Seit sechs Monaten habe ich nun das HUAWEI Mate 20 Pro im Einsatz. Tagtäglich begleitet es mich im Alltag und bei diversen “Außeneinsätzen”, wie zum Beispiel dem Mobile World Congress. Da ist dann der Einsatz nochmals deutlich aufwendiger. Insbesondere im Bereich Fotografie/Video und natürlich Social Media um euch auf dem Laufenden zu halten.
Auf jeden Fall Zeit und Szenarien genug, um nochmal ein Resümee zu ziehen über die Dinge, die mir beim Mate 20 Pro im Alltag wirklich sehr gut gefallen und Dinge, die mich einfach nerven – der HUAWEI Mate 20 Pro Langzeittest.

I like….

Akku

Alles andere als hier an erster Stelle den Akku zu nennen, wäre schon fast Frevel. 4.200 mAh groß und ausgestattet mit Max40W SuperCharge, sowie 15W Wireless Charging. Das ist – kurz gesagt – derzeit einfach nahezu perfekt! Ja, natürlich wünschen wir uns alle noch mehr. Am liebsten wieder eine Woche Akkulaufzeit. Aber das ist eben derzeit (noch) nicht vorhanden.

Wie auch Richard Yu es immer so schön bei den Launch-Events macht, kann man hier sehr gut zwischen Power User und normalen Nutzern die Alltags-Laufzeiten vergleichen. Dabei versteht man unter Power User schon jemanden, der im Grunde “ständig” mit dem Smartphone “arbeitet”. Also nicht nur ab und zu Facebook und WhatsApp checken oder eine Mail schreiben, sondern sehr aktiv all diese verschiedenen Apps zu nutzen.

Bei mir bedeutet das von morgens bis abends unsere HUAWEI Community auf Facebook zu betreuen. Ebenso Twitter und Instagram. Dabei natürlich auch mit eigenen Beiträgen und Stories für eure Information zu sorgen. Dazu kommen jeden Tag ca. 25 Mails und viel zu viele (VIEL ZU VIELE) WhatsApp-Nachrichten. Das geht dann auch schon mal in die 100+ Nachrichten.
Ebenso dürfen alle Apps, Benachrichtigungen und Synchronisationen automatisch starten und im Hintergrund laufen. Selbst wenn eine App mal nicht (aktiv) genutzt wird an einem Tag.
Und was auf keinen Fall bei mir fehlen darf, ist täglich die halbe Stunde Asphalt 8. Gerne gelegentlich ergänzt durch Real Racing 3 oder 1-2 Runden PUBG.

Letztlich lange ich so zwischen morgens um 05:30 Uhr und abends um 22:30 Uhr an einem normalen Tag im Schnitt bei etwa 4,5 Stunden Displayzeit. Und habe meist zwischen 20% und 30% Akku übrig.

Huawei Mate 20 Pro Test Super Charge

Rechne ich das auf einen gewöhnlichen Smartphone Nutzer um, so wären auch 2 Tage ohne das Smartphone laden zu müssen überhaupt kein Problem. Ich sehe das im direkten Vergleich sehr gut bei meiner Frau, die mit dem Mate 10 Pro bei “normaler Nutzung” abends dann teilweise noch 60% übrig hat.

Kurzum, das Mate 20 Pro – oder besser gesagt die HUAWEI Mate-Modelle – sind einfach echte Akku-Monster!

3D Face Unlock

Da freut man sich jahrelang über die absolut genialen Fingerabdrucksensoren von HUAWEI und wie schnell sie funktionieren. Und dann bringt das Mate 20 Pro den 3D Face Unlock und macht den Fingerprintsensor nahezu überflüssig. Auch nach einem halben Jahr bin ich einfach immer noch begeistert, wie gut und schnell diese Entsperrmethode funktioniert. Ich hebe das Mate 20 Pro an oder hole es aus der Tasche und beim ersten Blick iist das Ding entsperrt. Das ist genial! Und das ganze funktioniert immer und überall. Also nicht nur bei gutem, normalem Licht im Wohnzimmer. Sondern auch bei sehr heller Sonneneinstrahlung – wie zuletzt an den sonnigen Ostertagen. Oder aber auch bei Dunkelheit. Und auch Brille/keine Brille, mit oder ohne Bart spielt für die Erkennung keine Rolle. Sie funktioniert immer zuverlässig!

Ganz nebenbei funktioniert der 3D Scanner auch hervorragend in Verbindung mit dem Passwortmanager. Statt Anmeldedaten umständlich per Tastatureingabe auszufüllen, reicht ein Blick auf’s Display.

Display

Und Display ist ein gutes Stichwort. Denn auch das habe ich sehr zu schätzen gelernt. Trotz des #Gluegate – “Skandals” zum Marktstart bleibe ich hier bei meinem klaren Votum, welches ich schon im Mate 20 Pro Testbericht zum Display gefällt hatte. Zum Gluegate hatte ich dort auch schon einige Anmerkungen gemacht, auf die ich gerne nochmal verweise und wozu ich hier nicht nochmal ausführen will. Mir geht’s einfach nur um das Display, welches mir ein geiles Bild liefert.

Huawei Mate 20 Pro Gaming Performance

Zudem kommt mir persönlich das EDGE-Display in meiner Nutzung eher entgegen. Da ich die Gestensteuerung nutze, fühlt sich die Handhabung der Wischgesten mit dem EDGE-Display wesentlich angenehmer und intuitiver für mich an, als auf einem Display mit “harten” Kanten. Den direkten Vergleich merke ich im Alltag, wenn ich Mate 10 Pro, Mate 9 oder ein anderes HUAWEI/Honor Smartphone mit diesen Gesten nutze.

