Huawei Watch Watchface Mondphase

Huawei Watch Erfahrungsbericht – 2 Monate "smarte Zeitmessung"

Huawei Watch System InfoHier ist er also endlich, mein ganz persönlicher Huawei Watch Erfahrungsbericht.
Seit genau zwei Monaten darf ich die Huawei Watch nun tragen (Huawei Watch Unboxing & HandsOn). Ganze sechs Monate musste ich auf diesen Moment warten. Und nachdem mich sogar die Kollegen hier schon fragten, wann denn der Testbericht kommt, musste ich schon bald feststellen: gar nicht!
Ja, ihr habt richtig gelesen. Das hier ist bewusst kein Testbericht, sondern ein Erfahrungsbericht. Warum? Weil grundsätzlich auf allen Android Wear Smartwatches die gleichen Funktionen verfügbar sind. Außerdem muss ich gestehen, dass ich mit der Huawei Watch mein erstes Android Wear Device getestet habe und schlichtweg erst einmal Erfahrung sammeln musste.
Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, dann sind wir bei dem Thema „Smartwatch“ immer noch bei Generation 1.0; naja, vielleicht bei 1.1. Sprich, es gilt hier einfach noch „Pionierarbeit“ zu leisten und zu schauen, wie sind die Möglichkeiten und wie ist die Akzeptanz, gerade auch preislich. Und genau diese Punkte begegnen mir immer wieder in den Diskussionen rund um das Thema Smartwatch.
 

Der Preis – zu teuer?

Was liegt näher als Vorne anzufangen, nämlich bei der Anschaffung und folgerichtig dem Preis.
Was hatten wir hier nicht alles für wilde Spekulationen und Diskussionen:

All das hat uns ein sattes halbes Jahr beschäftigt. Inzwischen wissen wir, dass die Preise je nach Modell zwischen 399 Euro und 799 Euro liegen.


Die Huawei Watch Classic mit Edelstahlfassung ist in drei Varianten zu haben:

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  • mit schwarzem Lederband (EUR 399,-)
  • mit Mesh-Band aus Edelstahl (EUR 449,-) und
  • mit Gliederkette aus Edelstahl (EUR 449,-).

Die Huawei Watch Active mit schwarzem Edelstahl-Gehäuse ist in zwei Versionen erhältlich:

  • mit schwarzem Lederband (EUR 449,-) und
  • mit einer Gliederkette aus schwarzem Edelstahl (EUR 499,-).

Die Deluxe-Version Huawei Watch Elite mit goldenem Edelstahl-Gehäuse ist ebenfalls in zwei Varianten verfügbar:

  • mit braunem Lederband (EUR 699,-) und
  • mit einer Gliederkette aus goldenem Edelstahl (EUR 799,-).

Wenn ich diese Preise mit den anderen Uhren, die in meinem Besitz sind – Casio, Citizen, Certina – vergleiche, dann ist die Huawei Watch die teuerste. Aber nur knapp! Denn für eine hochwertige Uhr, zahlt man auch den entsprechenden Preis. Selbst meine Casio Sea Pathfinder lag bei der Anschaffung – über einen sehr günstigen Online-Shop – bei über 300 Euro.
Für mich relativiert sich die Aussage „zu teuer“ doch recht deutlich, wenn man weiß und sich bewusst macht was eine „edle“ Uhr oder eine Uhr mit gewissem Funktionsumfang – wie z.B. die Casio Pro Trek Modelle – kostet. Da liegt man nämlich preislich durchaus auf einem ähnlichen Niveau. Und auch hier stellt sich die Frage: brauche ich die Funktionen?!
Letztlich will ich(!) diese Frage auch gar nicht beantworten. Das muss jeder selber wissen. Ebenso wie sich der eine einen Porsche kauft für die täglichen 35km zur Arbeit, wo ein Smart die gleiche Strecke auch schaffen würde. Es gibt eben Dinge im Leben, die man nicht unbedingt braucht, die einem aber auf die ein oder andere Weise so zusagen, dass man sie sich kaufen möchte. Das nennt man Luxus und gehört zum Leben dazu.
Und genau so sehe ich das bei aktuellen Smartwatches und insbesondere bei der edlen Huawei Watch und der Diskussion um deren Preis!

