ist und einen Adapter benötigt, um ihn bei uns zu nutzen (vom Shop beigelegt). Die Hauptunterschiede liegen in der Software. In China sind Google-Apps verboten, daher hat man erstmal nur den PlayStore, Playdienste und Gmail, weil dies vom Shop nachinstalliert werden, was man sonst noch braucht, muss man sich aus dem Playstore dann selbst installieren. Dafür hat man für alles Google-Apps inklusiver Chrome chinesische Alternativen drauf. Die meisten davon habe ich deinstalliert oder deaktiviert. Die Musik-App konnte ich durch die europäische Version (aus dem Internet) ersetzen.
      Man hat also beim chinesischen Modell etwas mehr Aufwand beim Einrichten danach kann man es aber ganz normal nutzen. Auch Updates kommen problemlos an.

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