Ich weiß, dass viele dieses EDGE überhaupt nicht mögen, aber ich kann aus der Alltagserfahrung nur sagen, dass ich es praktisch finde. Und optisch macht es für mich durchaus auch etwas her.

I dislike…

Lautsprecher

Auch hier war ich bereits beim Testbericht nach 3 Wochen nicht so wirklich überzeugt. Und dieser Eindruck hat sich leider bestätigt. Gerade die Sound-Ausgabe über den USB-C Anschluss hat sich bei mir als wahnsinnig unpraktisch herausgestellt. Nutzte ich nämlich das Smartphone im Querformat, dann verdecke ich – mindestens teilweise – mit der rechten Hand den Lautsprecher. Folglich wird der Sound noch schlechter.

Bei Videos kann ich vielleicht die Haltung noch korrigieren und damit den Lautsprecher wieder freigeben. Aber spätestens beim Gaming geht das dann nicht mehr so ohne weiteres. Und da zum Gaming einfach auch der Sound dazugehört, geht hier einiges an Spielerlebnis verloren. Ja, natürlich kann man sich mit Bluetooth-Kopfhörern behelfen. Aber für ne schnelle Runde Asphalt 8 kram ich halt nicht jedesmal die Kopfhörer raus.

In diesem Kontext sehe ich übrigens auch aktuell die Diskussionen zum Lautsprecher der P30 Pro wesentlich entspannter und differenzierter. Denn was nützt Stereo-Sound mittels zwei Lautsprecher (Mate 20 Pro), wenn dieser gegenüber dem Sound aus einem Lautsprecher in der Praxis nicht besser klingt? Allen, die hier beim P30 Pro eine Verschlechterung sehen oder gar einen signifikanten Makel, denen empfehle ich mal den direkten Vergleich.

Notch

Sie war wohl das Thema 2018 – die (der/das) Notch. Und auch hier hat sich leider mein erster Eindruck auch in der Langzeitnutzung bestätigt. Denn beim Mate 20 Pro nervt sie mich. Das liegt daran, dass bei mir kein Platz mehr für Benachrichtigungen ist, wenn ich zu Hause bin. Und maximal 2 Stellen für Benachrichtigungen, wenn ich unterwegs bin.

Und da es beim Mate 20 Pro immer noch keine Benachrichtigungen von Drittanbieter-Anwendungen auf dem Always on Display (AoD) gibt wie beim P30 Pro, bin ich auf die winzige Benachrichtigungs-LED angewiesen. Anschließend muss ich dann nach dem Entsperren – was ja Dank 3D Face Unlock zum Glück schnell geht – noch die Benachrichtigungsleiste herunterziehen, um dann endlich einen Überblick zu bekommen, wo neue Benachrichtigungen vorliegen.
Gerade für einen Power User mit vielen Benachrichtigungen (Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp, Mail,….) ist das dann einfach umstöndlich und nervig!

Das Problem bestand in diesem Ausmaß beim P20 Pro noch nicht, da hier die Notch wesentlich schmaler war. Die Sensoren für 3D Face Unlock benötigen allerdings ihren Platz. Und damit haben wir letztlich das Dilemma, dass eben so mancher Vorteil eben auch einen Nachteil mitbringen kann.

Allerdings hoffe ich, dass die Lösung mit EMUI 9.1 und den Benachrichtigungen auf dem AoD die Lösung bereits vor der Tür steht.

Fazit

Zu jedem Test gehört auch ein Fazit. Und wie schon zuvor an zwei oder drei Stellen, greife ich auch hier zurück auf den ursprünglichen Testbericht. Denn weiterhin gilt:

Ich liebe das Mate 20 Pro (weiterhin)

Es ist für mich das bisher kompletteste Smartphone derzeit. Das Smartphone welches am wenigsten vermissen lässt. Ja natürlich gibt es Dinge, die ich mir bei einem Smartphone noch wünschen würde. Aber bis so manche Innovation sich wirklich auf dem Smartphone Markt zeigt – und hier habe ich ganz stark das HUAWEI Mate X im Visier! – gibt es derzeit für mich kein Smartphone, welches das Mate 20 Pro ablösen könnte. Nein, auch nicht das P30 Pro. Obwohl dies bei der Kameraleistung noch einen draufsetzt.

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Über den Autor

Marco

Blogger - Freelancer - Lebemann - Spaßkanone verheiratet, Familienvater, Sport-Fan, “Technik-Nööörd”, Social Media begeistert. (Fast) Immer gut drauf, witzig, nachdenklich, konstruktiv, neugierig, ironisch – gerne auch mal sarkastisch oder gar zynisch….!

23 Kommentare

  1. Avatar
    Helge Stork veröffentlicht am

    Habe nach dem Kauf des Mate 20 Pro für mich und des Mate 20 für meine Freundin die Möglichkeit gehabt die Pedanten P30 pro und P30 zu testen sehe bis auf die neue Leica Cam keine Vorteile gegenüber der Mate Serie

    • Avatar
      Thomas veröffentlicht am

      Gebe dir bei deiner Einschätzung voll recht. Ich verwende auch das P30 aber das Mate 20 Pro hat das bessere Gesamtpaket.
      Das P30 Pro hat zwar den besten Zoom den man extrem selten braucht.

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