Huawei_2013_Rückblick

Huawei 2013 – Der große Jahresrückblick

Huawei_2013_RückblickDas Jahr neigt sich dem Ende zu! Da ist es ja inzwischen gute Tradition einen Jahresrückblick vorzunehmen. Auch wir wollen auf das Jahr 2013 zurückblicken und schauen, was sich alles rund um Huawei getan hat.

Emotion UI – die große Unbekannte

Die ersten Neuigkeiten gab es im Grunde schon Ende 2012 mit der Bekanntgabe einer eigenen Nutzeroberfläche: Emotion UI.
Emotion UI (EmUI Wiki) soll die Bedienung vereinfachen und bietet nützliche, optisch ansprechende und einfach zu handhabende Funktionen; so kann man beispielsweise unkompliziert das gesamte Design, inklusive Schriftart und Tönen, über eine grafische Oberfläche anpassen. Angekündigt in 2012, sollte Emotion UI Ende des Jahres als Update auf ausgewählte Geräte, wie z.B. das Ascend P1 kommen. Tatsächlich dauerte es dann doch ein bißchen länger und die ersten Geräte mit Emotion UI waren die, die in 2013 neu vorgestellt wurden.
Und damit sind wir auch schon bei der CES 2013.

 Cosumer Electronic Show (CES) 2013

Beim ersten Höhepunkt des Jahres für alle Elekrtonik-Fans – der Conusmer Elektronic Show (CES) in Las Vegas, hatte Huawei das Ascend D2 und das Acsend Mate präsentiert.
Das Ascend D2 überzeugte auf den ersten Blick mit ordentlichen Werten, wie einem 1,5 GHz K3V2-Quad-Core Prozessors mit integrierter 16fachen GPU und 2GB RAM und 5 Zoll Full-HD Display. Auch die ersten Hands-on klangen recht beeindruckend und das Ascend D2 hätte sicherlich ein Verkaufsschlager werden können – HÄTTE!
Denn – aus welchen Gründen auch immer – gelang das Gerät nie wirklich auf den deutschen Markt. Und als es dann – über Umwege – verfügbar war, gab es aus dem eigenen Haus genug Konkurrenz.
Fazit: Schade
Das Ascend Mate hingegen schaffte es dagegen sehr schnell in den deutschen Verkauf und war bereits ab Februar/März im Handel verfügbar. Das Ascend Mate trat als Konkurrent gegen das Samsung Galaxy Note an und konnte hinsichtlich der Performance absolut überzeugen (Testbericht). Und wenn man dann noch das Preis-Leistungsverhältnis hinzuzieht, ist das Ascend Mate definitiv eine klare Alternative.
Inzwischen ist das Gerät für rund 270 EUR zu haben.Es verfügt über den gleichen Prozessor undRAM, wie das Ascend D2, wartet aber mit einem tollen großen 6,1″ Zoll Display auf, welches leider nicht in Full-HD auflöst. Dieser Umstand ist bei vielen Smartphones jedoch schlichtweg der Tatsache geschuldet, dass man die vergleichsweise geringer sichtbare bessere Auflösung nicht zu Lasten einer deutlich reduzierten Akkulaufzeit opfern möchte.
Der Erfolg gibt hier Huawei offenbar recht und es wurde inzwischen bereits der Nachfolger – das Mate 2 – geleakt.
Fazit: eine echte Größe
 
Weiterhin stellte Huawei auf der CES 2013 sein erstes Gerät mit Windows Phone 8 OS vor – das Huawei Ascend W1.
Auch dieses Gerät war relativ schnell auf dem Markt verfügbar; allerdings interessierte dies bis Herbst diesen Jahres nur rund 200.000 Käufer weltweit. Als Einsteigergerät kann das Ascend W1 zwar durchaus bestehen (Testbericht), muss sich aber hier doch in manchen Belangen der Konkurrenz geschlagen geben.
Da sich auch hinsichtlich des Nachfolger Ascend W2 immer wieder Verzögerungen beim Start ergeben und die Anfang des Jahres aufkeimenden Gerüchte um ein Ascend W3 genauso schnell wieder verstummten, ist schwer einzuschätzen, ob Huawei sich mit Windows Phone Geräten ebenfalls gut positionieren kann. Man hat jedoch immer wieder bestätigt, dass man auch an diesem OS festhalten möchte.
Fazit: Flop
 

