Huawei Schweiz

Huawei wirkt seit 2009 in der Schweiz. Der erste Standort war in Bern, gefolgt von der Niederlassung in Dübendorf, Zürich. Innert drei Jahren wuchs die Zahl der Mitarbeiter von 5 auf 450 an. Huawei ist hier in erster Linie als starker Partner der Swisscom in Bezug auf Netzwerkinfrastruktur bekannt. Der Name Huawei wird vielen Menschen in der Schweiz noch nicht geläufig sein, die meisten davon nutzten oder nutzen Huaweis Dienste allerdings tagtäglich. Mein erstes Huawei-Produkt war ein Stick, mit dem ich unterwegs mit dem Laptop internettauglich wurde. 2011 realisierte Huawei zuerst Swisscoms internes Kommunikationsnetz, seit da ist die Unternehmung für den Ausbau des Glasfasernetzes schweizweit mitverantwortlich.

Die Swisscom, nebenbei bemerkt, ist nebst der Schweizerischen Post Nachfolger der staatlichen PTT, heute das führende Schweizer Telekommunikationsunternehmen. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hält knapp über 50 Prozent Beteiligung an der Swisscom.
Die Schweiz ist ein klassisches i-Phone-Land. Wo immer man sich bewegt und aufhält, erblickt man i-Phones. Insbesondere bei der ganz jungen sowie der eher reifen Bevölkerung. Die Geräte von Samsung haben hier auch einen ganz schönen Verbreitungsgrad, gefühlt vor allem beim hoch geschätzten weiblichen Anteil der Bevölkerung. Danach sieht man sehr lange nichts anderes mehr.
Huawei selbst schaffte es bisher eher negativ in die Schweizer Schlagzeilen. Sei es, weil die chinesische Firmenkultur offenbar eine starke Prägung auch in der Zürcher Filiale aufweist – oder weil 2013 angeblich Mitarbeiter ohne gültige Visa sowie anderweitig erforderliche Bewilligungen beschäftigt gewesen sein sollen. Hinzu kam ein Verdacht auf unkorrekte Steuerhandhabung am Standort Zürich. Was, unter dem Druck der Presse, den damaligen Vorstand der Swisscom zu ermahnenden Stellungnahmen bezüglich der weiteren Zusammenarbeit mit Huawei nötigte. Monate später erwiesen sich nach genaueren Untersuchungen die meisten der Vorwürfe als völlig haltlos, was dann medial kaum noch erörtert wurde. Ich erwähne das an dieser Stelle einzig, weil offensichtlich das Wirken chinesischer Unternehmungen – und diese mögen bestimmt nicht die einzigen sein – in westlichen Ländern mit besonderer Aufmerksamkeit, um es freundlich zu sagen, beobachtet wird.

Warum ich diesen Text überhaupt schreibe: ich habe mich verliebt. Und zwar in das Ascend Mate 7. Seit Jahren bin ich auf Android und Windows Phone unterwegs, mit Geräten unterschiedlichster Hersteller. Apple-affin war ich bis anhin zugegebenermassen gar nie, was aber nicht als Wertung missverstanden werden möge. Aktuell ist seit rund zwei Jahren das Nokia Lumia 920 mein treuer Begleiter, und ich liebe das Teil in vielerlei Hinsicht. Windows Phone, welches ich persönlich als ein äusserst schlichtes, edles und aufgeräumtes Betriebssystem empfinde und das ich stets durch viele Böden hindurch verteidigte, zerrt aber doch vermehrt an meiner Geduld hinsichtlich einiger für mich relevanten Faktoren. Ein neues Gerät steht bei mir an – und leider ist die Hardware-Auswahl unter Windows derzeit einfach mehr als karg. Ich öffnete meinen Fokus also auch wieder auf Android – und da war es auf einmal, das Mate 7. Es gibt den Moment, wo Du weisst: „Das ist es!“ Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.

Zum vorläufigen Schluss: Smartphones von Huawei haben sich in der Schweiz noch kaum bis nicht etabliert. Man erhält hier allenfalls das Ascend G6 (meine Freundin ist glückliche und zufriedene Besitzerin) oder das Ascend P7. Die Swisscom wird das Mate 7 nach aktuellen Informationen absolut nicht ins Sortiment aufnehmen – bzw. wird Huawei der Swisscom bislang noch nicht genug abgedrückt haben, um im Sortiment auch nur ansatzweise vertreten zu werden. Bei Mobilezone, einem unabhängigen Telekommunikationsanbieter, der mit sämtlichen Providern gleichermassen unparteiisch zusammenarbeitet und im Grunde Huawei ins Sortiment geschlossen hat, wird das Mate 7 aller Voraussicht nach auch nicht angeboten; allerdings laufen dort via den Chefeinkäufer noch Abklärungen, über welche ich in wenigen Tagen informiert werde. Gelistet ist die 16 GB-Variante des Mate 7 hierzulande bei einigen Online-Technikanbietern, jedoch zumeist ohne Angabe von genauer Lieferzeit und mit – in bisher allen gesichteten Fällen – jeweils 0 Exemplaren verfügbar.

Nun. Ich bin und bleibe verliebt ins Mate 7 – schüre somit die Vorfreude und bin und bleibe zuversichtlich. Ich hoffe sehr, dass Huawei auch in der Schweiz dereinst eine Selbstverständlichkeit wird wie andere bisher grosse Namen. Meines Erachtens ist das Mate 7 der Grundstein dafür.

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6 Kommentare

  1. Sarah77 veröffentlicht am

    Geht mir genauso, seit es vorgestellt wurde will ich nur noch das. Alle anderen Optionen die ich noch im Blick hatte waren sofort gestorben. Besonders liebäugle ich mit der goldenen Version. Da es diese aber wahrscheinlich nicht in Europa geben soll, werde ich mir wohl eines über Import holen. Aktuell konnte ich es bei Lenteen für 507,00€ finden, wo es aber noch nicht verfügbar ist. Die silberne Vesion ist noch günstiger und schon zu haben. Eventuell eine Option für dich?!

    • Markus Zollinger veröffentlicht am

      Schöner kann man es nicht beschreiben 🙂

      Ich sehne mich auch nach der Goldversion, ich gebe die Hoffnung nicht auf und lasse nichts unversucht.

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