Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, habe ich am 18 April der Huawei Channel Partner Konferenz 2018 in Frankfurt beigewohnt. Einer der Personen, die eine Präsentation gehalten haben war Dominik Schiener, einer der Gründer von IOTA.

Dominik hat auf der Bühne IOTA dem breiten Huawei Partner Publikum präsentiert. Man merkte gleich, dass es einer der wichtigsten Vorträge an diesem Tag war, und wie viele neugierige Gesichter aufgeregt den Worten Dominik‘s gefolgt sind.

Der Grund ist dabei recht einfach erklärt. Grundliegend wurde das Prinzip einer Transaktion mittels Tangle erklärt, und was es für Vorteile bringt, gegenüber der Blockchain Konkurrenz.

Die meisten werden IOTA als Möglichkeit zum Austausch von Kryptogeld kennen, oder vielleicht in den Vergleich zum bis dato größten Platzhirsch der Kryptowährung – Bitcoin – setzen. Bitcoin nutzt dabei die Blockchain Technologie, welche allerdings begrenzt ist.

IOTA hingegen arbeitet mit einer Technologie namens „Tangle“. Wenn man nun das Wort „Tangle“ aus dem Englischen übersetzt, kommt „Durcheinander“ oder aber auch „Wirrwarr“ heraus. Dabei sind wir eigentlich gar nicht so weit von der Lösung entfernt.

Blockchain_And_Tangle_iota_org

Blockchain vs. Tangle (Bild von IOTA.org)

Wie auf dem Bild zu erkennen arbeitet Blockchain auf einer linierten Basis. Ein vereinfachter Versand von Geld zwischen zwei Personen arbeitet „Peer-to-Peer“ also „PC-zu-PC“. Somit war der Grundgedanke die Bank als Mittelsmann zu entfernen, aber auch die Kosten sollten wegfallen, welche als Gebühren immer an die Bank zu leisten sind. Ebenso war es ein Wunsch, dass ein kryptografischer Weg des Senden von Geld anonym möglich sein soll. Doch die Peer-to-Peer Verbindung verhindert diesen Wunsch.

IOTA schickt sich nun an, vieles, was bei Blockchain noch bemängelt wurde besser zu machen. Basierend ist hier die Tangle Technologie, welche eine enorme Skalierung erlaubt und so auch großen Anstürmen standhalten kann. IOTA ist allerdings auch ein Peer-to-Peer Netzwerk. Hinzu kommt, dass IOTA keine „Miner“ beinhaltet. Ein Miner im Blockchain würde Transaktionen bestätigen und für seine Arbeit natürlich Geld verlangen. Bei IOTA übernehmen die Aufgaben die Nutzer selber. Wenn nun ein User einen Betrag verschicken möchte, so muss er zwei beliebige Transaktionen von anderen bestätigen, bevor er seine Transaktion abschicken kann. Diese wird dann wiederum von jemand anderem bestätigt. IOTA arbeitet dabei zwar auch mit dem „proof-of-work“ Konzept, allerdings dient das Rätsel hier lediglich dazu, dass möglichst wenig Spam/Falschmeldungen ins Netzwerk geschoben werden.

In dem ich zwei Transaktionen bestätige entsteht nun ein Graph, welcher wie oben, vorausgesetzt es passiert mehr als einmal, ausschaut. Es entsteht ein wirres Netz, welches auf Englisch „Tangle“ heißt. Ein weiterer Vorteil ist somit, dass jede Transaktion mehrfach geprüft werden kann. Durch den Verweis auf zwei verschiedene „Transaktionen“ welche ich zuvor bestätigen musste, kann die gesamte Kette und somit das Tangle geprüft werden. Eine Skalierung ist somit ohne Probleme machbar und macht die Übersendung von Transaktionen sogar schneller und nicht langsamer.

Wie kommt IOTA mit IoT zusammen?

IOTA hat eine Vision, welche nicht nur die Bezahlung von menschlichen Individuen ermöglicht, sondern ab einer gewissen Größe des Tangle’s auch das automatisierte Bezahlen von Geräten im IoT Bereich. Grundliegend aber auf jeden Fall eine verschlüsselte Kommunikation zwischen zwei Geräten wie einem IoT Kühlschrank und einem Online-Shop.

Huawei arbeitet schon länger an einer besser vernetzten Welt und mit 5G welches 2020 auf dem Markt etabliert werden soll, wird auch ein Umdenken der Kommunikation untereinander notwendig sein. IOTA liefert hier eine Möglichkeit, wie die Kommunikation nicht nur schnell, sondern auch sicher passieren kann. Besonders da IOTA bis 2025 mit einem Anstieg der verbundenen Geräte auf bis zu 75 Milliarden rechnet.

Was meint ihr, würdet ihr eine sichere Kommunikation begrüßen oder seht ihr IOTA bis dato immer noch nur als „weitere Kryptowährung“ und wenn ja, habt ihr schon investiert?

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Über den Autor

Sascha Lewandowski

Die Symbiose zwischen dem Menschen und der Technik treibt mich als Informatiker an, euch das Wissen nicht nur im Consumer-, sondern auch auch um Enterprise-Bereich zu eröffnen.

2 Kommentare

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