Das Huawei Color Band A1, ein Fitnessarmband ohne Display, wurde vor kurzem in einigen Ländern als Teil eines Bundles mit dem P9 Lite gesichtet. Bisher scheint es nur in Österreich, Polen und Griechenland bei ausgewählten Händlern erhältlich zu sein. Ob es auch nach Deutschland kommt ist bisher unklar.
Wir haben das Band von TradingShenzhen.de kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen*, wo man das Band auch aus China importieren kann. Was es alles kann, erfahrt Ihr hier in unserem Kurztest.

Huawei Color Band A1

Inhalt der Box und Design:

In der Box befindet sich neben dem Quickstart-Guide und der Garantiekarte, ein Ladedock, sowie das Huawei Color Band A1 selbst. Ein USB-Kabel oder Netzteil ist nicht mit dabei, weshalb Ihr zumindest im Besitz eines USB-Kabels sein müsst, um das Band zu laden.
Das Armband besteht aus zwei Teilen. Zum einen aus dem Band, welches je nach Version entweder aus TPU oder Leder besteht, und das metallene Gehäuse, das die elektronischen Komponenten enthält.

Huawei Color Band A1Das Band fühlt sich gut und relativ hochwertig an und dank der Texturierung sieht es auch gut aus. Dabei lässt es sich auch sehr einfach austauschen.
Das Gehäuse hat oben eine LED und unten einen Zwei-Pin-Konnektor, welcher sich magnetisch am Dock anbringen lässt. Es ist staub- und spritzwassergeschützt und hat eine IP57 Zertifizierung. Ca. 30 Minuten bei einer Wassertiefe von 1 Meter sollte es also aushalten.

Huawei Color Band A1

Fitness:

Zuerst einmal muss man in der App „Color Band A1“ die eigenen Profildaten eingeben, also Gewicht, Größe, Alter etc. und schon kann es los gehen. Dank dem Pedometer, kann man seine Schritte zählen lassen und bekommt somit auch die zurückgelegte Entfernung, Dauer und Zeit der Trainingseinheit und die verbrannten Kalorien angezeigt. Das lässt sich aufteilen in Gehen, Laufen und Radfahren. Im Detail kann man sich die Daten des Tages oder des Monats ansehen. Im Vergleich mit anderen Fitnesstrackern ohne GPS ist die Genauigkeit der Messewerte sehr gut, da es nur sehr geringe Abweichungen gibt
Witzig ist auch, dass die App anzeigt, welches Essen man sich durch das Training verdient hat, damit man einen Eindruck davon bekommt, was die angezeigte Kalorienzahl eigentlich bedeutet.

 

Schlaftracking:

Das Band erkennt, wann man geschlafen hat, wie lange man geschlafen hat und in welcher Schlafphase man sich zu welchem Zeitraum befand. Es erkennt erstmal, ob es überhaupt getragen wird und anhand der Bewegungen während des Schlafes, erkennt es das Schlafverhalten. Auch hier kann man die täglichen sowie monatlichen Ergebnisse anzeigen lassen. Dabei kommentiert die App den Schlaf und gibt manchmal auch Tipps, wie man die Schlafqualität verbessern kann.

 

UV-Sensor:

Zur Nutzung des UV-Sensors muss man erstmal auswählen, ob man die Lederversion oder die TPU-Version besitzt. Sobald man das getan hat, kann man das Band nach oben zum Himmel Richten und in der App den Test starten. Nach einigen Sekunden wird angezeigt, wie hoch die Belastung ist und welche Schutzmaßnahmen angebracht sind (z.B. welcher Sonnenschutz und welche Bekleidung). Es ist schwierig festzustellen wie genau diese Messungen sind, aber trotzdem ist es ein cooles Feature, was man bei den meisten Trackern nicht findet. Zumindest scheinen die meisten Empfehlungen sinnvoll.

 

Weitere Features:

Der 70 mAh Akku hält ca. zwei Wochen lang und der Akkustand wird in der App und in der Statusleiste angezeigt. Bei Benachrichtigungen und Anrufen blinkt und vibriert das Band, wobei man hier auch Ruhezeiten einstellen kann. Gleichzeitig kann man auch bis zu drei Alarme einstellen. Die Vibration ist zwar für das Wecken im Schlaf zu schwach, aber für einfache Erinnerungen sollte es reichen. Falls man das Band einmal verlegt hat, kann man es über die App suchen und vibrieren lassen.
Ob intelligentes Entsperren funktioniert, scheint abhängig vom genutzten Smartphone zu sein. Mit einem Samsung Galaxy S6 funktionierte das ohne Probleme, da sich das Band über Bluetooth finden und koppeln ließ. Auf Geräten mit EMUI ist es nicht einmal sichtbar und intelligentes Entsperren funktioniert somit nicht. Einen Workaround konnte ich bisher nicht finden.

 

Preis und Verfügbarkeit:

Ob das Huawei Color Band A1 überhaupt in Deutschland erhältlich sein wird ist unklar. Auch wieviel das im Endeffekt kosten würde, da es in den anderen Ländern nur in Bundle-Form erhältlich ist. Ein Import aus China scheint zurzeit die einzige Möglichkeit zum Kauf zu sein. Bei diversen OnlineShops (u.a. TradingShenzhen.de)  kann man es z.B. für 23 Euro importieren, was ziemlich günstig ist.

Fazit:

Das Huawei Color Band A1 überzeugt durch seine vielen Funktionen und eine übersichtliche App, welche die eigenen Erfolge gut wiedergibt. Gleichzeitig dürfte sein minimalistisches Design für viele Leute sehr ansprechend sein, da es auf dem ersten Blick mehr wie ein einfaches Armband aussieht, als ein Fitnessarmband. Dabei ist es sehr angenehm zu tragen und leicht zu waschen.
Schön wäre natürlich, wenn intelligentes Entsperren mit allen Smartphones funktionieren würde.
Für den günstigen Preis kann man damit auf jeden Fall nichts falsch machen.

*Wir bekommen immer mal wieder Angebote von Firmen/Shops, ob wir deren Produkte nicht testen wollen. Dazu sagen wir natürlich nicht nein, sofern das Produkt auch zu uns als Huaweiblog passt. In diesem Falle haben wir das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Wir testen natürlich trotzdem objektiv und wenn uns was an dem Produkt, oder dem Shop nicht gefällt, dann sagen wir das auch. 

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Technik-Student, Blogger und Videograph mit Chinesisch-Kenntnissen

3 Kommentare

  1. Avatar
    Bruno veröffentlicht am

    Die app funktioniert unter Oreo wohl nicht da wenn ich diese starten will sofort Crasht. Habe das neue HTC U11 Life wo bereits Oreo drauf war. Gibt es eine alternative App da ja die original app nicht läuft?

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