HUAWEI Pay Header

HUAWEI Pay: Mobiles Bezahlen auch ohne Google – das geht (gut)!

Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich hier die positive Headline platziert:

HUAWEI Pay: Ja, es kommt!

Und unser Optimismus schien sich auch tatsächlich in konkreter Umsetzung bei HUAWEI zu bestätigen. Denn tatsächlich startete dann – wenn auch nicht mehr wie versprochen in 2020 – Anfang diesen Jahres offiziell HUAWEI Pay in Deutschland.

Inzwischen ist wieder einiges an Zeit ins Land gegangen. Zeit sich HUAWEI Pay auf dem aktuellen Stand einmal anzuschauen. Was hat sich getan?
Und darüber hinaus auch die weiteren mobilen Zahlungsmöglichkeiten, die man auch ohne Google Mobildiensten auf aktuellen HUAWEI Geräten nutzen kann. Hier habe ich zwei aktuelle Lösungen selber in Nutzung, die ich euch vorstellen möchte.

Hier könnte Ihre Werbung stehen! :)

HUAWEI Pay mit Bluecode

Das offizielle HUAWEI Pay in der Wallet App auf den HUAWEI Geräten unterstützt in Deutschland bislang weiterhin nur den Zahlungsdienst Bluecode.

Das Verfahren ist ziemlich einfach. Ihr verknüpft euer Girokonto zunächst mit Bluecode. Das funktioniert nach eigenen Angaben mit jedem Girokonto in Österreich und Deutschland. Bei jedem Kauf wird ein neuer, einmal für vier Minuten gültiger Barcode erstellt, der einen direkten Bezahlvorgang vom hinterlegten Bankkonto auslöst. Alternativ kann man einen QR-Code des Händlers einscannen, anschließend den Zahlbetrag wählen und den Zahlungsvorgang so auslösen.

Eine ausführliche Anleitung findet ihr in unserem Artikel.

Und wer einen Eindruck vom Bezahlen mit Bluecode verschaffen möchte, der ist beim nachfolgenden Video genau richtig. Denn Rainer ist sofort nach Verfügbarkeit des Dienstes für euch losgefahren und hat bei GLOBUS das mobile Bezahlen mit Bluecode für euch getestet.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Nachteile von Bluecode

Während man das Fehlen von NFC-und Smartwatch-Unterstützung vielleicht noch verschmerzen kann, hat Bluecode aber einen ganz großen und entscheidenden Nachteil in Deutschland: es gibt wenige Akzeptanzstellen.

Zwar konnte man seit dem Start mit Rossmann und scheinbar auch Müller zwei große Drogeriemarktketten hinzugewinnen. Aber das alltägliche Bezahlen im Supermarkt ist – abgesehen eben von GLOBUS – weiterhin nirgends möglich.

Hier bleibt also erst einmal am Ende des Jahres festzuhalten, dass ein „rasantes“ Wachstum mit Zuwachs bei Akzeptanzstellen bislang leider nicht funktioniert hat.

Stocard

Das bringt uns dann zum nächsten Zahlungsanbieter, der uns dann Anfang Juni vor allem im Kontext des Watch 3 Launch als neuer Kooperationspartner präsentiert wurde – Stocard.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Und gleich zum Start der Watch 3 gab es von Stocard auch direkt eine App für die Smartwatch. Doch die Ernüchterung folgte schnell. Denn auf meine Nachfrage zur Bezahlfunktion über die Smartwatch musste man eingestehen, dass diese „noch“ nicht zur Verfügung steht. Aber es wurde schon deutlich gemacht, dass diese kommen soll und man daran konkret arbeitet.
Nach knapp einem halben Jahr ist in dieser Richtung allerdings für den Nutzer bislang nichts sichtbar geworden.

Aber dafür funktioniert Stocard auf dem Smartphone einwandfrei. Und das eben auch ganz unabhängig von Google Mobildiensten.

Nach dem Donwload und der Registrierung bei Stocard kann man eine virtuelle Kreditkarte (Mastercard) generieren. Diese fungiert dann zukünftig als Prepaid-Kreditkarte. Das bedeutet, dass die Kreditkarte zunächst aufgeladen werden muss. Diese Aufladung erfolgt über eine vorhandene VISA oder Mastercard. Anschließend steht dieser aufgeladene Betrag dann für Zahlungen zur Verfügung.
Die Aufladung kann dabei übrigens sowohl jedesmal manuell erfolgen, ihr könnt aber auch auswählen, dass eure Stocard Mastercard automatisch aufgeladen wird, wenn das Guthaben unter einen bestimmten Betrag fällt. Dieses Verfahren kennt man von Prepaid-Verträgen bei Mobilfunkverträgen.

Überall wo Mastercard als Zahlungsmittel akzeptiert wird, kann man dann bequem via NFC zahlen. Das funktioniert in der Praxis genau so wie es soll – einfach und unkompliziert. In den rund 5 Monaten Nutzung auf dem Mate 40 Pro (OHNE Google) hat das wirklich immer und überall problemlos funktioniert; egal ob Tankstelle, Supermarkt oder Einzelhandel.