Huawei Ascend G615 – Überraschung im Januar/Februar

Noch vor dem nächsten großen Messe-Highlight, überraschte Huawei uns mit dem Ascend G615.
Dieses war Ende des Vorjahres als Huawei Honor 2 auf den chinesischen Markt gekommen und sollte laut ersten Ankündigungen überhaupt nicht auf dem internationalen Markt verfügbar sein.
Aber hier sollten wir erstmalig in 2013 merken, dass es ersten anders kommt und zweitens, als Huawei sagt!
Ins Rennen geschickt wurde das Ascend G615 als „Nexus 4-Killer“. Ganz so dramatisch war es dann doch nicht. Beide Geräte konnten in diversen Vergleichstest auf gleicher Augenhöhe abschließen. Sie wussten jeweils durch eigene Vorzüge zu überzeugen, wie zum Beispiel beim Ascend G615 die Speichererweiterung per externer SD-Karte.
Das die Geschichte des Ascend G615 eine sehr turbulente werden würde, konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen.
Alles begann damit, dass das bereits bei Veröffentlichung des Ascend G615 versprochene unmittelbare Update von Android 4.0 Ice Cream Sandwich, auf Android 4.1.2 Jelly Bean, etwa zwei Monate auf sich warten ließ. Wenn man ehrlich ist, kennen wir dies aber auch von so ziemlich jedem anderen Hersteller und das ganze wäre kein Beinbruch gewesen.
ABER!
Leider wies das Update doch ein paar Schwächen auf und vor allem einen großen Bug („Location Bug“), der bis zum heutigen Tage nicht von Huawei behoben wurde. Peinlicherweise gelang dieser Bugfix der Community in wenigen Tagen. Und noch undurchsichtiger wurde es, als es zwischenzeitlich dann statt des Updates, nur noch einen offiziellen Downgrade bei Huawei gab.
Pünktlich zum bervorstehenden Weihnachtsfest hat Huawei die (noch verbliebenen) G615-Nutzer aber doch noch beschenkt. Das aktuelle Update auf Android 4.2.2 läuft nach ersten Eindrücken hervorragend.
Zwar gab es auch hier wieder die ein oder andere Verzögerung und eine weniger gelungene Informationspolitik, aber wenn am Ende ein gutes Produkt steht, dann nimmt man das (gerne) in Kauf.
Fazit: Holprig – aber gelungen!
 

Mobile World Congress

Unmittelbar nach dem ersten Höhepunkt im „Smartphone-Jahr“, folgt rund einen Monat später schon der zweite in Form des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.
Der Huawei „Headliner“ dabei war sicherlich das Ascend P2, welches die Nachfolge des im Sommer 2012 erschienenen und recht erfolgreichen Ascend P1 antreten sollte. Ein Herausstellungsmerkmal, welches bis Sommer/Herbst 2013 sogar ein Alleinstellungsmerkmal des Ascend P2 sein sollte – war die Tatsache, dass es LTE Cat4 beherrschte. Somit konnte es sich lange Zeit mit dem Titel „schnellstes Smartphone schmücken.
Der ganz große Erfolg blieb dem Ascend P2 jedoch verwehrt. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit ab Mai andere populäre Hersteller bereits ihre Highlights präsentiert hatten. Weiterhin machte sich Huawei zu diesem Zeitpunkt selber schon Konkurrenz mit dem angekündigten Ascend P6.
Geblieben ist ein ordentliches Smartphone, dass immer noch zur oberen Mittelklasse gehört und in Sachen Geschwindigkeit weiterhin das schnellste ist, was der Markt zu bieten hat.
Fazit: Schade
Neben diesem vermeintlichen Highlight, brachte Huawei noch zwei weitere Einsteigergeräte mit zum MWC: das Ascend G510, das Ascend G526 und das Ascend Y300.
Und mit letzt genanntem Gerät auch einen der großen Gewinner des Jahres! Denn das Y300 ist ein wirklich hervorragendes Einsteiger Gerät (Testbericht), welches im Preis-Leistungs-Verhältnis bis heute an der Spitze diverser Vergleichslisten steht.
Hier überzeugt nicht die Leistung eines Highend-Blockbusters, sondern die Tatsache, dass das Ascend Y300 alles hat, was der Smartphone Einsteiger oder „Otto-Normal-Handy-Nutzer“ braucht und das er dies zu einem Pries von inzwischen unter 100 EUR bekommt!
Fazit: Positive Überraschung
Auch ein Tablet hatte Huawei beim MWC 2013 am Start – das Huawei MediaPad 10 Link. Dabei handelt es sich um den kleinen – günstigeren – Bruder des MediaPad 10 FHD (Erfahrungsbericht). Der Unterschied liegt hier – wie der Name schon sagt – in der Auflösung. Das MediaPad 10 Link verfügt nicht über ein Full-HD Display, sondern „nur“ über ein Display mit 1280 x 800 Pixel Auflösung. Im Gegensatz zum MediaPad10 FHD gibt es auch keine WiFi-only Variante.
Fazit: Variante für Sparsame
 

