HUAWEI MateBook D16 2022 Titelbild Test

HUAWEI MateBook D16 (2022) im Test – Rückkehr zu Intel

In den vergangenen Wochen konnte ich, nachdem HUAWEI eine neue Generation des D16 Modell im Rahmen des MateBook und Smart Office Launches präsentierte, dieses auch im Alltag ausgiebig testen. In diesem Review wollen wir euch das neue Gerät genauer vorstellen, auf Neuerungen eingehen und gleichzeitig feststellen, ob sich die Rückkehr zu Intel Prozessoren gelohnt hat. Solltet ihr unseren Test zum Vorgänger des diesjährigen D-Flaggschiffs verpasst haben, dann schaut doch gerne nochmal vorbei! 🙂

Wie bereits aus all unseren Gerätetests gewohnt, haben wir auch dieses Review in übersichtliche Teilbereiche aufgeteilt.

Ein großer Dank für die Bereitstellung des Produkts geht an HUAWEI Deutschland!

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Unboxing & Technische Daten

Geliefert wurde mir das HUAWEI D16 in einem großen Karton. Genauer gesagt, in einem von der D-Serie gewohnten braunen HUAWEI Karton mit Tragegriff. Gewohnt, nur eben in Übergröße. Enthalten war hier nicht nur das Notebook selbst, sondern auch ein überarbeitetes und neues 65W Netzteil sowie das dazugehörige Notebook Ladekabel mit USB Typ C Anschluss. Last but not least, durfte der Papierkram wie Kurz-Anleitung und Garantie-Beiblatt natürlich nicht fehlen.

HUAWEI MateBook D16 (2022) Unboxing

Lieferumfang:

  • HUAWEI MateBook D16 (2022)
  • HUAWEI Netzteil 65W
  • HUAWEI USB Typ-C Ladekabel
  • Kurzanleitung
  • Garantiekarte

Und auch technisch möchte ich für euch ein kurzes Round-Up auf das neue D16 Modell geben – immerhin kommt dieses wieder mit Intel Prozessor der 12. Generation an den Endkunden.

Technische Spezifikationen

Technische DatenHUAWEI MateBook D16 (2022)
BetriebssystemWindows 11 Home (64-Bit)
Abmessung
(B x H x T)
356,7 x 18,4 x 248,7 mm
Gewichtca. 1,7 kg
Display16 Zoll IPS (16:10 Seitenverhältnis)
1920 x 1200 Pixel, 142 PPI, 300 Nits max. Helligkeit
CPUIntel Core i5 – 12450H / Intel Core i7-12700H
GrafikkarteIntegrierte Intel UHD Grafik / Integrierte Intel Iris Xe Grafik
RAM 16 GB DDR4 2.666 MHz
SSD 512 GB NVMe PCIe SSD
Akku60 Wh (Nennleistung) Lithiumpolymer Akku
Anschlüsse2x USB Type-C, HDMI, 3,5mm Klinkenbuchse, 2x USB-A
WLAN802.11 a/b/g/n/ac/ax | 2,4 und 5 GHz | WPA, WPA2, WPA3
VerbindungenBluetooth 5.1 | NFC (HUAWEI Share als NFC Tag)
SensorenEinschalter mit Fingerabdrucksensor
Touchpad mit Multi-Touch Funktion

Design & Verarbeitung

Nachdem ich in den letzten Monaten eher kompakte Notebooks und Convertibles von HUAWEI testen durfte, erwartete mich mit dem HUAWEI MateBook D16 der neuesten Generation wieder ein ordentlicher „Klopper“. Doch ungewohnt war dies für mich keinesfalls – denn bisher nutzte ich im Alltag auch häufig den Vorgänger, welcher dank großem Display für entsprechend viel Produktivität im Multi-Window sorgt.

Die direkte Auffälligkeit zum Vorgänger? Nun ja, das neue HUAWEI MateBook D16 verfolgt einen komplett anderen Formfaktor. So ist das Gerät mittlerweile weniger breit, sorgt dafür aber für eine minimal höhere Tiefe. Dies bringt automatisch mehr Höhe mit sich, worauf wir im Bereich Display nochmals genauer eingehen. Alles in allem konnte HUAWEI das Gewicht von ca. 1,7 kg halten, welches zwar im Vergleich zu kleineren Modellen als „schwer“ zu bezeichnen ist, bei einem 16 Zoll Modell in meinen Augen allerdings absolut in Ordnung ist. Ziehe ich hier einen Vergleich zu anderen Geräten, kommen diese nicht zwingend besser davon – trotz schlechterer Verarbeitung.

HUAWEI MateBook D16 (2022) Designvergleich
Vorne: D16 (2021), Hinten: D16 (2022)

Doch wenn wir schon beim Thema Verarbeitung sind, dann lässt sich auch hier wieder sagen: HUAWEI schafft mit dem MateBook D16 (2022), wofür man sie seit Einführung des ersten Notebooks kennt. Und auch wenn die D-Serie schon eher die „Einstiegsklasse“ der MateBook Modelle ist, lässt HUAWEI dies die Nutzer keinesfalls spüren. Ein hochwertiges Aluminium Gehäuse sowie klassisch und schlicht aussehende Farben wie in diesem Fall „Space Gray“ lassen das Gerät in einem sehr guten Licht dar stehen. Scharfkantige Ecken sind auch bei dem diesjährigen D16 Fehlanzeige, und der verbaute Anteil von Kunststoff (Displayrahmen) wirkt weder billig noch undurchdacht.

Zu guter Letzt, lasst uns nochmal kurz das Thema „Design“ anreißen. Anreißen aus diesem Grund, da es tatsächlich nicht viel hierzu zu sagen gibt. Seit Jahren setzt der Hersteller auf schlichte Designs, und auch dieses Jahr setzt man diesen Ansatz fort. Ein schlichter HUAWEI Schriftzug sowie die „Space Gray“ Farbe ergeben in Kombination mit den bisher weiter abgerundeten Geräteecken ein Gesamtbild ab, sodass jeder Nutzer dieses Gerät in der Kategorie hochwertiger „Office-“ und „Produktivitäts-“ Maschinen einordnet. Mir persönlich gefällt dieser einfache Ansatz sowie die damit verbundene Verarbeitung.

