Real Racing 3

Huawei Mate S Gaming Performance im Kurztest

Huawei Mate S_Front AngleDas Huawei Mate S befindet sich ja seit zwei Wochen nun bei uns im Test. Der obgligatorische Testbericht, der bei uns immer auch ein Erfahrungsbericht aus der Alltagsnutzung ist, folgt in den nächsten Tagen in aller Ausführlichkeit. Ein Unboxing vom Mate S und erste Eindrücke im HandsOn haben wir euch hier ja schon gezeigt.
Einen Punkt nehme ich aber heute etwas vorneweg: die Performance des Mate S bei Spielen.
Der Hintegrund ist eine Nachricht, die ich gestern Abend bekam und in dem es um eine angeblich schlechte Performance beim Spielen mit dem Mate S gibt. Ausgelöst wurde diese (vielleicht auch etwas provozierende?) Frage durch einen Artikel der Kollegen von WinFuture mit dem Slogan „Gamer sollten sich nicht von Top-Hardware blenden lassen„.
Als leidenschaftlicher Gamer, der seit eben zwei Wochen hierzu das Mate S einsetzt und eine solch schlechte Performance nicht feststellen konnte, kam ich natürlich ins Grübeln. Bin ich selber zu blind das zu merken? Bin ich zu alt und freue mich insgeheim über schlechte Framerates, damit ich in meinem fortgeschrittenen Alter überhaupt mit meinen Reaktionen hinterherkomme?
Also holte ich mir das im Video von mobiwatch by Lutz Herkner gezeigte Benchmarktool Gamebench und machte den Vergleichstest. Da mir Zeit und Muße fehlten knapp 2 Gigabyte an Daten für Asphalt 8 herunterzuladen, nutzte ich als Referenzspiel Real Racing 3. Zum einen weil ich dieses Spiel schon seit dem Huawei Ascend G615 / Honor 2 als Referenz nutze und somit einen kontinuierlichen Vergleich habe; zum anderen lautet die Überschrift ja ganz klar „Gamer sollten sich nicht von Top-Hardware blenden lassen“, was wohl den legitimen Schluß zulässt, dass man hier nicht nur ein bestimmtes Spiel meint.
Zum Einsatz kam Real Racing 3 in der aktuellsten Version 3.6.0. Als Rennen wählte ich die aktuelle Nascar Challenge und ein Rennen auf dem Kurs von Indianapolis. Das konkrete Rennen geht über fünf Runden und man tritt gegen 42 Gegner an. Insgesamt also schon gut etwas zu tun für’s System. Die Aufzeichnung mit Gamebench wurde vor dem Aufrufen von Real Racing 3 gestartet und unmittelbar nach Zieldurchfahrt beendet. Damit entstand eine aufgezeichnete Dauer von 5 Minuten und 19 Sekunden, wovon ca. 45 Sekunden auf den allgemeinen SPielstart und die Auswahl des Rennens fielen.
Im oben genannten Referenzvideo beträgt die aufgezeichnete Dauer 3 Minuten und 19 Sekunden, so dass hier der Mittelwert sogar noch genauer dargestellt werden sollte.

Ich habe zum Glück doch nichts an den Augen und bin nicht zu alt!

 
Huawei Mate S Gamebench Benchmark
So zumindest bewerte ich das Ergebnis, was mir im Anschluss bei Gamebench angezeigt wurde. 31 Bilder pro Sekunde lautet hier das Ergebnis. Und das sieht dann doch schon ganz anders aus, als die bei mobiwatch gemessenen 18 Bilder pro Sekunde.
 

Was könnten die Gründe hierfür sein?

Das es einfach nur an ein oder zwei Spielen liegt, bezweifle ich; auch wenn ich es natürlich in der kurzen Zeit nicht verifiziert habe.
Ich könnte mir viel eher vorstellen, dass hier beim Testgerät von mobiwatch andere Energieeinstellungen gewählt wurden. Ich persönlich stelle diese immer auf höchste Leistung und nicht auf längere Akkulaufzeit. Ich nutze eben ein Smartphone und möchte das auch mit der vollen zur Verfügung stehenden Leistung tun.
Huawei bietet mit seiner Firmware und EMUI vielfältige Möglichkeiten sein System anzupassen. Möglichkeiten die jahrelang von der Android Szene gefordert wurden und die man lange Zeit nur in Custom ROMs oder per Drittanbieter App fand, die dann auch meist noch Root Rechte benötigten. Das waren zum Beispiel Leistungseinstellungen (Taktfrequenz u.ä.) oder Berechtigungen, welchen Zugriff Apps haben dürfen oder ob diese automatisch gestartet oder im Hintergrund weiterlaufen dürfen.
All dies bietet Huawei von Haus aus. Aber man muss sich mit diesen Einstellungen eben auch vertraut machen. Ansonsten kommt die klassische Frage, warum die WhatsApp Nachrichten nicht sofort angezeigt werden; wofür in der Regel die Energieeinstellungen verantwortlich sind oder, dass WhatsApp nicht als geschützte App läuft.
Da wir hier die EInstellungen von Lutz Herkner nicht kennen, stellen wir ihm unser Ergebnis zur Verfügung und vielleicht stellt sich heraus, dass es ja tatsächlich an anderen Leistungseinstellungen gelegen hat.

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Optimiert habe ich für den Test übrigens nichts!

Im Gegenteil. Bevor ich den Test gestartet habe, wurden noch sechs Apps über den Play Store aktualisiert, die App Gamebech habe ich installiert und eingerichtet und es waren alle Verbindungen und Synchronisationen – WLAN, Email-Synchronisierung, Messenger, Bluetooth-Verbindung mit Smartwatch, NFC,… – aktiv.
 

Fazit

Mein Fazit, welches ich gestern Abend dann noch an den Fragesteller weiterleiten konnte, ist folgerichtig komplett abweichend von mobiwatch und WinFuture. Wohlgemerkt, es geht hier ausschließlich um die Gaming Performance und kein Gesamt Fazit oder die Frage, ob das Mate S nun der legitime Nachfolger des Mate 7 oder insgesamt – auch wegen fehlendem Force Touch – eine Enttäuschung ist. Denn genau das scheint sich recht schnell in den Kommenatren zu den oben genannten Quellen als Tenor durchzusetzen.
Insofern kann man dieses Ergebnis auch gerne als inoffizielle „Gegendarstellung“ sehen!
 
P.S.: Und gewonnen habe ich das Rennen natürlich – trotz bewusst herbeigeführten Unfällen, Staubwolken, etc. – auch noch! 😉
 

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10 Kommentare

  1. Robert 17. September 2015
    • Marco 17. September 2015
      • Garrus 17. September 2015
  2. Harald 64 17. September 2015
  3. Harald 64 17. September 2015
    • Rainer 17. September 2015
  4. Lutz Herkner 17. September 2015
    • Rainer 17. September 2015
      • Lutz Herkner 18. September 2015
  5. Kedu 23. Juni 2016

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