CeBIT 2013

Weiter ging es im Messe-Marathon zu Beginn jeden Jahres auf der CeBIT. Dort war Huawei in diesem Jahr einer der größten Auststeller mit knapp 1000m² Fläche.
Neue Smartphones oder Tablets wurden hier jedoch nicht vorgestellt. Mit den beiden großen Messen im Januar (CES) und Februar (MWC) sind die Highlights – zumindest des ersten Halbjahres – einfach schon vorgestellt.
Der Trend der CeBIT weg vom Endverbraucher machte sich auch hier bemerkbar. Und auch Huawei orientiert sich daran und präsentiert keine Enverbraucher-Lösungen, sondern zeigt sich hier vor allem als Anbieter von Netzwerk- und Business-Lösungen.
 

Huawei, EmotionUI und die Updatepolitik

Nach den ganzen Messen beherrschte im Frühjahr 2013 ein Thema rund um Huawei die Nutzer wie kein anderes: Die Updatepolitik.
Wie zuvor schon geschildert, „verstimmte“ Huawei mit einem erst verzögerten, später fehlerhaften, Update die Nutzer eines Ascend G615.
Und auch die Besitzer eines Ascend P1 mussten durch harte Zeiten gehen. Zunächst kündigte Huawei an, für sein Top-Gerät des Vorjahres ünberhaupt kein Update anzubieten. Der Aufschrei war dementsprechend groß.
Im März/April gab es dann tatsächlich doch ein Update. Allerdings wurde lediglich die hauseigene Oberfläche Emotion UI über die vorhandene Android 4.0-Firmware gelegt. Besänftigt hat dies die P1-Besitzer nicht – im Gegenteil.
Aber  Huawei schaffte es dann doch sich durchzuringen und brachte im Mai ein offizielles Update auf Android 4.1 Jelly Bean. Allerdings wurden die User mit einem gravierenden Bug „überrascht“. Die GPS-Logs wurden nicht überschrieben, sondern blieben erhalten. Dies führte dazu, dass bei einer regelmäßigen GPS-Nutzung innerhalb kürzester Zeit der Speicher voll war. Abhilfe schaffte hier nur ein Zurücksetzen. Das fehlende FM-Radio, Probleme mit Bluetooth-Hotspots und dem Auto-Fokus bei der Kamera rundeten die Probleme weiter ab.
Nach dem Aufschrei aus der Community kündigte Huawei ein weiteres Update für Ende Juli an. Dieses erschien dann auch tatsächlich – allerdings erst Ende September!
Wie schon beim Bericht über das Update rund um das Ascend G615, gilt auch hier: Ende gut – alles gut! Aber der Weg war lang und steinig!
Fazit: Holprig – aber gelungen!
 

„Beauty. Worth waiting for“ – Huawei Ascend P6

DAS große Huawei-Highlight fand wohl zweifelsohne am 18. Juni 2013 in London statt. Dort wurde das derzeitige Flaggschiff der Weltöffentlichkeit präsentiert – das Huawei Ascend P6.
Mit dem Ascend P6 wollte Huawei einen großen Schritt machen. Man wollte sich vom bloßen Image des Billig-Anbieters lösen und zum Kreis der renomierten Hersteller aufsteigen.
Dazu präsentierte man mit dem Ascend P6 ein durchaus beeindruckendes Smartphone. Beeindruckend gleich in vielerlei Hinsicht.
Zum einen war das Ascend P6 zum Zeitpunkt der Vorstellung das dünnste Smartphone der Welt. Medienwirksam fand die Präsentation des 6,18mm dünnen Gerätes dann ja auch am 18.06. (englisch 6/18) statt.
Weiterhin überzeugte das Ascend P6 diesmal nicht nur technisch und preislich, sondern auch durch die Auswahl des Materials. Waren die bisherigen Geräte durch ein relatives schlichtes und praxistaugliches Kunststoff-Design „aufgefallen“, so glänzt das Ascend P6 durch sein tadellos verarbeitetes Metallgehäuse. Aber bevor ich jetzt wieder schwärme, lest einfach nochmal unseren Testbericht!
Aber noch etwas zeichnet dieses Ereignis und dieses Huawei Gerät aus. Gibt es – wie hier im Artikel vielleicht schon mal erwähnt – bei anderen Geräten doch gewisse Probleme mit Updates, so dürfen sich Ascend P6 Besitzer regelmäßig über Firmware Leaks und offizielle Updates freuen.
Fazit: Beauty – worth waiting for!
 

