Die Entwicklung von 5G geht stetig voran und auch der Zwischenschritt LTE-Advanced Pro (auch LTE-A Pro oder 4.5G) entwickelt sich gut. Nun ist es im Bereich Huawei LTE zusammen mit T-Mobile in Wien gelungen die 2Gbps Marke zu knacken. Stellt man die 2Gbps (2 Gigabit pro Sekunde) in Verbindung mit den 0,25 Gbps (250 Megabit pro Sekunde – Aktueller Standard) in den Vergleich, so handelt es sich um eine Verachtfachung der Höchstgeschwindigkeit.

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v.l.n.r.: Erich Manzer, Vice President Key Account Management Huawei Austria, Rüdiger Köster, CTO T-Mobile Austria und Driton Emini, Abteilungsleiter Radio Networks T-Mobile Austria

Geschafft wurde der Schritt durch die Nutzung von einer Kombination von verschiedenen Technologien. Diese Kombination ermöglicht es, dass eine Vielzahl an Nutzern durch die höhere Übertragungsgeschwindigkeit profitieren. Diese sollen bis zum Jahre 2018 Marktreif sein, denn dann ist der Marktstart von LTE-Advanced Pro. 2 Jahre Später wird dann der Nachfolger, die 5. Generation mit einheitlichem Standard, folgen. Sie beinhalte vor allem Neuerungen für die neuen Technologien, wie IoT, Autonomes Fahren und Virtual Reality. Erste Smartphones welche effektiv LTE-Advanced Pro unterstützen werden für 2018 erwartet, 5G-Geräte dann ab 2020.

„Für die Mobilfunker selbst stellt 5G einen Paradigmenwechsel dar. In den letzten 20 Jahren waren wir damit beschäftigt, vor allem Sprache zu verschicken. Jetzt stoßen wir in eine völlige Datenwelt vor, in welcher neue Anwendungen entwickelt werden. Nur mit 5G werden diese Mengen an Daten weiterhin zuverlässig transportiert werden können“ – Rüdiger Köster, CTO T-Mobile

Laut einer Studie der Telekom wurden im Jahr 2015 70.071 Terabyte an Daten im Mobil-Netz transportiert. Im Jahr 2010 waren es noch 4.718 Terabyte, was eine Steigerung von ca. 1500% besagt.

Huawei LTE Entwicklung LTE-Advanced Pro als Weg Richtung 5G

Es gibt im Alltag immer mehr Geräte, die mit dem Internet kommunizieren. Das ist einer der Hauptgründe, warum die Entwicklung des Netzes auch notwendig ist, um immer noch einen gleichbleibenden oder besseren Standard bieten zu können. Der Leitsatz heißt, je mehr Konsumenten das Internet nutzen, umso höher muss die Kapazität der Technologie sein.

Ähnlich wie in Deutschland schaut Huawei hier auf eine langjährige Partnerschaft mit T-Mobile, welche durch die „LTE-Advanced Pro Technologie in ihrem Netzwerk optimal vorbereitet“ ist, so Erich Manzer von Huawei Austria. Wir können also gespannt sein, was sich in der Entwicklung um Huawei LTE Richtung 5G noch ergibt.

Technischer Hintergrund

Um den Datendurchsatz erreichen zu können werden mehrere Technologien kombiniert. Genauer gesagt handelt es sich um drei Technologien bei den Tests. Zunächst ist es „Higher MIMO Order“, was man auch als „Mehrantennentechnik“ bezeichnen kann. Des Weiteren wird die „Carrier Aggregation“, eine Bündelung von Frequenzen, benötigt. Das dritte im Bunde ist die „256 Quadratur Amplitude Modulation“, was man als hochwertiges Modulationsverfahren im Download bezeichnen kann.

Die Mehrantennentechnologie (MIMO = Multiple Input Multiple Output) funktioniert mit der so genannten 4×4 MIMO. 4×4 bedeutet dabei, dass sowohl am Endgerät, als auch an der Sendestation mehrere Antennen genutzt werden. Das MIMO Verfahren erlaubt dabei die parallele Übertragung, so dass mit Hilfe von mehreren Antennen die Daten in einer nahezu verdoppelten Geschwindigkeit übertragen werden. Eine Verdopplung der Geschwindigkeit wäre dies hier zum aktuellen Standard von 2x2MIMO.

Bei der „Carrier Aggregation“ werden Frequenzen gebündelt. Ihr kennt ja unsere Produktseiten wie der vom Huawei P9, wo wir immer die Frequenzinformationen in den LTE Informationen erwähnen. Aus diesen Frequenzen wurden im Test je 20MHz gebündelt (Bereiche: 800MHz, 900MHz, 1800MHz, 2,1GHz-Band, 2,6GHz-Band). Im Test war es so möglich, dass man je Frequenz-Träger bis zu 150 Mbit/s als Durchsatz erreichen konnte. Der Vorteil wird dabei allerdings erst durch die Bündelung mehrere Frequenzen deutlich. Aktuell können bis zu zwei Frequenzen gebündelt werden, in der Zukunft soll es mit 5 Frequenzen funktionieren.

Bei der „256 Quadratur Amplitude Modulation“ kommt ein verbessertes und hochwertigeres Modulationsverfahren zum Einsatz. Der aktuelle Standard liegt bei 64 QAM und wurde bei diesem 4.5G Test auf 256 QAM erhöht. Laut T-Mobile AT bringt diese Steigerung ein effizientes Plus von ca. 30% in der Datenübertragung.

 

Quelle/Bilderquelle: T-Mobile AT

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Die Symbiose zwischen dem Menschen und der Technik treibt mich als Informatiker an, euch das Wissen nicht nur im Consumer-, sondern auch auch um Enterprise-Bereich zu eröffnen.

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