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Ericsson-CEO gegen Ausschluss von Huawei im 5G-Ausbau

Der Ericsson-CEO Borje Ekholm stellt sich in einem Gespräch mit der Financial Times gegen den Ausschluss von seinen Konkurrenten Huawei im 5G-Ausbau. Dieser hat den geplanten Ausschluss des Konkurrenten Huawei vom 5G-Ausbau in Schweden kritisiert und sagte, dass Ericsson und Schweden mit einem freien Handel aufgebaut wurde und seiner Meinung nach sei es wichtig, dass sie offene Märkte, wie auch einen freien Wettbewerb habe. Ein Ausschluss eines Anbieters würde zu Verzögerungen beim Ausbau führen.

Auch befürwortet Ekholm die Entscheidung des Stockholmer Verwaltungsgerichts, den Ausschluss von Huawei vorerst zur Seite zu legen und erstmal gründlich zu überprüfen, so ist es laut Ekholm wichtig, dass solche Entscheidungen überprüft werden.

Des Weiteren kritisiert Ekholm die schwedische eigene Auslegung des EU-Rahmenwerks für Netzwerksicherheit. Die EU hat Ende Januar 2020 den Mitgliedländern eine Empfehlung in Form einer „Toolbox“ zur Verfügung gestellt, worin Huawei eine Möglichkeit offen lässt mit bestimmten Regeln in einem Land 5G auszubauen. Statt sich an dieser guten Toolbox, laut Eckholm, zu halten, kocht die schwedische Regierung lieber ihr eigenes Süppchen.

Huawei 5G

Eine Verzögerung beim 5G-Ausbau könnte die Europäer wie beim 4G-Ausbau erneuert zurückwerfen. Eckholm erinnerte an die Erfahrungen mit LTE, wo Europa über die Killer-Anwendungen debattierte, während die Amerikaner und Chinesen schnell ausbauten und dadurch den Markt für Apps nun dominierten.

Obwohl Huawei der schärfste Konkurrent von Ericsson ist, ist Eckholm der Überzeugung, dass ein Wettbewerb auf langer Sicht Ericsson zu einem besseren Unternehmen macht. Es sei zwar auf kurzer Sicht schmerzvoll, dennoch treibt der Wettbewerb zu mehr Innovationen und besseren Produkten von Ericsson für die Kunden. Zu diesen Kunden zählen auch die größten chinesischen Netzbetreiber. Man kann damit rechnen, dass China bei einem Ausschluss von Huawei bei europäischen Netzen reagieren wird. Daher gehen Beobachter davon aus, dass Ericsson sich mit dieser Einstellung das Geschäfts in China schützen möchte.

Das Huawei sich über diese Einstellung freut sollte klar sein, laut dem chinesischen Hersteller ist Huawei der festen Überzeugung, dass Zeitalter globaler Lieferketten nur durch Standardisierung, Zertifizierung und Verifizierung aller eingesetzten Technologien, jeweils auf Brasis transparenter Kriterien, das Sicherheitsniveau deren Netze erhöht werden kann und dass es dazu eine globale Anstrengung und der konstruktiven Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure bedarf.

Die chinesischen Ausrüster Huawei und ZTE sind aktuell umstritten. Die US-Regierung wirft den Ausrüstern vor, zu enge Kontakte zum chinesischen Militär und der kommunistischen Partei Chinas zu pflegen. Andere Länder nehmen das Risiko ebenfalls war, obwohl Huawei die Vorwürfe stets zurückweist.

Ich persönlich unterstütze seine Aussage, dass eine gesunde Konkurrenz den Markt bzw. den Fortschritt immens voran treibt. Ist keine Konkurrenz vorhanden, besteht die Gefahr, dass ein Unternehmen ein Monopol hat und auf seine Lorbeeren ausruht. Ein Beispiel könnte das Glasfaser Ausbau in Deutschland sein. Hier hat die Telekom das Monopol und wir alle wissen, wie gut Deutschland mit Glasfaser ausgebaut ist. Wie findet ihr die Einstellung des Ericsson CEO? Unterstützt ihr seine Aussagen oder stimmt ihr seine Einstellung nicht zu?

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Vielen Dank und bleibt uns gesund.

Ein Kommentar

  1. Reinhard 13. Januar 2021

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