Display

Auch wenn ich überwiegend im Alltag mein kompaktes und mobileres MacBook Pro mit 14 Zoll und atemberaubender Akkulaufzeit schätze, kommt das HUAWEI MateBook D16 bei mir vor allem bei produktiven aber dennoch mobilen Einsätzen mit Multi-Window zum Einsatz. So konnte das diesjährige Modell mein bisher genutztes D16 einfach ablösen und mich in den vergangenen Wochen im produktiven Alltag begleiten. Und was soll ich sagen, das 16 Zoll Display ist vor allem zum Bloggen optimal geeignet, wenn man parallel auf andere Artikel verweisen möchte oder eben einfach mal fix wie in diesem Test die technischen Daten mit dem Hersteller abgleichen möchte. Es sorgt nicht nur für eine einfachere Handhabung, sondern macht die Arbeit auch sehr viel effizienter. Und obwohl ich ganz „Office“-like meinen 35 Zoll Curved Monitor im Büro gewohnt bin, ist der Einsatz eines 16 Zoll Notebooks bei sommerlichen Temperaturen wie aktuell auf unserer Terrasse einfach extrem GEIL!

Apropos technische Daten. Werfen wir hier mal einen genaueren Blick drauf, kommt das Gerät tatsächlich mit vollständigen 16 Zoll an den Endkunden. Keine 15,2 Zoll, keine 15,6 Zoll – sondern wirklich 16 Zoll mit einem neuen Seitenverhältnis von 16:10. Dies sorgt für mehr Höhe und gleichzeitig weniger Breite. Im Alltag ist mir hierbei aufgefallen, dass es bei paralleler Nutzung von zwei ausgefüllten Browserseiten natürlich weniger praktisch ist wie mit dem vorherigen HUAWEI MateBook D16 (16:9) – doch wirklich extrem störend empfand ich es nun wirklich nicht.

HUAWEI MateBook D16 (2022) Display

Umso mehr schätze ich schon immer im D16 Modell, dass HUAWEI hier auf ein mattes anstatt glänzendes Display setzt. Dies hat zur Folge, dass es vor allem in der Outdoor-Nutzung bei direkter Sonneneinstrahlung weniger spiegelt und nur kaum stört. Ebenso zieht es Fingerabdrücke so gut wie gar nicht an, wodurch das Gerät selbst nach intensiver Nutzung kaum Gebrauchsspuren verzeichnet. Nichts hasse ich mehr als ein verstaubtes und ver-„touchtes“ Display, obwohl ein Gerät vielleicht schon an der 2000€ Marke kratzt (oder im Falle des MacBook Pro darüber liegt). Einzig alleine die maximale Helligkeit könnte dem HUAWEI MateBook D16 zum Verhängnis werden, denn mit 300 Nits ist diese wirklich etwas sehr gering. Ich hoffe, dass HUAWEI an diesem Punkt arbeitet und zukünftig auch in der D-Serie auf hellere Panels setzt. Vor allem bei diesen aktuellen Wetter-hochs mit über 30 Grad und intensiven Sonnenstunden, hatte ich hier hin und wieder einige Probleme mit der Helligkeit.

Während man nach wie vor auf sehr dünne Bildschirmränder setzt und hier eine Screen-to-Body-Ratio von 90% beibehalten kann, ist die 1080p Webcam mittlerweile aus der Tastatur in den oberen Bildschirmrand gewandert. Dies hatte ich erstmals in meinem Test zum HUAWEI MateBook 14s gelobt, und hat sich nun auch wieder bestätigt. Dank beweglichem Display Winkel, ist hier parallel die Anpassung der Webcam möglich – ohne unnatürliche Haltungsweisen zum optimalen Video-Call einzunehmen.

Das Display des HUAWEI MateBook D16 löst auch im Jahr 2022 mit FullHD auf, wodurch sich eine genaue Auflösung von 1920 x 1200 Pixel bei einer Pixeldichte von 142 Pixel ergibt. Dies ergibt bessere Werte als beim Vorgänger, und diese sind auch extrem gut und mit bloßem Auge direkt zu erkennen.
Ich selbst habe die gesamte Windows-seitige Vergrößerung von 125 % auf 100 % angepasst, da mir die kleinere Darstellung besser gefällt und parallel mehr Platz für andere Inhalte gibt. Das End vom Lied war, dass sich bei dem vorherigen Modell des D16 ein leichter „Pixelsalat“ ergeben hat, welcher auf dem diesjährigen Modell absolut nicht mehr so extrem zu vernehmen war. Nichts desto trotz wäre es schön, wenn sich spätestens 2023 zumindest 1440p in zukünftigen D-Modellen etablieren könnte und man somit für einen neuen „Hingucker“ sorgen könnte. Parallel würde hiermit dann natürlich auch die Pixeldichte wachsen… #Befürworter!

HUAWEI MateBook D16 (2022) Display

Eine Touch-Unterstützung hat das Display des HUAWEI MateBook D16 nicht – und das ist auch gut so. Weiter möchte ich gar nicht darauf eingehen, außer dass ich dies in einem normalen Notebook absolut nicht für notwendig halte.

Tastatur und Touchpad

Tastatur

Eingeschaltet wird das Notebook über die gewohnte runde Einschalttaste. Diese hat kein separates „Einschalt“-Logo, ist aber zumindest für jeden bisherigen MateBook Nutzer das absolute „Keyboard-Markenzeichen“. Verbaut ist in dieser Taste ein Fingerabdrucksensor, welcher in Kombination mit Windows Hello die biometrische Authentifizierung für euer Notebook ermöglicht. Während der Druckpunkt zum Einschalten gewohnt impulsiv verläuft, funktioniert der Fingerabdruck schnell und zuverlässig. Hier sind wir an einem Punkt, der absolut nicht gegenüber vorheriger Modelle abweicht.

