Gestern wurde auf dem Mobile World Congress (MWC) 2019 von Huawei das weltweit schnellste 5G Falt-Smartphone, nämlich das HUAWEI Mate X präsentiert. Das neue HUAWEI Mate X kombiniert die Stärken der HUAWEI-Technologien in den Bereichen 5G, Künstliche Intelligenz und Kamera mit einem einzigartigen faltbaren Display. Das flexible OLED-Display verbindet Style mit Technologie und lässt das HUAWEI Mate X zu einem echten 2-in-1-Gerät werden: Tablet und Smartphone in einem.

Das Gesamtpaket des HUAWEI Mate X ist dabei mehr als die Summe seiner Einzelteile.

Das HUAWEI Mate X verfügt über das sog. mechanische Falcon Wing Scharnier, den 7nm Multimode-Modem-Chipsatz Balong 5000 (theoretische Download-Geschwindigkeiten mit 4,6Gps im Sub-6GHz-Band) einen (eigentlich zwei) leistungsstarken 4500mAh-Akku, die weltweit schnellste 55W HUAWEI SuperCharge Technologie (in nur 30 Minuten von 0 auf 85%) und das brandneue Interstellar Blue Finish. Im eingeklappten Zustand hat das Gerät ein 6,6-Zoll FullView Display und wenn man es öffnet wird es zu einem Tablet mit einem 8-Zoll-OLED-Bildschirm, der nur 5,4mm dick ist. Das nennt sich Multiformatfaktor und soll die Produktivität revolutionieren (u.a. zwei Anwendungen gleichzeitig im Tablet Modus).


Richard Yu, CEO von Huawei CBG, sagte: “Der revolutionäre Formfaktor des HUAWEI Mate X wird erreicht durch Huawei’s unermüdliche Anstrengungen in Forschung und Entwicklung. Es stellt eine Reise ins Unbekannte dar. Als eine neue Art von Smartphones, HUAWEI Mate X kombiniert 5G, faltbaren Bildschirm, KI und einen völlig neuen Schnittstellenmodus, um den Verbrauchern ein beispielloses Benutzererlebnis zu bieten. Das HUAWEI Mate X wird der der Schlüssel für die Verbraucher sein, um die Tür zu 5G Smart Living zu öffnen.”

HUAWEI Mate X Leica Kamera
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Huawei’s Flaggschiff-Smartphones sind seit jeher mit leistungsstarken Kameras ausgestattet, und das HUAWEI Mate X ist da nicht anders. Im schlanken Gehäuse des Smartphones befinden sich die neuesten Leica-Kameras.

Darüber hinaus verfügt der HUAWEI Mate X über einen integrierten Fingerprint Power Button, der es Usern ermöglicht das Gerät mit nur einem Tastendruck einzuschalten.

Die Dual-SIM-Funktion des HUAWEI Mate X unterstützt sowohl die 4G, als auch 5G.

So, soweit zum Marketing Sprech, denn die obigen Worte entstammen fast alle samt den Pressemitteilungen von HUAWEI.

Kommen wir zu dem, was euch da draussen wirklich interessiert. Zum einen ist das der Preis, der liegt für das Mate X mit 512 GB Speicher und 8 GB RAM bei sage und schreibe 2299 EUR.

Richard Yu präsentiert das Mate X in Barcelona

Rainer hat da auch gleich in unserer HUAWEI Gruppe nachgefragt und bekam ein klares Votum:

Würdest du dir das Mate X für ca. 2000 EUR kaufen?

  • NEIN (1079 Stimmen)
  • JA (44 Stimmen)

Das Votum überrascht bei diesem Preis nicht wirklich. Aber es erinnert mich an mein Beispiel mit dem DVD-Player, von dem ich die Tage schon erzählte. Mein erster Player hat 1999 satte 1.900 DM gekostet. Hat auch kaum jemand ausgegeben; haben wollten es aber alle.

Rund 3 Jahre Entwicklung sollen hinter dem Mate X stecken. Diverse Konzepte. Und über die Kosten schweigt man sich aus. Im Ergebnis steht nun aber das Mate X. Und das ist begehrt!

Der Hype hier beim MWC ist enorm. Und für mich persönlich ist er auch absolut gerechtfertigt. Hier startet eine ganz neue Geräte-Generation. Und wenn man selber mal das Mate X nutzen durfte (HYPE!!!), dann ist man einfach nur begeistert.

Ein “normales” Smartphone – etwa von der Größe des Mate 20 Pro – lässt sich auf 8″ Tabletgröße vergrößern. Wichtig dabei ist, dass man es im zusammengeklappten Zustand ganz normal nutzen kann. Und ja, es passt so auch in die Hosentasche.

