SAR Werte bei Huawei Geräten

SAR-Werte bei Huawei Smartphones, wir bringen Licht ins Dunkel

„Ey Alter, telefonier nicht soviel, das schadet der Gesundheit“, oder auch „na bruzelt dir gerade das Hirn weg weil dein Handy eine so verdammt hohe Strahlung hat?“. Garantiert habt ihr solche oder ähnliche Sprüche schon mal von irgendjemand gehört oder auch gelesen. Dabei wissen die wenigsten wovon sie überhaupt reden.
Viele unserer Huaweiblog-Leser haben den Begriff SAR-Wert sicherlich schon mal aufgeschnappt, andere kennen ihn überhaupt nicht. Grund genug für uns hier eine Art Aufklärung zu betreiben, was es mit dem ominösen SAR-Wert auf sich hat. Vereinzelte Medien, aber auch besorgte User stürzen sich auf diese Werte und verbreiten zum Teil Panikmache, weil dieser Wert „angeblich“ der Gesundheit extrem schade und geben dann natürlich zahlreiche Tipps, wie man es besser machen sollte. Man nehme da nur den Vorschlag: „telefoniere am besten nur mit Headset“. Auch renommierte  Unternehmen haben sich dieser Problematik angenommen und versuchen Aufklärung zu betreiben.  Wir vom Huaweiblog sind der Auffassung ebenfalls über dieses Thema reden zu müssen, jedoch nicht mit reißerischer Aufmachung oder Panikmache sondern eben informativ und aufklärend, wie ihr es von uns gewohnt seid.

SAR-Wert, was ist das überhaupt?

Die Abkürzung SAR steht für den Begriff “ Spezifische Absorptionsrate“ und wird in W/kg gemessen. Der SAR-Wert eines Smartphones gibt an, mit welcher Energierate der menschliche Körper elektromagnetische Felder aufnimmt, egal ob beim Telefonieren, also am Ohr, oder ob das Smartphone am Gürtelclip hängt. Dabei ist wichtig zu wissen, dass immer der Maximalwert angenommen wird. Dies ist vor allem wichtig weil sich der SAR-Wert stetig verändert. Das wiederum ist abhängig vom jeweiligen Mobilfunknetz und somit von eurem Provider. Je größer ein Gebiet mit Sendemasten des Providers ausgestattet ist, umso geringer ist der SAR-Wert beim Telefonieren.  Aber kein Grund zur Panik, selbst in Gebieten wo nur wenig Sendemasten aufgestellt wurden ist der SAR-Wert bei Smartphones in einem Rahmen der nach gegenwärtigen Stand unbedenklich ist.  Übrigens nehmen wir  solche Strahlungen auch durch andere elektronische Geräte auf, wie zum Beispiel durch eine Mikrowelle, das Radio, den Fernseher oder  auch durch einen Computer.

Schadet der SAR-Wert meinem Körper?

Nach gegenwärtigem Stand, durch zahlreiche Untersuchungen und Studien (alleine im Bereich Mobilfunk gab es über 5000 Studien), besteht keine Gefahr für den menschlichen Körper, solange ein bestimmter Grenzwert nicht überschritten wird.  Dieser Wert wurde durch eine Europäische Norm ( EN 62209-1) und der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung, kurz ICNIRP, festgelegt und beträgt zur Zeit 2,0W/kg.

SAR-Werte bei Huawei Smartphones

Alle Smartphones die in Europa und somit auch in Deutschland offiziell verkauft werden sollen, dürfen den oben genannten Grenzwert von 2,0 W/kg nicht überschreiten, andernfalls kommen sie nicht in den Handel!
Wir haben einige Huawei Smartphones mit anderen gängigen Smartphone-Herstellern verglichen und geben dieses Ergebnis in einer Tabelle wieder.  Quelle für die Werte war die renommierte Fachzeitschrift „connect“, die diesen SAR-Wert bei jedem Gerät gemessen hat. Am Ende dieses Artikels verweisen wir auf  eine ausführliche Tabelle von „connect“,  falls hier euer Interesse geweckt wurde und ihr noch mehr Smartphones bezüglich der Strahlung vergleichen wollt.
SAR