Umso mehr weicht mit dem diesjährigen D16-Modell das gesamte Tastatur-Layout ab. Wie bereits im Abschnitt „Display“ erwähnt, fällt zum ersten die integrierte Kamera zwischen F6 und F7 Taste weg. Ersetzt wurde diese Taste durch eine Diktier-Taste, um zukünftig eine Voice-To-Text Funktionalität zu fördern. Ob und inwiefern hier der zusätzliche Einsatz von intelligenten Sprachassistenten geplant ist, ist uns bisher nicht bekannt – aber unabhängig von der Wahl bzgl. Celia oder Cortana sicherlich ein spannendes Thema!

Absolut neu im Tastatur-Layout, ist der Wegfall der seitlichen Lautsprecher und die Einführung eines Num-Pads. Somit handelt es sich (zumindest sofern ich mich an die vorherigen Modelle erinnern kann) erstmals um ein HUAWEI MateBook mit Nummernblock. Oberhalb des gewohnten Blocks, befinden sich nun auch zusätzlich vier schmale Funktionstasten für den Taschenrechner, die Suche, zur Minimierung von Fenstern sowie zur Deaktivierung der Webcam. In meinem Alltags-Test habe ich feststellen müssen, dass diese Funktionstasten eher semi gut funktioniert haben und teilweise sehr verzögerte Reaktion gezeigt haben. In meinem Test habe ich die Such-Taste zu keiner Zeit zum Laufen bekommen. Ob hierfür noch ein Update für Windows 11 ausstehend ist, weiß ich leider nicht – wäre allerdings „vorzustellen“. Wir haben die Frage bei HUAWEI positioniert und werden für euch noch ein Update hierzu liefern.

HUAWEI MateBook D16 (2022) Tastatur

Die Druckpunkte der Tastatur fühlen sich nicht nur gut und weich an, sondern gleichmäßig und zuverlässig. Ob es sich hierbei um die beste Tastatur in einem MateBook handelt oder ob es bessere integrierte Tastaturen auf dem gesamten Notebook Markt gibt, will ich ehrlich gesagt nur schwer beurteilen. Obwohl ich tagtäglich ein MacBook Pro 14 Zoll nutze und einige Tekkies unter uns die Tastatur als beste auf dem Markt betiteln / küren, glaube ich eher dass es eine Sache der Gewohnheit ist. So ist mir anfangs das Tippen auf dem MateBook D16 2022 aufgrund der Verschiebung durch den Nummernblock unheimlich schwer gefallen, doch spätestens nach drei Tagen war auch das kein Problem. Ich verzeichnete kaum Fehleingaben, keinerlei Schmerzen nach dem Tippen von teilweise sehr langen Texten. Ob der Tasten-Weg nun bei 1mm oder 1,5mm liegt, ist wohl einfach Gewohnheit! So gibt es auch genug Entwickler und Endnutzer, welche mit großen Tasten wie bei Gaming-Tastaturen arbeiten.

Versteht mich nicht falsch – die Tastatur meines MacBook Pro ist geil, die Tastatur des MateBook D16 ist aber schlichtweg NICHT „nicht-geil“. Einziges Feature, welches ich mir für die HUAWEI MateBook D-Serie unbedingt wünsche?! Bitte ermöglicht eine Art „Merk-Funktion“ für die Tastaturbeleuchtung. Diese muss nämlich bei JEDEM Notebook Start neu eingeschaltet werden (F3 Funktionstaste). Bei Modellen wie dem HUAWEI MateBook X Pro oder dem MateBook 14s funktioniert es doch auch … die Kostenfrage ist hier für mich keine Ausrede.

Touchpad

Kommen wir zum Touchpad, gefällt mir das Verhältnis der Größe zur Tastatur sehr gut. Und auch hier musste ich mich Anfang sehr an die Linksverschiebung gewöhnen, konnte aber bereits nach wenigen Tagen problemlos damit umgehen.

Eines der größten Mankos im Bereich des Touchpads sind für mich nur noch zwei Themen.

  1. Klicken des Touchpads
  2. HUAWEI Share

Bezüglich den Klick-Punkten, wirkt das Touchpad noch etwas laut. Zwar bietet mir das Pad ein zuverlässiges Feedback, welches übrigens auch genauso zuverlässig im System übernommen wird, allerdings könnte der eigentliche Klick gerne etwas dumpfer und lautloser sein. Ein wirklichen Einfluss auf meine Zufriedenheit in der Alltagsnutzung, hat dieser Punkt allerdings weniger! 🙂

Ein umso größerer Negativ-Punkt ist für mich die Integration der HUAWEI Share Funktion. Dies betrifft zwar keineswegs das Touchpad in seiner direkten Funktionalität und gehört nur bedingt hier in diese Kategorie, ist mir aber innerhalb des D16 Tests definitiv negativ aufgefallen. Hintergrund ist, dass die NFC Funktionalität für HUAWEI Share und Multi-Screen Kollaboration mit HUAWEI Smartphones im Vorgänger-Modell unterhalb des Touchpads verbaut wurde. Diese Neuerung hat sich in den letzten MateBook Modellen ebenso durchgezogen und konnte positive Resonanz erhalten, nachdem die Funktionalität zuvor über ein NFC Aufkleber auf dem Gehäuse des Notebooks realisiert wurde. Nimmt man es also genau, sehe ich HUAWEI Share mittlerweile eigentlich als Zusatzfeature / integriertes Feature des Touchpads.

Umso erschrockener war ich, als das 2022er Modell bei mir ankam und ich beim Unboxing wieder diesen unschönen und nicht unbedingt praktischen Aufkleber entdeckte. Eine Anfrage bei HUAWEI führte zu dem Statement, dass man diesen Schritt nun wieder aufgrund der damit verbundenen Kosten gegangen wäre – um Kunden das D-Modell weiterhin günstig anzubieten. Inwiefern ich diesem Statement jetzt Vertrauen schenken kann und vor allem will, möchte ich einfach mal in den Raum stellen. Für mich ist es absolut unverständlich und ein großer Rückschritt, nachdem man in dem Vorgänger-Modell dieses Feature bereits unterhalb des Touchpads verbaut hat und das Gerät seinen Preis ebenfalls halten konnte. Ob die Begründung nun an dem Umstieg zu Intel Chipsätzen liegt oder nicht, kann ich nur schwer einschätzen. Aber sicherlich hat sich kein Nutzer gewünscht, zukünftig wieder einen nicht schön anzusehenden NFC Aufkleber neben seinem Touchpad vorzufinden. Was passiert eigentlich, wenn man den Aufkleber entfernt?! Das geht besser, HUAWEI!

HUAWEI MateBook D16 (2022) Tastatur

Sound und Mikrofone

Nachdem HUAWEI lange Zeit für verbaute Sound Systeme auf der Unterseite von Notebooks kritisiert wurde, hat man es im vergangenen Jahr geschafft, diese nach oben zu versetzen und somit für ein sehr viel besseres Klangbild zu sorgen. Diese Lautsprecher mussten nun aufgrund der Einführung eines Nummernpads den Weg frei räumen. Und was soll ich sagen, HUAWEI ging den Weg „Back to the Past“. Lautsprecher Systeme unterhalb des Systems, welche zwar definitiv keinen mangelhaften Sound mit sich bringen, aber je nach Untergrund (Decke, Schoß) definitiv an Qualität verlieren. Schade, und vielleicht benötigt es auch hier wieder ein Aufruf der Kritiker aus den vergangenen Jahren.

Versteht mich nicht falsch. Die Lautsprecher im HUAWEI MateBook D16 aus diesem Jahr klingen nicht schlecht. Auch habe ich keine extrem hohe Anforderungen an eingebaute Sound Systeme, wenn ich letztendlich auf viel besser klingende Kopfhörer (egal ob In-Ear oder Over-Ear) zurückgreifen kann. Aber gerade die Konkurrenz und auch das Vorgängermodell selbst hat gezeigt, welche Möglichkeiten bereits von Haus aus bei integrierten Lautsprechern bestehen – und genau hier bin ich der Meinung, hat HUAWEI in 2022 leider nachgelassen.

Nichts desto trotz, bieten die Lautsprecher ausreichend maximale Lautstärke-Möglichkeiten, sodass Video-Calls oder das schauen von Serien oder YouTube Videos problemlos möglich ist. Die verbauten Mikrofone bieten hierzu ergänzend ein gutes Gesamtpaket, wie man es von einem Notebook in diesem Preis-Bereich verlangen kann. In Video Calls hatte ich zu keinem Zeitpunkt die Problematik, dass mich die Gegenseite undeutlich oder gar doppelt gehört hat – somit alles fein.

Performance

In Bezug auf Performance war ich persönlich auf das diesjährige Modell der D16 Reihe sehr gespannt. Nachdem ich den Schritt hin zu AMD Ryzen Prozessoren feierte, schlug HUAWEI nun wieder eine Kehrtwende ein und setzt im 2022er Modell auf die Chipsätze aus dem Hause Intel. Mit der 12. Generation verspricht man entweder mit Intel Core i5 oder i7 Modell höhere Leistungen sowie effizienteres Arbeiten. Da ich bei meinem Desktop PC vor zwei Jahren erst den Schwenk von Intel zu AMD (Ryzen 9) gewagt habe und diesen Schritt seither nicht bereue, bin ich umso gespannter auf die Beweggründe bzgl. des aktuellen Wechsels für das MateBook D16. Vor allem auch dann, wenn ich auf meine Alltagsnutzung mit dem vorherigen D16 zurückblicke und sagen muss, dass ich auch hier nie Performance-Einbußen erleben konnte.

In meinem ausführlichen Test habe ich von HUAWEI das stärkere Modell mit Intel Core i7 Prozessor (12700H) erhalten. Doch wir wären ja wohl nicht DER HUAWEI.blog, wenn wir für euch nicht auch das i5 Modell hätten in die Hände bekommen können, um euch zumindest einen Eindruck dieses Modells mitteilen zu dürfen.

Prozessor / Grafik

Unterscheiden sollte man aber bei dem HUAWEI MateBook D16 aus 2022 nicht nur zwischen dem Intel Core i5-12450H und dem Intel Core i7-12700H – sondern vielmehr kommen je nach Prozessorwahl auch gleich unterschiedliche Grafikeinheiten zum Einsatz. Während wir bei dem i5 Modell nur auf die normale Intel UHD Grafik zurückgreifen können, setzt der US-Amerikanische Chiphersteller mit dem i7 gleichzeitig auf die neue Intel Iris Xe Grafik on a Chip. Diese bewegt sich leistungstechnisch nochmals auf einem anderen Level, sollte aber keineswegs die Hoffnung auf brillantes Gaming erwecken – hierzu aber später noch etwas mehr.

Macht euch somit also bitte erstmals unabhängig von meinem Testergebnis darüber Gedanken, für welchen Anwendungszweck ihr das Notebook einsetzen wollt und welche Anforderungen hieraus resultieren. Solltet ihr das Gerät allerdings als „Standard“ Office Notebook mit Browsing, E-Mailing, Office Anwendungen und verschiedenen weiteren Ressourcen-ärmeren Anwendungen betreiben wollen, bietet euch hierzu auch die Performance des Intel Core i5 mit Abstand alles. Für alle, die darüber hinaus etwas performanter unterwegs sein wollen, wäre die Überlegung eines Upgrades zum Intel Core i7-Modell eine Überlegung wert. Ich persönlich habe beide Modelle live testen können, und konnte bei Standard-Tätigkeiten definitiv keine Differenzen bemerken. Ging es dann mal etwas an das Eingemachte rund um Multitasking und Multi-Window Betrieb verschiedenster Anwendungen, blieb dem i7 Modell wesentlich längeres Lungenvolumen über, sodass auch die Lüfter wesentlich später einsetzten.

