“A new hope” war – als alter Star Wars Fan – mein erster Gedanke, als ich heute morgen den Artikel der New York Times las.

Trump Green-Lights Some Sales to Huawei

New York Times

Übersetzt: Trump gibt grünes Licht für einige Verkäufe an HUAWEI.

Im Mai hatte die USA HUAWEI auf die Entity List gesetzt. Diese Blacklist verbietet – entgegen häufig getätigter Aussagen – nicht grundsätzlich den Handel zwischen US-Unternehmen und denjenigen, die auf der Blacklist stehen. Aber es kann diesen ungemein erschweren. Denn für jede Geschäftsbeziehung ist eine seperate Genehmigung durch die US-Behörden notwendig.

So konnte Google das HUAWEI Mate 30 (Pro) nicht lizensieren, da ein entsprechender Antrag durch die zuständige Behörde schlicht nicht bearbeitet wurde.
Bis August wurden beim Handelsministerium Berichten zufolge mehr als 130 Anträge auf Erteilung von Lizenzen für den Verkauf von US-Waren an Huawei gestellt. Die Trump-Administration teilte im Juni mit, dass einige Verkäufe im Rahmen der Lizenzen zulässig seien, aber noch keine ausgestellt wurden.

Das soll sich nun ändern!

Denn angeblich plant die Trump-Regierung bald eben solche Lizenz-Anträge zu bearbeiten und auch entsprechende Lizenzen zu erteilen. Dabei soll es um solche Waren und Dienstleistungen gehen, die keine Sicherheitsrelevanz haben.

Allerdings muss man an dieser Stelle erwähnen, dass Trump dies schon einmal, nach dem Treffen beim G20 Gipfel in Osaka, zugesagt hatte. Passiert ist faktisch allerdings nichts.
Allerdings treffen sich diese Woche erneut die Verhandlungsführer aus China und den USA zu weiteren Gesprächen in diesem Handelskrieg. Und nachdem China schon Unmengen amerikanischer Soja-Bohnen gegkauft hat – als Zeichen des guten Willens – könnte man dies als gleichbedeutende Geste sehen, um konstruktiv in die neue Gesprächrunde zu gehen.

Erfolg für HUAWEI’s “Zeitspiel”?

Das “Spielen auf Zeit” seitens HUAWEI in dieser causa, könnte also letztlich von Erfolg gekrönt sein. Viel wurde diskutiert, viel wurde geschrieben und viel wurde auch kritisiert. Vor allem auch, dass HUAWEI keine klare Stellung bezogen hat. Auch ich habe das kritisiert.
Doch nun könnte sich – durchaus überraschend – die Situation schnell zum besseren wenden.

Huawei Mate 30 Pro Colors

Konkret könnte dieser Schritt bedeuten, dass die Mate 30 Reihe demnächst die derzeit fehlende Lizenzierung von Google erhält.
Voraussetzung dafür ist, dass Google den entsprechenden Antrag bei der zuständigen US_Behörde eingereicht hat. Davon gehe ich allerdings stark aus, da auch Google ein berechtigtes (wirtschaftliches) Interesse daran hat, die Geschäftsbeziehungen mit der Nummer 2 auf dem Smartphonemarkt fortzusetzen.
Dieser Antrag müsste dann von der Administration genehmigt werden. Die weiteren Schritte der Umsetzung der Lizenzierung bei Google, sowie die Aktualisierung der Firmware auf den Mate 30 (Pro) Geräten, dürfte dann recht schnell gehen.

Kurzum, es ist durchaus realistisch, dass im November das Mate 30 (Pro) in gewohnter Art und Weise – also mit Google Apps und Google Diensten – auf den deutschen/europäischen, respektive internationalen Markt kommt!

Offizielle Stellungnahmen gibt es bislang noch nicht! Aber sobald sich hier wirklich eine Umsetzung und damit ein sehr positives Signal für alle HUAWEI-Interessierten abzeichnet, dürfte es nicht lange dauern, bis diese Information die Runde macht!

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Über den Autor

Marco

Blogger - Freelancer - Lebemann - Spaßkanone verheiratet, Familienvater, Sport-Fan, “Technik-Nööörd”, Social Media begeistert. (Fast) Immer gut drauf, witzig, nachdenklich, konstruktiv, neugierig, ironisch – gerne auch mal sarkastisch oder gar zynisch….!

4 Kommentare

  1. Avatar
    SH1970 veröffentlicht am

    Es wäre am besten wenn der US Präsident abgesetzt wird, dann hat nicht nur Huawei Ruhe, sondern auch der Rest der Welt

  2. Avatar
    Daniel_Becket veröffentlicht am

    Es wäre wünschenswert, wenn die Lizenz rasch erteilt werden würde. Denn Xioami Alpha, Microsoft Surface Duo etc. haben den Blinker bereits zum Überholen gesetzt. Dazu gesellen sich aktuell noch dunkle Wolken über die Filmkamera vom Mate 30*. (Siehe den Test von “TECHTablets” auf YouTube). Allerdings würde es sich bei den getesteten Geräten um einen Direktimport aus China handeln und ohne das Update, welches die Testgeräte von “dxomark” hatten. Es wird also noch sehr viel zu berichten geben.

  3. Avatar
    Dirk Faßbender veröffentlicht am

    Wer brauch schon Google. Allerdings ohne kann die USA nicht mehr spionieren. Also lieber eine Genehmigung erteilen. Dann geht es wieder los mit sinnloser permanenter Werbung durch Google. Prost Mahlzeit.

    • Avatar
      Rüdiger veröffentlicht am

      Naja, das ist aber nicht zuende gedacht. Ohne Google Dienste siehts aktuell in der westlichen Welt äußerst mau mit kompatiblen Apps aus. Es gibt derzeit keine brauchbaren Alternative zum Google Playstore. In den herstellereigenen Appstores sind nur ein Bruchteil der derzeit erhältlichen Apps vorhanden. Zudem liegt die Lizenz einiger der weitverbreitesten Apps bei Google.

      Natürlich wäre es gut wenn sich Alternativen auftuen würden, die gibts aber nicht über Nacht und müssen sich erstmal durchsetzen. Soweit ich das gerstanden habe müssten Apps zur Veröffentlichung über andere Stores umprogrammiert werden.

      Also, lieber erstmal noch mit Google und parallel Alternativen etablieren! Aber nicht nur zum Playstore – sondern die ganten anderen marktführenden Datenkraken Apps. Ich weiss übrigens nicht ob man asiatischen Apps mehr vertrauen kann als amerikanischen oder sonstwelchen…

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