Stellungnahme von Huawei

Wie man in der obigen Tabelle sehen kann, weisen Smartphones von Huawei, mit Ausnahme des P8, einen höheren SAR-Wert auf, als die der von uns exemplarisch ausgewählten anderen gängigen Hersteller. Um dem auf den Grund zu gehen haben wir direkt bei Huawei nachgefragt und ein paar Auskünfte zum Thema „SAR-Werte bei Huawei-Geräten“ bekommen, die wir kurz zusammenfassen wollen:

  • Die in Fachzeitschriften veröffentlichten Zahlen entspringen einem Test unter Laborbedingungen und können vom Lebenssachverhalt abweichen.
  • In den Labortests wird die „intelligente Sendungssteuerung“ abgeschaltet (das Mate S z.B. hat zwei Antennen und diese „Intelligenz“ namens „Dual Antenna Smart Switching“ sucht immer nach der optimalen Sendeleistung. Daraus resultiert, dass es im Echtbetrieb zu niedrigeren SAR-Werten, als im Labor kommt.).
  • Der höchste gemessene Wert (der auch dann in den Tests steht) wird von der am meisten „strahlenden“ Frequenz gemessen. Es kann also sein, dass ein Huawei Gerät mit mehr Frequenzen als ein sonst technisch identisches Gerät andere SAR-Werte im Test liefert.
  • Beim SAR-Wert kommt es auf sehr sehr viele verschiedene Parameter an, deren Aufzählung und Erläuterung den Rahmen sprengen würde.
(Anm. d. Red.: Die Stellungnahme erfolgte im Rahmen eines Telefonats und ist ein Gedächtnisprotokoll)

Fazit

Huawei Emergency Network VehicleWir vom HuaweiBlog sagen: „Viel Lärm um nichts!„.  Klar dass manche Internetseiten, Zeitschriften und/oder vermeintlich besonders gesundheitsbewusste User hier einen auf  Panik machen wollen, weil mit Angst verdient man Geld. Das war schon immer so und das wird auch immer so sein.
Als Käufer oder Käuferin eines Smartphones sollte man sich immer vor Augen führen, dass Tests die unter Laborbedingungen vollzogen werden, selten oder fast nie der Realität entsprechen. Im realen Leben haben Hersteller wie Huawei intelligente Mechanismen eingebaut, die die Strahlenbelastung so gering wie möglich halten, dabei jedoch trotzdem eine gut Empfangs- und Sendeleistung gewährleisten.
Die Ergebnisse dieser Tests zeigen uns, dass sogar bei schlechtesten Bedingungen und unter sog. Volllast alle Smartphones gesundheitlich unbedenklich einzustufen sind.
So kann sich jeder von euch mit ruhigem Gewissen sein Lieblings-Smartphone zulegen, ohne Angst haben zu müssen, dass er mit seiner Gesundheit spielt. Wir hoffen dieser Artikel hat einige Irrtümer rund um das „Schreckgespenst“ SAR-Wert aufklären können. Solltet ihr noch Fragen haben, dann ab in die Kommentare damit.
Quellen: WikipediaConnect SAR- VergleichslisteBundesamt für StrahlenschutzInformationszentrum Mobilfunk
 

18 Kommentare

  1. Mcfire 29. Januar 2016
  2. Robert 29. Januar 2016
    • Horst Mierisch 29. Januar 2016
  3. David 29. Januar 2016
    • Rainer Fürst 29. Januar 2016
  4. edda314 29. Januar 2016
  5. Thomas 31. Januar 2016
  6. fluxx 7. April 2016
  7. Strahlux 20. April 2016
  8. Kalinski 25. Mai 2016
  9. Torsten Lindner 1. Juni 2016
  10. Ralf Zimmermann 15. Juli 2016
  11. Birbey 19. Oktober 2016
    • martin 18. März 2017
  12. lennart 4. Mai 2017
    • Marco 5. Mai 2017
      • Lennart 5. Mai 2017
        • Marco 5. Mai 2017

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