Bestätigt hat sich dies auch in meinen Benchmark Tests, obwohl ich von diesen Labor-Tests nur selten Viel halte.

Benchmark

So wenig ich davon halten mag, möchte ich euch diese Ergebnisse natürlich trotzdem nicht vorenthalten. Vergleichen konnte ich die Benchmarks sowohl von meinem D16 (Vorgängermodell mit Ryzen 5), dem D16 2022 mit Intel Core i5 Prozessor sowie dem D16 2022 mit Intel Core i7 Prozessor.

Benchmark Reihenfolge:

HUAWEI MateBook D16 (Vorgänger) -> HUAWEI MateBook D16 2022 (Intel Core i5) -> HUAWEI MateBook D16 2022 (Intel Core i7)

Cinebench R23:

3DMark – TimeSpy:

3DMark – FireStrike:

3DMark – NightRaid

Und wie man aus diesen Benchmark Ergebnissen resultieren kann, muss man festhalten – so viel besser schlägt sich das neue i5 Modell gegenüber dem Ryzen 5 Modell aus dem vorherigen Jahr gar nicht. Ganz im Gegenteil, konnte das Vorgänger-Modell im ein oder anderen Benchmark Test sogar die Nase vorn behalten. Ebenso schön ist aber auch zu sehen, dass man sich bei HUAWEI mit dem Intel Core i7 nochmals enorm innerhalb dieser Modellreihe absetzt und auch für leistungsintensivere Anwendung einen „Einstieg“ bietet.

Gaming

Weiter oben schon etwas angekündigt, hat mich spätestens nach der Rückkehr zu Intel sowie dem Einsatz der Intel Iris Xe Grafik on a Chip – das Thema rund um Gaming wieder etwas aufleben lassen.

So möchte ich einerseits zwar nochmals auf die Zielgruppe hinweisen, welche sich weniger an Gamer richtet – aber wollte parallel das Notebook nochmals kurz vor Ende meines Testzeitraums an seine absoluten Grenzen bringen. Unabhängig meiner Gaming Erlebnisse und Ergebnisse, besteht natürlich wie bereits in meinen vorherigen Tests beschrieben, die Variante über Cloud Streaming via GeForce Now oder ähnlichen Anbietern absolut problemlos!

Um meine Leistungen während dem Gameplay direkt auf dem Notebook (kein Streaming) entsprechend im Blick zu behalten, habe ich mir ein Live-Monitoring via NZXT CAM Software eingerichtet. Folgende Tests sind nicht gestreamt worden, sondern wirklich direkt auf dem Notebook installiert und ausgeführt worden. Testen konnte ich die Gaming Experience leider nur auf dem Modell mit Intel Core i7 Prozessor.

Fall Guys:

Ein lustiges Spiel mit Gamepad Unterstützung, außerdem nicht sonderlich groß und vor allem nicht teuer. Mit Fall Guys habe ich meinen Gaming Test auf dem HUAWEI MateBook D16 gestartet – immerhin läuft das Spiel auch seit kurzer Zeit ohne Probleme auf einer Nintendo Switch Konsole. Umso interessanter könnte es doch nun sein, mal die interne Grafik des Intel Core i7 der 12. Generation auf Herz und Nieren zu prüfen.

Nachdem ich das HUAWEI MateBook D16 (2022) letztendlich via Bluetooth 5.1 mit meinem Gamepad (PS5 Controller) verbunden habe, konnte es schon losgehen. Einmal in das Spiel gestartet, konnte das erste Match gleich starten. Hierbei habe ich mit individuellen Videoeinstellungen gespielt, allerdings wurden die Textur-Einstellungen von mir auf Hochwertig gesetzt. Nach knapp 20 Minuten, konnte ich bis auf den Lade-Bildschirm keinerlei FPS Drops unter 60 FPS feststellen. Das Spiel ist gelaufen, wenn auch der Lüfter mindestens am Anschlag. Leistungstechnisch konnte ich die CPU nicht ansatzweise ausschöpfen, während die GPU durchgehend bei 89-90% belastet wurde. Der RAM wurde zu knapp 96% ausgeschöpft, Ruckler konnte ich zu keinem Moment meines Gameplays feststellen. COOL!

HUAWEI MateBook D16 (2022) Fall Guys Menu
HUAWEI MateBook D16 (2022) Fall Guys InGame

Lost Ark:

Begeistern kann mich seit dem Release – Anfang des Jahres – das Spiel Lost Ark. Hierbei handelt es sich um ein MMORPG von Smilegate und Amazon Games, welches an eine Mischung aus World of Warcraft und Diablo erinnert. Da man dieses Spiel auch von einer ganz entspannten Seite auf dem Sofa angehen könnte und es sich parallel um einen Release aus dem aktuellen Jahr handelt, ist Lost Ark in meine engere Wahl des intensiveren Gaming Tests gefallen.

Nachdem ich knapp 80 GB Download hinter mich gebracht habe, startete ich in das Spiel mit niedrigsten Video-Auflösungen und wenig Erwartungen. Es startete, und WOW – es sah dennoch verdammt gut aus!

Knapp 35 Minuten Spielzeit später, wusste ich – Lost Ark ist mit diesem Notebook absolut gut spielbar! Zumindest mit niedrigsten Settings, konnte ich das Spiel durchgehend mit 45-60 FPS bei wenig CPU Last und knapp 90% GPU Last genießen. Selbst in größeren Kämpfen, ist die Framerate auf minimal 27 FPS gesprungen, aber bereits wenige Millisekunden später in die Höhe geschossen.

HUAWEI MateBook D16 (2022) Lost Ark Chill
HUAWEI MateBook D16 (2022) Lost Ark Detail

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich erstmals sehr positiv überrascht bin. Auch wenn sich HUAWEI mit seinen Notebooks keinesfalls an die Gamer-Szene richtet und mit Sicherheit keine High-End Titel auf hohen Grafikeinstellungen möglich sind, kann man mittlerweile einige aktuelle und beliebte Spiele problemlos und zumindest mit niedrigen Grafik-Einstellungen spielen. Wie lange und welches Spiel, das muss letztendlich jeder für sich selbst entdecken und erfahren. Denn ich muss gestehen, trotz der erstaunlichen Leistung wurde das Notebook bei beiden Spielen unheimlich warm … nein stop, heiß! Nach jeder Session habe ich das Notebook ca. 10 Minuten abkühlen lassen, bevor ich das Gerät wieder bedienen wollte. Möchtet ihr also wirklich bedenkenlos in jedes Spiel einsteigen, ist und bleibt ein MateBook nicht die beste Wahl.

Software & Anwendung im Alltag

Bewegen wir uns einen Schritt von der Hardwaretechnischen-Kompetenz des HUAWEI MateBook D16 (2022) weg, spielt natürlich auch die Software sowie die Anwendungen im Alltag eine entscheidende Rolle meines ausführlichen Gerätetests. Hierbei möchte ich mich beginnend mit dem Betriebssystem, bis hin zur benutzerdefinierten Nutzung bewegen und meine Eindrücke teilen.

Wie bereits den technischen Daten am Anfang des Reviews zu entnehmen ist, kommt das Notebook mittlerweile bereits von Haus aus mit Windows 11 in der Home Variante (64-Bit) an den Nutzer. Ich hatte mich bereits öfter positiv über Windows 11 in meinen Tests geäußert, und kann diese Meinung auch weiterhin so beibehalten. Natürlich hat das System bis heute einige Kinderkrankheiten, dennoch sehe ich Windows 11 vor allem optisch als riesigen Schritt in die richtige Richtung. Vor allem die grundlegend überarbeitete Einstellungs-App, sorgt zukünftig für eine bessere Bedienung und zusätzlich moderne Optik. Wenn nun noch die passenden und angekündigten Features folgen, bin ich umso gespannter auf den täglichen Workflow. Hierzu zählt unter anderem auch die native Nutzung von Android Apps in Deutschland, welche ein komplett neues Spektrum an Anwendungs-Szenarien ermöglichen könnte – sowohl privat als auch im geschäftlichen Sinne.

Einen ähnlichen Schritt geht hier nun auch HUAWEI mit der AppGallery, welche aktuell als Beta für Windows 11 zum Download bereit steht. Hierzu möchte ich, wie auch auf die weiteren hauseigenen Anwendungen, gerne nacheinander tiefer eingehen:

  • HUAWEI AppGallery (Beta)
  • HUAWEI PC Manager
  • HUAWEI LinkNow
  • HUAWEI Share

HUAWEI AppGallery (Beta)

Kurz nachdem ich das Notebook in Betrieb genommen habe und mich erstmals durch verschiedene Anwendungen von HUAWEI geklickt habe, wurde ich innerhalb des PC Managers auf die Beta der für Windows entwickelten HUAWEI AppGallery aufmerksam. Hierbei handelt es sich, ähnlich wie durch Microsoft mit dem hauseigenen Store angekündigt, um die Möglichkeit, native Android Anwendungen auf dem Windows 11 Gerät in Betrieb zu nehmen und zu nutzen. Im Gegensatz zum Windows Store, basiert die AppGallery auf der sogenannten „HUAWEI Mobile App Engine“. Also, nichts wie drauf mit der Beta. Nachdem diese nun installiert wurde und ich mich mit meiner HUAWEI ID erfolgreich einloggen konnte, wurden mir erste Installations-Vorschläge unterbreitet. Da ich nur wenig Sinn hinter Snapchat auf dem Notebook sah, habe ich testweise die Installation von TikTok getestet. Und ja, es funktioniert einwandfrei – als würde ich die App out-of-the-box auf meinem Smartphone öffnen. Und auch wenn die Auswahl innerhalb der AppGallery noch nicht all zu mächtig ist, bin ich absolut auf der Seite von Potenzial und Sinnhaftigkeit! Durch einen Klick auf das Bild könnt ihr dieses vergrößern. 🙂

HUAWEI AppGallery on Windows
HUAWEI Mobile App Engine
HUAWEI AppGallery on Windows

HUAWEI PC Manager

Das Herzstück jedes MateBooks bietet der PC Manager des Herstellers. Hierbei handelt es sich um eine Anwendung, um das MateBook sowie alle dafür notwendigen Treiber zu verwalten und zu aktualisieren. Mittlerweile ist der PC Manager sehr gut auf Windows 11 angepasst worden, sodass ich hier keinerlei Schwierigkeiten oder Probleme mehr feststellen konnte. 🙂

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Aber auch in Hinsicht auf Optik hat der PC Manager ein ordentliches Update spendiert bekommen, wodurch die Nutzung umso einladender wird und verschiedene Einstellungen teilweise einfacher zu lokalisieren sind.

HUAWEI PC Manager 12

HUAWEI LinkNow

Mit HUAWEI LinkNow handelt es sich um ein Collaborations-Tool, welches bereits von Haus aus auf dem HUAWEI MateBook D16 (2022) vorinstalliert ist. Richten möchte sich dieses Tool beispielsweise an Schulklassen oder Studierende, um einen gemeinsamen Austausch sowie eine Community-ähnliche Zusammenarbeit zu ermöglichen. Ganz ehrlich? Wir haben das Tool mal für HUAWEI.blog ausgetestet, als es für uns zur Zusammenarbeit leider noch nicht ausgereift war. Seither habe ich das Tool weder auf meinem Smartphone geöffnet, noch habe ich die Anwendung auf dem MateBook D16 je geöffnet.

HUAWEI Share

Ich habe das Thema HUAWEI Share schonmal im Bereich rund um das Touchpad thematisiert und kritisiert, da es sich nicht mehr um eine unter dem Pad verbaute Lösung handelt. Viel mehr könnt ihr nun wieder das Smartphone dem angebrachten NFC Sticker annähern, um eine direkte Verbindung zwischen Notebook und HUAWEI Smartphone herzustellen. Sofern die Verbindung aufgebaut wurde, könnt ihr wie gewohnt die Multi-Screen Collaboration auf eurem Notebook nutzen oder einfach Dateien via Drag-and-Drop zwischen Smartphone und Notebook austauschen. Auch wenn ich den NFC Sticker stark kritisiert habe, hat sich an der Zuverlässigkeit sowie Funktionalität absolut nichts verändert, wodurch ihr euch weiterhin auf eine gute Verzahnung des HUAWEI Ökosystems freuen könnt.