Curve

Noch näher dran an den bekannten Bezahlverfahren wie Google Pay oder Apple Pay ist man dann mit Curve. Auf Curve wurde ich vor kurzem aufmerksam, als die App in der HUAWEI AppGallery erschien. Zumal man diese App auch noch zusätzlich über den HUAWEI Mobile Services Newsletter aktiv beworben hatte. Eine offizielle Pressemitteilung hierzu blieb jedoch aus. Und das obwohl es ja derzeit gefühlt zu jeder neuen App eine eigene Pressemitteilung gibt. Aber lassen wir den Sarkasmus. Vielleicht will man hier auch einfach eigene, bestehende Kooperationspartner weiter unterstützen. Nur müssen die dann eben auch bald liefern, da die Konkurrenz sie hier überholt hat.

Denn wie schon gesagt, ist Curve für mich derzeit die beste Alternative.

Curve ist eine Zahlungskarte, die über die zugehörige App mehrere Zahlungskarten zusammenfassen kann. Der Nutzer hat dann die Möglichkeit Zahlungen und Abhebungen von einer einzigen Karte vorzunehmen. Mit welcher Karte die jeweilige Zahlung via Curve dann beglichen wird, kann der Nutzer selber entscheiden.

Ihr hinterlegt hier hier einfach eure vorhandene Debit- oder Kreditkarte, bzw. Karten. Unterstützt werden dabei aktuell Mastercard, Visa, Diner und Discover. Und das war es dann auch im Grunde schon und ihr könnt mit Curve mobil bezahlen.
Der Betrag wird dann anschließend der hinterlegten Kreditkarte belastet. Habt ihr hier mehrere, könnt ihr eben – wie eingangs schon erwähnt – auswählen, womit die Zahlung bei Curve ausgeglichen werden soll.

HUAWEI Pay

Smart bezahlen
Bezahle kartenlos: einfach, schnell und sicher. Das ist überall dort möglich, wo kontaktlose Zahlungen erlaubt sind: Achte einfach auf das entsprechende Symbol. Noch dazu – da deine Curve-Karte über eine kontaktlose Technologie verfügt, werden auch alle deine angeschlossenen Karten kontaktlos.

HUAWEI Mobile Services

Die Zahlung erfolgt hier natürlich dann über NFC. Sofern ihr dabei Curve als Standard im Smartphone hinterlegt habt, reicht es, einfach das Smartphone an das Zahlungsterminal zu halten.

Wer möchte kann diese kostenlose Karte upgraden. Das ist dann ebenso wie bei bekannten Kreditkartenangeboten kostenpflichtig und man erhält im Gegenzug Zusatzleistungen, wie Versicherungen oder (vergünstigten) Lounge-Zugang an Flughäfen.

Auch wenn ich Curve jetzt erst seit etwa einem Monat testen kann, ist mein Fazit bisher eindeutig: damit hat man alles, was man seit Wegfall der Google Mobildienste und somit dem „Verlust“ von GPay vermisst hat, wieder vollkommen zurück.

Einzig die auch hier noch fehlende Unterstützung für die (HUAWEI) Smartwatches könnte ich aktuell als Kritikpunkt anbringen.

Fazit zum mobilen Bezahlen mit HUAWEI (ohne GMS)

Mit Stocard kam eine erste wirklich brauchbare und für den deutschen Markt auch alltagstaugliche – da nutzbare – Alternative. Ein Manko war hier aber der Umweg über die Prepaid-Funktion. Das vorherige Aufladen vor der Nutzung kann je nach Einsatz der Kreditkarte, bzw. des Dienstes schon umständlich sein. Vor allem, wenn man mit der Kreditkarte eben das ganze Zahlungsspektrum, also vom Kaffee bei Starbucks bis hin zu teuren Einkäufen im Einzelhandel, abdecken möchte.

Dieses Manko kann man dann aber eben seit kurzem mit Curve streichen. Denn hier wird direkt die vorhandene Kreditkarte hinterlegt und Zahlungen werden dann auch direkt dieser Kreditkarte belastet. Die Zahlung erfolgt dann anhand der dort gültigen Zahlungsmodalitäten.

Die hier vorgestellten Zahlungsverfahren sind alle komplett unabhängig von den Google Mobildiensten. Somit ist eine Nutzung dann auch auf den aktuellen HUAWEI Geräten problemlos möglich. Bei mir gab es hier mit dem Mate 40 Pro bei inzwischen diversen Einsätzen nie Probleme beim Zahlungsvorgang. Und auch nicht – was sicher auch für viele wichtig ist – bei der Abrechnung auf der Kreditkarte. Hier stimmten die Zahlungsbeträge selbstverständlich immer korrekt überein. Es handelt sich hier also – für alle Skeptiker – nicht um „dubiose“ Workarounds, sondern tatsächlich schlicht und einfach um brauchbare Alternativen zu etablierten Standarddiensten.

HUAWEI Pay Standrad Bezahl-App

Und eure Erfahrungen?

Wie bezahlt ihr aktuell? Nutzt ihr eure Smartphone und vielleicht sogar einen der oben genannten Dienste? Was sind da eure Erfahrungen? Wo seht ihr Vor- oder Nachteile? Über eure Kommentare hier unter dem Artikel oder auf Social media – vor allem unserer riesigen HUAWEI Community auf Facebook – würden wir uns freuen.

Hier könnte Ihre Werbung stehen! :)

2 Kommentare

  1. Jean 23. November 2021
  2. Adrian 23. November 2021

Schreibe einen Kommentar

Die folgenden im Rahmen der DSGVO notwendigen Bedingungen müssen gelesen und akzeptiert werden:
Durch Abschicken des Formulares wird dein Name, E-Mail-Adresse und eingegebene Text in der Datenbank gespeichert. Für weitere Informationen wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung.