Der Kampf zwischen Huawei und Samsung, wer von beiden zuerst ein marktreifes Faltsmartphone präsentieren kann, geht in die heiße Phase. Huawei will hier mit dem Mate X punkten, während Samsung mit dem Galaxy F den Sieg für sich verbuchen will. Ob es sich hierbei allerdings um die finale Namensgebung handelt, ist eher unwahrscheinlich.

Samsung hat auf seiner Entwicklerkonferenz vorgelegt. Das aktuell als Galaxy F bezeichnete Gerät wird zusammengeklappt über ein 4,6 Zoll großes Display verfügen, geöffnet stehen 7,4 Zoll Displayfläche zur Verfügung. Vielmehr ist leider noch nicht bekannt, da Samsung noch keinerlei Angaben über die technische Ausstattung gemacht hat. Auch äußerlich sichtbar war so gut wie nichts, da das Smartphone in einer klobigen Schutzhülle versteckt war. Zudem hielt Samsung die Präsentation auf einer abgedunkelten Bühne ab, damit außer den Displays auch ja nichts zu sehen ist. Die einzige Verlautbarung die Samsung zum Galaxy F machte, war dass die Massenproduktion in den nächsten Monaten starten könnte.

Hier aber scheint Huawei bereits deutlich weiter zu sein. Das Mate X ist bereits Partnern und Netzbetreibern gezeigt worden und soll schon weit über das Stadium des Prototyps oder Proof-of-Concept-Geräts hinaus sein.

Mate X – technische Daten

Auch bei der Größe ist Huawei weniger zurückhaltend. So soll das Mate X zusammengeklappt 5 Zoll und geöffnet 8 Zoll groß werden. Die Ränder werden wieder sehr klein ausfallen.

Mate X
Patentbeschreibung zum Mate X

TECHCONFIGURATIONS hat basierend auf Patentdokumenten bereits ein Konzeptvideo erstellt. Laut diesem soll das aufklappbare 8-Zoll-Display des Mate X eine Auflösung von 4K aufweisen. Das faltbare Display kommt wohl wieder von BOE, wie bereits das des Mate 20 Pro. Weiterhin soll es von einem Exynos 9810-Chipsatz mit 6 GB RAM betrieben werden. Die Hauptkamera verfügt über ein 12 + 20MP-Kameramodul mit f / 1.5 auf der Rückseite, während die Frontkamera auf 24MP aufweisen soll. Geöffnet soll das Mate X gerade einmal 3,75 mm dick sein, die Gesamtdicke zusammengeklappt beträgt 7,5 mm. Auch soll IP68-Schutz gegen Wasser und Staub bestehen.

Konzeptvideo zum Mate X


Hierbei handelt es sich aber wie gesagt, um ein Konzeptvideo nicht um ein offizielles Video von Huawei. Auch bin ich persönlich doch sehr skeptisch, was einige technische Details angeht. So kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass Huawei einen Exynos-Prozessor verwenden soll. Noch erscheint es mir realistisch, dass Samsung Huawei in seinen Bemühungen ihm mit einem Konkurrenzprodukt zuvorzukommen unterstützen würde, indem es Huawei mit Hardware beliefert. Daher sollten wir diese Informationen mit großer Vorsicht betrachten.

Insgesamt aber sieht das im Konzeptvideo erstellte Mate X wirklich toll aus und ich würde mir wirklich wünschen, dass es der Realität sehr nahekommt. Ob das Mate X, wie von Huawei mehrfach angekündigt, auch bereits 5G unterstützen wird, ist aber noch nicht bekannt.

Allzu lange werden wir uns aber wohl nicht mehr gedulden müssen. Huawei plant, das faltbare Smartphone im Februar auf der Mobile World Congress MWC 2019 offiziell anzukündigen. Ob und wenn ja wann wir es hierzulande kaufen können, werden wir hoffentlich dann auch erfahren. Ich erwarte aber, dass es, sollte es bei uns verkauft werden, die 1000 € Grenze locker überschritten wird.

Quellen: TECHCONFIGURATIONS, gizchina

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Vielseitig interessierte Bloggerin, die auch gern mal über den Tellerrand schaut und Katzen in jeder Größe liebt.

4 Kommentare

  1. Avatar
    Tom veröffentlicht am

    Die Idee ist sicher geil, in der Praxis wird sich das Gerät aber nicht durchsetzen, da zu unhandlich und überteuert. Das Gerät bietet keinen tatsächlichen Vorteil gegenüber einem normalen Smartphone oder einem Tablet, kostet aber so viel wie beide zusammen.

    Ich sage daher hiermit voraus, dass dies ein einmaliges Experiment beider Unternehmen sein wird, welches danach eingestampft wird. Würde mich sogar nicht wundern, wenn die Geräte zu 90% nicht verkauft werden und damit zum Ladenhüter werden.

    • Avatar
      Berit Engmann veröffentlicht am

      Hallo TOM,

      Ich bin da etwas weniger sekeptisch. Natürlich hast du recht, dass sich die ersten Geräte nicht sehr viele Menschen kaufen, da diese sehr warscheinlich noch ziemlich teuer sein werden. Aber sobald es möglich ist große Stückzahlen herzustellen, wird der Preis bestimmt etwas fallen und die Technik erschwinglicher.

  2. Avatar
    Marco veröffentlicht am

    Schade um das gut gemachte Video. Hätte man vorher bedacht, dass das große Display wohl auf der Aussenseite Platz finden wird und nicht innen. Erkennt man am Klappmechanismus welcher auf der Patentschrift abgebildet ist.

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