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Und ansonsten? Nun ja, das Notebook läuft sehr gut und hatte im Rahmen meines Gerätetests mit wirklich keinerlei auffälligen Problemen zu kämpfen. Egal ob Microsoft Office in der 365 Abo Variante, Anwendungen via Browser, Video Calls via Microsoft Teams oder Remote Sessions via TeamViewer und RoyalTS – zu keinem Moment hatte ich einen Zusammenbruch des Systems erlebt, zusätzlich zum Intel Core i7 haben mich die 16 GB Arbeitsspeicher den gesamten Tag mit ausreichend Leistung befeuert. Aber auch das Modell mit Intel Core i5, hatte unter meiner Nutzung keinerlei Office-Schwierigkeiten aufgewiesen. Hieraus ergibt sich für mich – SOFTWARE TOP!

Akku

Verbaut wurde im HUAWEI MateBook D16 ein 60Wh starker Lithiumpolymer Akku, welcher das gesamte System unterwegs und ohne Stromzufuhr befeuern soll. Dies konnte er in meinem Testzeitraum tatsächlich auf unterschiedliche Art und Weise. Während ich teilweise für mehrere Stunden (ca. 6 Stunden aktive Nutzung) einfache Büro-Arbeiten durchführen konnte, nagte das D16 vor allem während den Benchmarks oder Installationen von Software und Spielen gewaltig an der Batterie. So hab ich es auch mal problemlos geschafft, das Notebook an einem Abend mit einem Benchmark Durchlauf sowie der Installation von Lost Ark (ca. 80 GB) von 100% auf 36% leer zu saugen. Eine kurze Session Fall Guys im Anschluss, sorgte nach knapp über zwei Stunden aktiver Nutzung für eine Restkapazität von nur noch 19%.

Erfreulich daraufhin ist allerdings zu sehen, dass das mitgelieferte 65W Netzteil zumindest für schnelle Ladezeiten sorgt. In knapp einer Stunde konnte ich somit das Gerät bei parallelem Betrieb von 19% auf 75% laden, weitere 35-40 Minuten später dauerte es bis zur vollständigen Ladung. Diese Werte sind für mich absolut gut, vor allem bei dieser Displaygröße. So ermöglicht es HUAWEI den Nutzern auch, bei mobiler Nutzung schnell den Akku für bevorstehende Termine zu betanken. Ein weiterer Benefit – das 65W Netzteil von HUAWEI ist mittlerweile nicht mal mehr größer als ein Smartphone Netzteil!

HUAWEI MateBook D16 (2022) Akkulaufzeit

Nach wie vor hoffe ich ja, dass in den kommenden Jahren (nicht nur bei HUAWEI) im Windows Segment rund um das Thema Effizienz und Akkulaufzeit weiterentwickelt wird. Die sicherlich sinnvollste Lösung hierfür wäre der zukünftige Einsatz von ARM Chipsätzen, womit Microsoft erstmals geprahlt hatte, mittlerweile aber gewaltig den Anschluss zur Entwicklung von Apple verloren hat. Denn so zufriedenstellend die Akkulaufzeit im neuen HUAWEI MateBook D16 zumindest im Bereich rund um Office-Aktivitäten sein mag, wäre sie unter ARM Bedingungen noch sehr viel ausbaufähiger! Zum direkten Vergleich, hält mein MacBook Pro (14 Zoll) einen gesamten 8-9 Stunden Arbeitstag ohne eine einzige Akkuladung aus – ganz im Gegenteil, ich kann den gesamten restlichen Tag auch noch meine privaten Arbeiten daran bewältigen und muss frühestens Abends an die Steckdose. Dies nur mal als Ausblick, was je nach Engagement von Microsoft auch in der Windows Welt denkbar und möglich wäre.

Konnektivität

Verbaut wurden dem neuen HUAWEI MateBook D16 (2022) zwei USB Typ-C Anschlüsse. Hiervon ist einer der Anschlüsse für Datenübertragungen oder Akkuladungen geeignet, ein weiterer unterstützt zusätzlich die Anschlussmöglichkeit eines externen Monitors via DisplayPort. Solltet ihr euer Notebook nicht via USB Typ-C an einen Monitor anschließen können/wollen, bietet das Gerät zusätzlich einen HDMI Anschluss zur Erweiterung der Anzeige an. Doch nicht nur die USB Typ-C Anschlüsse dienen zur Datenübertragung. Auch wenn immer mehr Hersteller sich von den herkömmlichen USB Typ-A Anschlüssen verabschieden, verbaut HUAWEI im D16 des aktuellen Jahrgangs noch zwei dieser Anschlüsse. Hierbei bietet einer einen USB 3.2 Standard, der zweite einen langsameren USB 2.0 Anschluss. Für Kopfhörer mit hoher Intendanz, oder eben auch kabelgebundenen Sound-Anlagen, kommt zusätzlich eine 3,5 mm Klinkenbuchse zum Einsatz.

Anschlusstechnisch bietet das HUAWEI MateBook D16 somit noch einige Anschlussmöglichkeiten, welche oftmals gar nicht so schlecht sind aber bei einigen Konkurrenten schon längst die Ankündigung genießen durften. Maximal noch ein SD Karten Slot würde fehlen, um auch Videoschnitt- oder Bildbearbeitungs-Experten den umfassenden Funktionsumfang bieten zu können. Stattdessen benötigt es hierfür nach wie vor zusätzliche Hubs, Adapter, oder eben je nach Größe eine davon abweichende Übertragungsmethode. Inwiefern hier HUAWEI Share wieder eine Rolle spielen könnte, kommt natürlich auf Projekt- und Dateigröße an.

