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Huawei Gründer: „Wir müssen einige Länder, Kunden und Produkte aufgeben“

Der Handelsbann setzt Huawei weiterhin zu, es sieht aktuell auch nicht so aus, als würde sich daran bald etwas ändern.

Wegen der Handelsrestriktionen hat Huawei Probleme Komponenten für neue Geräte zu beschaffen. Eines der grössten Probleme ist bekanntlich das Produzieren oder Kaufen von aktuellen und konkurrenzfähigen Prozessoren für die Huawei Smartphones und Tablets.

Huaweis Plan bezüglich Komponenten

Ren Zhengfei erwähnte, dass man wegen den Restriktionen keinen Zugriff mehr auf Premium Komponenten habe und man daher auf Alternativen zurückgreifen müsse.

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Der Huawei CEO hat nun in einem internen Meeting einen Plan geäussert, um weiterhin im Markt tätig sein zu können:
„Wir müssen versuchen „drittklassige“ Komponenten zur Herstellung von „premium“ Produkten zu verwenden.“

Huawei wird seine Marktstrategie anpassen und setzt mehr auf Produkte der Kategorien 8+N

„In Bezug auf die Marktstrategie…müssen wir es wagen, einige Länder, einige Kunden, einige Produkte und einige Szenarien aufzugeben“, so der Huawei-Gründer.

Ihr müsst euch jedoch keine Gedanken machen, dass Huawei die private Kunden Sparte komplett aufgibt. Gemäss der Meeting-Memos ist die Huawei Business Group nach wie vor die Sparte mit dem meisten Gewinn. Man möchte weiterhin an der 1+8+N Strategie festhalten.
(Die Ziffer 1 steht für Smartphones, während sich die 8 auf andere Verbrauchergeräte wie PCs, Fernseher, Tablets, Smartwatches und Kopfhörer bezieht. Die N-Kategorie umfasst Bereiche wie Smart Home und audiovisuelle Unterhaltung.)

Ren erwähnte im Meeting bezüglich 1+8+N jedoch, dass man mehr Produkte der 8 und N Kategorie produzieren möchte, da der Zugang zu Komponenten für die Produktion von Smartphones immer mehr eingeschränkt wird und sonst kein Überleben möglich ist.
Dies zeigt, dass die Restriktionen wohl doch nicht so spurlos an Huawei vorbei gegangen sind.

Wird es Huawei mit dieser Strategie schaffen?

Am Ende werden wohl wir, die Verbraucher, der endgültige Entscheid sein, ob die Strategie von Huaweis CEO aufgehen wird oder nicht. Die meisten werden sich wohl nicht mit mittelmässigen Specs zufriedengeben, wir sind da schliesslich anderes von Huawei in der P und Mate Serie gewohnt.

Wie es Nicole Peng vom singapurischen Marktforschungsunternehmen Canalys im Artikel von der South China Morning Post sagt: „Die Verbraucher sind schwer zufrieden zu stellen, und sie akzeptieren keine Produkte, die nicht aus Qualitätskomponenten bestehen, egal ob es sich um einen inländischen oder internationalen Anbieter handelt“.

„Es ist schon sehr herausfordernd für Huawei, ums Überleben zu kämpfen, aber die Last, Chinas Technologie-Lieferkette zu entwickeln, ist für ein einzelnes Unternehmen noch viel schwerer zu tragen“, sagt sie. „Ich glaube, das ist ein Bereich, in dem sich Huawei positionieren will, um eine der tragenden Säulen für die Unabhängigkeit von Chinas Technologie-Lieferkette zu werden.“

In der Zwischenzeit plant Huawei, seine Software-Fähigkeiten zu verstärken

„Es wird für uns schwierig sein, uns nur auf Hardware zu verlassen, um die Welt für eine lange Zeit anzuführen“, sagte Ren bei dem internen Treffen. „Wir müssen uns auf Software verlassen, um das zu ändern.“

Das erfordere eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Geräte-, Cloud- und Internet-Sparten des Unternehmens, so Ren.

Eine Bewegung in diese Richtung fand bereits im vergangenen Monat statt, als die Aufgaben von Yu Chengdong (HUAWEI Richard), Chef der Consumer Business Group von Huawei, erweitert wurden. Richard Yu leitet nun auch die Abteilungen für Cloud-Services und künstliche Intelligenz des Unternehmens. Diese Umstrukturierung des Managements könnte es ermöglichen über die verschiedenen Bereiche besser zusammenzuarbeiten und so neue Märkte zu erschliessen, während man mit den US-Sanktionen zu kämpfen hat.

Was meint ihr? Schafft es HUAWEI mit der Strategie? Würdet ihr auch wieder Geräte von HUAWEI kaufen, die zwar günstig, aber nicht mehr im HighEnd Sektor angesiedelt sind?

Quellen: Huaweicentral & South China Morning Post

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11 Kommentare

  1. Manuel Schatte 27. Februar 2021
  2. Reinhard 27. Februar 2021
  3. Bergmann 28. Februar 2021
  4. Matthias 28. Februar 2021
  5. Vollelanne 28. Februar 2021
  6. Jens Zöckel 28. Februar 2021
  7. Micha ADM 28. Februar 2021
  8. Andreas 1. März 2021
  9. Lex 1. März 2021
  10. Patrick Loidl 4. März 2021
    • Marco 5. März 2021

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