Sitze ich dann im Zug oder Flieger, klappe ich das Mate X auf und genieße einen Film auf 8″. Abends auf der Couch schnell bei Amazon & Co. surfen? Klar, Mate X aufklappen und die volle Größe genießen.
Und auch das echte Multitasking mit zwei parallel laufenden Apps auf dem Screen ist für viele Situationen ein echter Gewinn.

Ja, der Preis ist hoch. Aber für eine neue Technologie nicht ungewöhnlich. Und mit dem was drinsteckt auch absolut gerechtfertigt. Ich bin mir aber sicher, dass auch hier die Entwicklung natürlich fortschreitet und in wenigen Jahren die Geräte deutlich günstiger sein werden.

Wer aber hier auf dem MWC die Chance hatte kurz selber das Mate X auszuprobieren, bei dem gab es nur ein Gefühl:

ICH WILL DAS!

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Über den Autor

Marco

Blogger - Freelancer - Lebemann - Spaßkanone verheiratet, Familienvater, Sport-Fan, “Technik-Nööörd”, Social Media begeistert. (Fast) Immer gut drauf, witzig, nachdenklich, konstruktiv, neugierig, ironisch – gerne auch mal sarkastisch oder gar zynisch….!

12 Kommentare

  1. Avatar
    Tigra Watanabe veröffentlicht am

    Neue Tech ist immer teuer, man denke nur an die ersten Mobiltelefone, welche eher an die Funkgeräte aus dem 2. Weltkrieg erinnerten (Koffer mit Höhrer) und welche zwischen 4000 und 8000 DM gekostet hatten und im C-Netz unterwegs waren.
    Aber neue Technik hat auch die klassischen Pionierfehler.
    Wie reagiert das Scharnier auf ständiges öffnen und schließen?
    Wie reagiert der Bildschirm auf das ständige biegen?
    Wird das Display Wellen schlagen, nach einer Weile (kam mir in der Präsentation schon so vor)?
    Werden die Leitungen im Display, für bild und Touchscreen ständiges biegen fehlerfrei überstehen?
    Wie Wiederstandsfähig ist das Scharnier gegen überbiegen
    Wie will man das Display schützen, wenn man ja Glas nicht biegen kann?
    Schutz vor Stürzen, wenn ausgeklappt?
    IP Status?

    Denke mal, wenn die Faltbaren oder ev mal rollbaren Displays standard werden sollten, dann werden solche Geräte auch wieder billiger.
    Persönlich wärs lieber, wenn Smartphones, die man oft nur 2 Jahre nutzt, viel billiger werden (200-300 €).
    Das die leute Hadys länger nutzen um Resourcen zu sparen, bringt eh nix, solange einem die (Vertrags-)Geräte für wenig Geld hinterhergeworfen werden.

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      Manfred Pfaffenbach veröffentlicht am

      Dieser Kommentar ist mal wieder typisch deutsch. Anstatt die technische Leistung der Ingenieure zu würdigen und die Möglichkeiten, die sich aus dieser Technik für uns ergeben können, wird alles was negativ sein kann, hervorgezogen und kritisiert.
      Mit dieser Einstellung werden wir auch 2030 noch kein flächendeckendes 5G Netz haben,
      und langsam aber sicher zum technologischen Drittland werden. Auf dem Wege dahin sind wir ja schon.

      • Avatar
        Tigra Watanabe veröffentlicht am

        Pionier eher weniger.
        Es wird seit Jahren an solchen Smartphones gearbeitet und sicherlich gibts auch viele Prototypen.
        Die aktuellen sind nur die ersten, weil die Firmen dahinter genug Geld für eine schnelle entwicklung haben, wärend die anderen, die weniger Geld haben nur langsam vorran kommen.

        Die aufgeführten Fragen, sind dennoch wichtig, da dieses Display, wenn es keinen Schutz hat, sehr leicht zerkratzt oder sogar Löcher im Display möglich sind, wenn das Gerät ungünstig fällt.
        Zudem sind die Fragen welche, die irgendwann auch von Journalisten und Technikblättern gestelt werden.

        Von Erfahrungen aus dem alltag wissen wir, das sich die Bügel einer Brille irgendwann durch die benutzung lockern.
        Sei es durch lösende Werbindungen, wie Schrauben oder die mechanische Abnutzung durch permanentes öffnen und schließen.
        Auch ein Display wird nicht permanent, durch das Knicken verursachten, Dehnungs- und Stauchungsbelastungen (innen wird das Materiel leicht gestaucht und außen gezerrt) wegstecken können.