Design und Qualität

Nach dem Kommentar zum Preis muss jetzt wohl zwangsläufig die Frage nach den Vorzügen kommen. Denn irgendetwas muss ja dann doch die 400 Euro aufwärts rechtfertigen.
Die kühlen Fakten sind ein rundes 42mm rundes und 11,3mm dickes Gehäuse aus Edelstahl. Genauer gesagt handelt es sich um 316L Edelstahl. Dieser findet regelmäßig Verwendung bei mechanischen Komponenten mit erhöhten Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit und Lochfraß, wie z.B. in der Medizin- und Zahntechnik, sowie im Schwimmbadbau (umgangssprachlich: Chirurgenstahl). Lediglich auf der Rückseite, wo sich die Sensoren befinden kommt kein Edelstahl zum Einsatz. Noch hochwertiger wird es beim Display. Dieses wird von Saphirglas geschützt, welches nochmals deutlich robuster ist, als z.B. Gorilla Glass.
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Ein 18mm Armband in unterschiedlichen Ausführungen runden das Gesamtbild stimmig ab. Dabei ist für jeden klassischen Geschmack gesorgt; denn wie zuvor schon aufgeführt, gibt es sowohl Lederarmbänder, als auch das klassische Gliederarmband aus Edelstahl und ein sehr stylisches Mesharmband.
Der wirklich wesentliche Fakt beim Design ist aber der, dass die Huawei Watch auch aussieht wie eine Uhr und nicht wie ein „Geek-Ding“. Wenn man sich die Berichterstattung seit dem „Leak“ in Barcelona anschaut, dann hatte sich wohl so ziemlich jeder recht schnell in die Huawei Watch verguckt. Mir ging es zumindest genau so.
Und nach zwei Monaten im täglichen Einsatz bleibt dieser Eindruck bestehen. Die Huwei Watch sorgt immer wieder für interessierte und bewundernde Blicke und Nachfragen. Spätestens hier wäre übrigens meine Objektivität für einen Testbericht schon dahin gewesen, denn die Huawei Watch sieht einfach phantastisch aus, fühlt sich hochwertig an und kommt einfach edel herüber!
 

Watchfaces – immer passend „gekleidet“

Das liegt definitiv auch daran, dass man die Huawei Watch – wie alle Android Wear Geräte – dank Watchfaces individuell anpassen kann. Huawei liefert hier für so ziemlich jede Lebenslage gleich mal 40 Watchfaces mit, die bereits auf der Uhr vorinstalliert sind. Vom einfachen Analogmodell, über die sportliche Ausführung, bis hin zum edlen Chronographen reicht hier das Spektrum.
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Und dank einer tollen Community lässt sich dieses Spektrum auch noch immens erweitern, bzw. kann man sich selber und seine eigenen Wünsche verwirklichen. Insbesondere klassische Chronographen oder hochwertige mechanische Modelle lassen sich so mit wenigen Handgriffen – und deutlich günstiger als die Vorlagen – auf die Huawei Watch bringen.
Damit sieht man garantiert in jeder Situation gut aus und durch die hochwertige Optik und Verarbeitung der Huawei Watch, kommen auch die Watchfaces der hochwertigen Vorlagen wie Lange & Söhne, Rolex, Glashütte & Co. hervorragend zur Geltung und wirken nicht billig. Zumal die Huawei Watch mit ihrem 1,4 Zoll AMOLED Display mit 400*400 Pixeln Auflösung (286ppi) die derzeit höchste Auflösung aller Smartwatches besitzt.
 

Android Wear – Was macht die Smartwatch smart?

Nachdem bislang wohl deutlich geworden ist, warum ich hier von einem Erfahrungs- und nicht von einem Testbericht spreche, möchte ich natürlich doch auch die Möglichkeiten, die die Huawei Watch und Android Wear bieten noch zur Sprache bringen.
Die Huawei Watch verfügt über einen 6-Achsen Kreisel + Beschleunigungssensor, einen optischen Pulsmesser und ein Barometer. Etwas vermisst habe ich den Kompass, der leider bei der Huawei Watch nicht vorhanden ist (Huawei Watch Datenblatt).
Huawei Watch Google FitMit diesen Sensoren ist man im Fitnessbereich aber gut ausgestattet. Die Huawei Watch erkennt Bewegungen und kann auch relativ gut die Bewegungsarten (Gehen, Laufen, Radfahren,…) unterscheiden. Neben der eigenen Anwendung sind alle gewonnenen Daten natürlich auch in Google Fit verfügbar, so dass man hier auch einen vollwertigen Fitnesstracker hat.
Aber wirklich smart macht das eine Smartwatch naürlich noch nicht.
Android Wear ist auf die Benachrichtigungen abgestimmt, die man bei Android erhält, bzw. auf Google Now. Wer mit diesen beiden Elementen gerne arbeitet, wird eine Android Wear Smartwatch durchaus im Alltag gerne nutzen und auch smart nutzen. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine aktive Verbindung, welche grundsätzlich über Bluetooth mit dem Smartphone besteht.
Die Huawei Watch besitzt jedoch auch ein WLAN Modul und Android Wear bietet in seiner aktuellen Version die Unterstützung von WLAN an. So lässt sich die Synchronisierung mit dem Smartphone auch dann bewerkstelligen, wenn man nicht in Bluetooth Reichweite, aber mit einem WLAN verbunden und das Smartphone gleichzeitig online – über WLAN oder mobile Daten spielt dabei keine Rolle – ist.