Internationale Funkausstellung (IFA)

Neben der CeBIT haben wir hierzulande ja noch eine weitere große Messe im Bereich Elektronik zu bieten – die IFA in Berlin.
Hier hatte Huawei zwei neue 7 Zoll-Tablets im Gepäck – das Huawei MediaPad Vogue und das MediaPa Youth.
Das MediaPad Youth richtet sich an die jüngere Zielgruppe und bietet mit dem Dual-Core Cortex A9 Prozessor mit einer Taktung von 1,6 GHz und 1 GB RAM für flüssigen Spielspaß und schnelles Surfen unterwegs.
Das MediaPad Vogue verfügt über einen K3V2 Quad-Core Prozessor mit einer Taktung von 1,2 GHz und 1 GB RAM und sorgt so für nachhaltigen Anwendungs-Spaß – egal ob während des Business-Trips oder zu Hause.
Beide Tablets stecken in einem wertigen Aluminium-Unibody und sind durch einen 4.100 mAh Li-Polymer Akku äußerst kraftvoll und ausdauernd.
Damit schloß Huawei auch die Portfolio-Lücke in dem Segment, in dem sich ein Samsung Tab 3 7.0, das Asus FonePad oder natürlich das Nexus 7 befinden.
Fazit: Solide mit Luft nach oben
 

Huawei und die Community

Anfang des Jahres versprach Lars-Christian Weisswange (Vice President, WEU), dass man verstärkt auf die Community zugehen möchte. Die Erwartungen waren in der Community natürlich entsprechend groß. Geworden ist aus diesem Versprechen bisher vergleichsweise wenig.
Gerade bei Geräten, die nicht so sehr mit Updates gesegnet werden, hatte man sich durch die Freigabe von Kernel-Ressourcen und vor allem der Öffnung der Bootloader viel erhofft. Erst recht im Kontext der Update-Problematik, die zuvor bereits ausgiebig dargestellt wurde.
Letztlich brachten alle Aktionen „gegen“ Huawei nichts. Zwar wurden vereinzelte Resourcen freigegeben und vor kurzem auch der Bootloader des Ascend P6 geöffnet, aber das war nicht, was sich alle erhofften. Zumal das Ascend P6 schon sehr gut mit Updates versorgt wird und sogar schon die aktuellste Android Iteration 4.4 KitKat für Januar angekündigt wurde.
So bleibt hier nicht weiter übrig, als zu hoffen, dass Huawei, als inzwischen etablierte Kraft auf dem europäischen Smartphone-Markt, den Stellenwert der Community erkennt und sich dieser öffnet!
Fazit: Zukünftig unbedingt besser machen
 

Und was gab es noch?

Vor allem viele Gerüchte! Huawei wurde immer wieder mit anderen Herstellern und Organisationen in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel HTC, Nokia oder auch mit CyanogenMod.
Bestätigt hat sich letztlich keines dieser Gerüchte. Aber alleine die Tatsache, dass Huawei in den Kontexten rund um andere Hersteller immer wieder auftaucht zeigt, dass Huawei 2013 den Sprung in die Riege der renomierten und namhaften Hersteller geschafft hat.
Mit einer schier endlosen Reihe von neuen Geräten – welche hier alle zu nennen den Artikel sprengen würde – konnte man die diversen Adressatengruppen – mal mehr, mal weniger – erreichen.
Und Schluß ist beim Hersteller aus Shenzhen noch lange nicht! Die Gerüchte für 2014 werden auch schon fleißig gekocht und auch diverse Geräte wurden bereits angekündigt und teilweise auch schon geleakt.
Aber das ist ein anderes Thema, womit sich demnächst unser Ausblick 2014 beschäftigen wird.
Wie habt ihr das Jahr 2013 mit Huawei erlebt und was erwartet ihr euch von der Zukunft mit diesem Hersteller?
Wir freuen uns über reichlich Meinungen und Kommentare!

4 Kommentare

  1. Horst Mierisch 20. Dezember 2013
    • Horst Mierisch 20. Dezember 2013
      • Rainer 20. Dezember 2013
  2. Micha 27. Dezember 2013

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