        Wie gesagt, neue Technik hat immer Kinderkrankheiten und diese werden sind im laufe der Zeit zeigen, wenn das Handy nicht mehr so schön schließt oder wegen ausgeleierter Mechanik langsam runterklappt, wenn man es an einer Seite hällt.
        Wenn die Hersteller nicht zufällig, die in der Uhrenindustrie genutzten Rubine als Halterung von beweglichen Teilen eingebaut hat, wird es irgendwann Ermüdungserscheinungen geben.

        Alternative zu einem knickbaren Display wäre ja die nutzung von mehreren Bildschirmen, die sich natlos aneinander legen und damit das große Bild ergeben.
        Diese Technik gibt es schon lange, sei es bei Videowänden oder der klassischen Fahrplananzeige im Bahnhof.
        Damit wäre locker ein Smartphone möglich, welches aus einem Bildschirmraster von 2×3 Bildschirmen mit je 6′ besteht und, sofern ich richtig gerechnet habe, bei einem Bildschirm von 70x140mm eine Diagonale von 14′ ergibt, bzw fast genau der Größe eines Blatt Papier in Größe Din A4.

  2. Avatar
    Pascal veröffentlicht am

    gibt keine Leitungen mehr Logik, ist nur ne Steckverbindung, das Scharnier ist wie ne kette und in ner Führung kaum Verschleiß.

    • Avatar
      Tigra Watanabe veröffentlicht am

      Steckverbindungen nutzen sich ab mit der Zeit, sofern man Kunststoff oder Metall als Ösen nutzt.
      Darum sind in hochwertigen mechanischen Uhren auch Rubinlager in verwendung.

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    Kedar veröffentlicht am

    Wisst Ihr, dass das 5G Netz extrem schädlich für den menschlichen Organismus ist und allgemein für alle Lebewesen ud Natur. Von dem spricht niemand. Man redet nur von schnelleren Verbindungen. Googled mal Gefahren des 5 G – Netzes und Ihr werdet Hunderte von Videos von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten finden. Ich bin ein grosser Huawei-Fan, habe vor kurzem das Mate 20X gekauft, aber jetzt ist Schluss; 5G will ich mir nicht antun, abgesehen vom Preis und dem ulkigen Quadrat-Format, wenn das Mate X aufgeklappt ist.

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      Berit Engmann veröffentlicht am

      Hallo Kedar,

      Das Mobilfunk schädlich sein soll wurde auch schon bei früheren Netzen behauptet, aber bisher gibt es keinen Anstieg in den starhlungsverursachten Krebsraten.
      Bei Wissenschaftlern und “Experten” die so medial auftreten muss man skeptisch sein, die wollen nur möglichst einfach bekannt werden. Denn in der Wissenschaft braucht man Forschungsgelder und je bekannter man ist desto eher bekommt man diese. Leider erregt man mit Schreckensszenarien mehr Aufmerksamkeit als mit seriöser Forschung, daher gibt es immer wieder Leute die halbwahre Aussagen nutzen, um bekannt zu werden.
      Letztlich geht es dabei wie so oft ums Geld.

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    Daniel_Becket veröffentlicht am

    Wird hier das Ende der “Tablets” eingeläutet? Ist die Chance nicht sehr groß, dass das Nachfolgemodell noch etwas dünner wird und sogar in verschiedenen Größen auf den Markt kommen wird?

    • Avatar
      Berit Engmann veröffentlicht am

      Hallo Daniel,

      Das mit den verschiedenen Größen müssen wir einfach mal abwarten, ich persönlich denke aber nicht, dass Geräte die wesentlich kleiner werden, da weltweit gesehen eher große Displays gefragt sind.
      Das sie dünner werden, hätte bei der aktuellen Akkutechnik unweigerlich einen deutlich kleineren Akku zur Folge, daher dürfte dies auch nicht sehr wahrscheinlich sein.

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    Marc veröffentlicht am

    Sehe ich das richtig das es sowas wie einen einschnappenden schliessmechanismus gibt?
    In deinem Video sieht es so aus als muesste ein Knopf vor dem oeffnen gedrueckt werden?
    Ich persoenlich wuerde sowas begruessen.
    Das erinnert mich an meinen HTC Universal auch wenn es absolut nicht vergleichbar ist.
    Ich freuhe mich auf das was jetzt angestossen ist und die weitere Entwicklung auch ueber das Smartphone hinaus.
    Laptop mit virtueller Bildschirm Tastatur aufgeklappt als Fernseher bzw Videoconferenz system und und und.
    Falt das Fernshen zusammen wir machen party. Oder auseinander um die WM zu sehen.

    • Marco
      Marco veröffentlicht am

      Genau so ist es. Das Display hat einen Schließmechanismus, der über die Taste geöffnet wird.

      Und auch ich bin fasziniert von der technischen Entwicklung und den Möglichkeiten, die sich hier in den nächsten Jahren noch ergeben.

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