Vor einiger Zeit schon, Ende September 2015, stellte Google seine neuen Nexus-Geräte vor. Wie im Vorfeld schon angenommen, war Huawei für das Premium-Modell Nexus 6P zuständig. Während das Huawei Nexus 6P in den USA und Großbritannien kurz nach der Vorstellung bereits verfügbar war, dauerte es hier in Deutschland noch eine ganze Weile bis das begehrte Gerät auch hier im Regal stand (wir berichteten). Nun habe auch ich endlich eins der Geräte erhalten (für private Nutzung) und stelle es kurz in einem Unboxing und erstem Rundgang vor.

Huawei Nexus 6P – erste Eindrücke im Video festgehalten

 

Ich benutze das Huawei Nexus 6P nun seit genau einem Tag, dementsprechend kann ich mir natürlich noch keine abschließende Meinung zu dem Smartphone gebildet haben. Ich habe allerdings schon einiges ausgetestet und möchte hier auf ein paar Dinge noch genauer eingehen. Der abschließende Testbericht folgt dann wie üblich in 2-3 Wochen, da ich das Smartphone nicht unter Laborbedingungen teste, sondern es aktiv im Alltag benutze.

Hardware

Viele kennen die Hardware-Spezifikationen des Nexus 6P sicher bereits, aber ich hab im Video einiges vergessen zu erwähnen und deshalb möchte ich das nun noch kurz nachholen. Als SoC kommt der Qualcomm Snapdragon 810 mit dazugehöriger Adreno 430 GPU zum Einsatz, dem 3GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Beim Display setzt Huawei bzw. Google auf ein 2K-AMOLED Display (2560px*1440px). Das ganze wird von einem 3450 mAh starken Akku angetrieben. Wie schon im Video erwähnt, kann man auch an den Specs erkennen, dass man mit dem Nexus 6P ein eher unkonventionelles Huawei-Gerät gebaut hat. Nicht ganz so unkonventionell ist aber der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Google nennt diesen Nexus Imprint. Den habe ich schon testen können und viel gibt es dazu eigentlich auch noch nicht zu sagen. Er funktioniert schnell und akurat und ich hatte bisher noch keine Probleme mit dem Sensor. Ich bin gespannt wie das ganze in Android 6 eingebunden ist, denn die Sensoren werden ja nun auch nativ vom Betriebssystem unterstützt. Es dürften also mehr Funktionen als das bloße Entsperren möglich sein.

Verarbeitung

Zuerst möchte ich nun nochmal die hervorragende Verarbeitungsqualität loben. Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln. Die Verarbeitungsqualität befindet sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie die des Huawei Mate S, wenn nicht sogar einen Tick besser. Für alle die es interessiert, auf mich macht das Nexus 6P einen sehr stabilen Eindruck und ich denke nicht, das es sich übermäßig schnell verbiegt. Da gab es ja auf Youtube diverse Videos die eben das suggeriert haben. Selbst probiert habe ich das natürlich nicht. Meiner Meinung nach ist das auch ein total hirnverbrannter Trend. Bei normaler Nutzung wird man keine Probleme mit einem sich verbiegenden Smartphone haben, wenn man es jetzt nicht unbedingt darauf anlegt. (Außer man hat ein iPhone 😛 )
Die Hardware-Tasten an der Seite gefallen mir sehr gut. Der Powerbutton ist im Gegensatz zur Lautstärkewippe angeraut und man kann ihn sehr gut erfühlen. Das finde ich besonders in der Anfangszeit wichtig, wo man sich noch nicht richtig auf die Bedienung mit dem neuen Gerät eingestellt hat. Was mich bisher noch etwas stört ist die Positionierung der Lautstärkewippe. Sie sitzt quasi genau in der Mitte vom Gerät und ich betätige sie oft versehentlich beim Hochheben des Smartphones und in meiner KFZ-Halterung wird beim einsetzen die Leisertaste betätigt. Es mag Gewöhnungssache sein und ich bin mir sicher in einigen Tagen komme ich auch damit super zurecht, eine Positionierung oberhalb des Powerbuttons hätte ich aber trotzdem sinnvoller gefunden.

Display/Kamera

Wo mich das Nexus 6P bisher am meisten überzeugt hat ist beim Display und bei der Kamera. Ich denke hier wurde das bisher beste Display in einem Huawei-Smartphone verbaut. Es ist gestochen scharf, blickwinkelstabil, und angenehm hell. Mit einem IPS-Display kann es in Sachen Helligkeit technisch bedingt aber nicht ganz mithalten, im Alltag sollte man aber auf jeden Fall keine Probleme damit haben. Wann braucht man schon wirklich die maximale Helligkeit? Ich zumindest nie.

Durch die verwendete AMOLED-Technik kann man sich beim Nexus 6P dafür über „echtes“ Schwarz freuen. Ich finde das immer sehr praktisch, so kann man alleine durch die Wahl des Wallpapers schon etwas Akkulaufzeit sparen, denn bei der AMOLED-Technik verbrauchen schwarze Stellen keinen wertvollen Strom, denn die einzelnen Pixel sind dann einfach nicht aktiv. Darauf baut auch die Funktion „Inaktives Display“ des Nexus 6P auf. Hebt man das Gerät an, oder erhält man eine neue Benachrichtigung, so aktiviert sich das Display kurz in Schwarz-Weiß (stromsparend) und gibt Auskunft über die empfangenen Nachrichten. Das ist eine Funktion die von Motorola-Smartphones übernommen wurde und laut Google soll das die Benachrichtigungs-LED ersetzen. Tut es meiner Meinung nach aber nicht! Die Aktivierung beim Hochheben funktioniert bei mir nur etwas unzuverlässig und ich kriege täglich einen Haufen Benachrichtigungen und bei jeder einzelnen aktiviert sich das Display. Da ist mir die Benachrichtigungs-LED doch lieber.

Die Kamera konnte ich zwar nur kurz anhand einiger Testaufnahmen in den eigenen vier Wänden testen, aber hier hat sich schon gezeigt, dass die Kamera eins der Highlights im Nexus 6P ist. Besonders im Low-Light Bereich, überzeugt das Nexus 6P mit sehr wenig Bildrauschen und einer allgemein sehr guten Bildqualität. Richtige Aufnahmen folgen dann natürlich noch im Testbericht. Was mich ein bisschen gestört hat ist die Google-Kamera. Die ist sehr spartanisch und bietet nur wenige Funktionen. Zum Glück kann man sich hier aber bessere Alternativen aus dem Play-Store besorgen.

Ausblick

Alles weitere zum Huawei Nexus 6P werde ich nun in den nächsten Tagen testen. Gespannt bin ich auf die Akkulaufzeit, vor allem mit der neuen „Doze-Funktion“ von Android 6 Marshmallow.

Zum Schluss gebe ich noch einen kleinen Ausblick, was hier auf Huaweiblog.de noch an Beiträgen zum Huawei Nexus 6P kommen wird. Da war ich mir im Video ja noch nicht so sicher, nun habe ich aber schon einen genaueren Plan. Als nächstes wird ein Benchmark/Gaming Video kommen und im Anschluss ein Video oder Artikel zum Stock-Android und dessen Vor- und Nachteile. Abschließend kommt dann ein Testbericht, auf den ihr euch schon freuen könnt. Ich kann also nur wieder empfehlen, immer wieder unseren Blog im Auge zu behalten.

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Über den Autor

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Technikbegeisterter, 23 Jahre junger Huawei-Fan aus dem Tecklenburger Land in NRW.

7 Kommentar(e)

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Rainer Fürst

"Man(n) steckt ihn als erstes immer falsch rein. Vor allem im Dunkeln..."

Made my day!!! 😉

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Alex

Der 2ten kabel ist fur dem anschluss am ordner ??? Vieleicht ...

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Ronny

Für den Anschluss am PC!

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Autor
Tobias Scholz

Stimmt! Man kann das Kabel allerdings auch zum Anschluss an ein konventionelles Ladegerät benutzen. Allerdings ohne Quick Charge dann.

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Ronny

Oh man, von der "Behandlung" im Video bekomme ich ja Augenkrebs! Lieber Tobias, die blauen Laschen sind doch tatsächlich dafür angebracht, dass man die einzelnen Komponeten vernünftig der Verpackung entnehmen kann!

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Ronny

Komponenten meinte ich natürlich!

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Autor
Tobias Scholz

Lieber Ronny,
im Nachhinein ist das natürlich offensichtlich. Wenn man aber mal versucht ein Smartphone auszupacken, während man aufgrund des Aufbaus nur durch ein 2,5" Display mit 640*480px blickt dann ist das alles schon ein bisschen schwieriger. 😉

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