HUAWEI MateBook D16 (2022) Konnektivität
HUAWEI MateBook D16 (2022) Konnektivität

Um im Heimnetz für schnelle Downloads und hohe Bandbreiten zu sorgen, unterstützt das diesjährige HUAWEI MateBook D16 auch WiFi 6. Dieser neue Standard dient zwar für weniger Reichweite, kann aber umso höhere Bandbreiten ermöglichen und somit das Heim- oder Firmennetzwerk für zukünftige Vertragsmodelle rüsten. Dank WPA3 ist mit dem HUAWEI MateBook D16 nun auch eine neue und sicherere Authentifizierungsmethode für WLAN Netzwerke verfügbar.

Der neue Bluetooth Standard in der Version 5.1 darf natürlich ebenfalls nicht fehlen und sorgt für zuverlässige und schnelle Verbindungen mit beispielsweise Gamepads wie einem PS5 oder XBOX Controller. Aber auch externe kabellose Kopfhörer können hier die Vorteile ausnutzen, um stabile Verbindungen für Teams Calls oder den Genuss von Musik zu erleben.

Preis und Verfügbarkeit

Das HUAWEI MateBook D16 (2022) ist bereits seit 29.06.2022 sowohl im Handel als auch im HUAWEI Online Store zu erwerben. Hierbei startet die unverbindliche Preisempfehlung für das Intel Core i5 Modell bei 949 Euro und wird mit 16 GB Arbeitsspeicher sowie 512 GB internem Speicher ausgeliefert. Möchtet ihr doch lieber zu dem Modell mit Intel Core i7 Prozessor und Intel Iris Xe Grafik greifen, liegt hier die unverbindliche Preisempfehlung bei 1299 Euro. Auch dieses Modell kann sowohl im Handel als auch im HUAWEI Online Store erworben werden – der Arbeitsspeicher sowie die SSD-Größe sind hierbei analog zum Intel Core i5 Modell. Für alle Interessenten, welche sich bis 31.07.2022 noch für das D16 aus diesem Jahr entscheiden, wird ein 27 Zoll großer HUAWEI MateView GT Monitor kostenlos mitgeliefert. Dieser hat ohne Vorbestellen-Aktion einen Wert in Höhe von 399 Euro und kann das Gerät vor allem im Büro optimal ergänzen. Zur Auswahl steht Kunden des HUAWEI MateBook D16 (2022) lediglich die Farbe „Space Grey“.

Fazit

Alles in allem, bietet HUAWEI mit dem D16 Modell aus 2022 wieder ein solides und grundlegend gutes Gesamtpaket. Ein verbessertes FullHD Display, eine 1080p Kamera innerhalb des Bildschirmrandes sowie die Einführung eines Nummernblocks sind hierbei nur ein Paar der Eckpunkte für ein berechtigtes Update des Vorgängers. Zur Wahl steht das Gerät in der Ausführung mit einem Intel Core i5 sowie einem Intel Core i7 der 12. Generation. Während der Großteil auch sicherlich mit dem i5 bestens bedient sein dürfte, sollten Gelegenheits-Zocker oder Content Creator vielleicht sogar die Überlegung zum i7 Upgrade in Erwägung ziehen und somit erstmals die „Einstiegs-Sparte“ ans Limit treiben. Dass sich nun ein Wechsel zum Intel Lager wirklich gelohnt hat, sehe ich eigentlich weniger. Vielleicht könnte dies stattdessen viel mehr dazu beitragen, in anderen Bereichen größere Abstriche gegenüber dem AMD Modell aus 2021 zu machen. Auch bietet AMD beispielsweise einen alternativen Ryzen 7 Chipsatz. Viel mehr lohnt sich aber das schnelle 65W Netzteil, welches bei beiden Modellen out-of-the-box dabei liegt. Mir hat das Gerät (i7 Modell) in den letzten Wochen eigentlich gut gefallen, lediglich die Verschiebung aufgrund des Numpads sorgte bei mir anfangs für etwas Ärger und „Reibung“. Das Soundsystem klingt gut, wurde aber im vergangenen Jahr besser umgesetzt. Last but not least, ärgert mich am meisten dieser nervige HUAWEI Share Aufkleber, welcher nicht nur „billig“ wirkt, sondern tatsächlich ein Rückschritt zu seinem Vorgänger ist. Gegebenenfalls solltet ihr also vielleicht auch einfach mal zwischen dem aktuellen Modell und dem Vorgänger vergleichen und abwägen? Dieser konnte uns nämlich im vergangenen Jahr unter dem Strich positiver stimmen und ihn bekommt ihr mittlerweile zu sehr viel günstigeren Konditionen (fast 300 Euro günstiger, abgesehen von der Vorbesteller-Aktion). Solltet ihr auf die Leistung des aktuellen Modells setzen und vor allem erstmals ein Nummernblock gerne einsetzen wollen, macht ihr mit dem MateBook D16 aus 2022 aber dennoch nichts falsch – erstrecht die letzten Tage in diesem Monat mit der entsprechenden Vorbesteller-Aktion!

Was haltet ihr von dem HUAWEI MateBook D16 (2022)? Ist es einer höheren „Einstiegsklasse“ gerecht oder sprengt die Preis-Leistung in diesem Jahr vielleicht den Rahmen? Schreibt uns gerne eure Meinung oder Eindrücke in die Kommentare oder diskutiert mit uns gemeinsam in der HUAWEI Community!

SOLIDES GESAMTPAKET
  • Lieferumfang - 8.5/10
    8.5/10
  • Design & Verarbeitung - 8.5/10
    8.5/10
  • Display - 7.5/10
    7.5/10
  • Sound - 6.5/10
    6.5/10
  • Performance - 9/10
    9/10
  • Konnektivität - 8.5/10
    8.5/10
  • Akku - 6/10
    6/10
  • Preis (Vorbesteller-Aktion) - 8.5/10
    8.5/10
  • Preis (UVP) - 7/10
    7/10
7.8/10
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