 
Bei eingehenden Benachrichtigungen entfällt somit der Griff und Blick auf das Smartphone, da ein Blick auf das Handgelenk reicht. Im heimischen WLAN muss das Smartphone dafür also auch nicht einmal in der (Bluetooth)Nähe sein. Und auch beantworten lassen sich eingehende Nachrichten. Wobei dies wohl in erster Linie bei Messengern wie WhatsApp & Co. Sinn macht und weniger bei komplexen Emails.
Nachrichten lassen sich einfach in die Watch diktieren. Dabei wird das gesprochene Wort – auch in einer Alltagsumgebung mit Straßen- oder Bahnhofslärm – erstaunlich gut erkannt. Sollte dennoch mal ein gravierender Fehler enthalten sein, kann man den Sendevorgang innerhalb einiger Sekunden abbrechen und die Nachricht neu aufnehmen.
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Natürlich kann man auch Anrufe über die Watch starten, die dann auf dem Smartphone ausgegeben werden. Ebenso lassen sich per Sprachbefehl die installierten Anwendungen starten. Immer mehr Anwendungen bieten auch die Unterstützung von Android Wear an, so dass auch hier ein immer größeres Spektrum an Einsatzmöglichkeiten besteht.
Ich gebe zu Hause beispielsweise Spotify via AV-Receiver auf dem heimischen Soundsystem aus. Die grundlegenden Funktionen wie lauter, leiser, vor, zurück oder auch das Suchen im Spotify Angebot sind problemlos über die Smartwatch möglich. Somit habe ich die „Fernbedienung“ für das heimische Musik-Entertainement immer am Handgelenk dabei.
Google Now Karten werden ebenfalls auf der Watch angezeigt und bieten somit vielfältige Informationen. Angefangen beim Wetter, über aktuelle Verkehrsinfos und Sportergebnisse bis hin zu Bordkarten bei Flügen. Wer Google Now – wie ich – gerne nutzt, hat auch hier ein umfangreiches Informations-Portfolio am Handgelenk, was sich der aktuellen Situation anpasst.
Und natürlich ist auch die Suche direkt über die Watch problemlos möglich. Einfach „Ok Google“ sagen und anschließend die Frage formulieren und schon bekommt man das Ergebnis auf der Watch präsentiert.
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Wird das Leben dadurch wirklich smarter?

Wer solche Funktionen wie oben beschrieben nicht nutzt oder keine Apps mit Wear Unterstützung – und das werden immer mehr – nutzt, der hat letztlich „nur“ einen verdammt schicken Zeitmesser am Handgelenk.
Alle anderen entdecken – sozusagen als Pioniere – die ersten Möglichkeiten, die Android Wear bereits bietet und helfen dabei, dass die Möglichkeiten weiter wachsen und optimiert werden.
In den zwei Monaten mit der Huawei Watch habe ich vieles ausprobiert, vieles gelernt und vieles inzwischen in meinen Alltag automatisch übernommen.
Ob mein Leben dadurch wirklich smarter ist? Nein!
Ob ich die Möglichkeiten schätze? Ja!
Genauso wenig, wie viele von uns ein 600 Euro Smartphone mit 2GHz Octa Core und 3GB RAM benötigen, um damit von früh bis spät auf WhatsApp und Facebook unterwegs zu sein – das schafft jedes Einseigermodell auch – braucht sicher keiner unbedingt eine Smartwatch. Aber wer sie hat und ihre Möglichkeiten nutzt, beginnt zu experimentieren, zu optimieren, der wird die Annehmlichkeiten bald zu schätzen wissen.
Und nur, wenn es eben diese „Pioniere“ gibt, wird sich eine neue Technik irgendwann durchsetzen. Wenn diese „Pionierarbeit“ dann auch noch so schick und edel verpackt ist, wie in der Huawei Watch, dann leiste ich für meinen Teil diese Pionierarbeit sehr gerne!
 

Dies ist kein Testbericht!

Als kleines Schlusswort möchte ich hier nochmal den Fakt festhalten, dass ich mich ganz bewusst gegen einen klassischen – möglichst objektiven – Testbericht entschieden habe. Die Gründe kommen ja deutlich zu Ausdruck. Solltet ihr natürlich noch konkrete (technische) Fragen zur Huawei Watch haben, dann werde ich auf diese natürlich gerne eingehen.
Schreibt die Fragen einfach hier in die Kommentare oder nutzt das Smartwatch Forum bei Handy-FAQ.de oder natürlich gerne unsere Social Media Kanäle, inklusive der stetig wachsenden Huawei Facebook Gruppe!
 
 

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13 Kommentare

  1. Tobias Rduch 4. November 2015
    • Marco 4. November 2015
  2. Michael 4. November 2015
    • Marco 4. November 2015
  3. Woelffchen 4. November 2015
    • Marco 5. November 2015
  4. countrytom 6. November 2015
    • Marco 6. November 2015
  5. marwin 6. Dezember 2015
    • Marco 7. Dezember 2015
  6. Andreas 1. April 2016
    • Marco 1. April 2016
  7. heiner 10. Dezember 2016

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