Vergangene Woche wurde in der Datenbank der WIPO (World Intellectual Property Organization = Weltorganisation für geistiges Eigentum) ein neues Patent von Huawei veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine AR Brille (Augmented Reality = “erweiterte Realität”). Der besondere Clou ist, dass die Brille offenbar im Zusammenspiel mit einer Smartwatch funktioniert.

Bereits Ende letzten Jahres hatte Richard Yu angekündigt, dass man eine solche AR Brille plant. Gleichzeitig räumte er dabei jedoch ein, dass eine kommerzielle Nutzung frühestens in 1-2 Jahren möglich sei.
Nun scheint man in der Entwicklung einen interessanten Weg zu gehen. Denn mit dem vorgelegten Patent und der Integration einer Smartwatch – statt wie bislang der unmittelbaren Verbindung zum Smartphone – betritt man doch eher neue Wege.

Die im Patent gezeigte Huawei AR Brille selber verfügt über kein Display, keine Kamera und kein Mikrofon. Es handelt sich also letztlich “nur” um ein Gestell in Leichtbauweise. Smart wird die Brille erst durch die Integration einer Smartwatch. Diese übernimmt dann die entsprechenden Funktionen und sorgt dafür, dass über einen Spiegel ein Bild in das Sichtfeld projiziert wird.

Augmented Reality und künstliche Intelligenz

Huawei beschäftigt sich in letzter Zeit intensiv mit dem Thema AR. Natürlich auch in Kombination mit dem Thema AI, die ja bei den aktuellen Smartphone-Prozessoren eine immer größere Rolle spielen. Nachdem man mit Sketch AR u.ä. bislang eher “Spielereien” präsentiert hat, könnte die Huawei AR Brille ein großer Schritt in die Richtung sein, die Google mit seinen Glasses schon vor einigen Jahren – allerdings nur kurz – beschritten hat.

Erst recht, wenn man AR gemeinsam mit dem zweiten großen Thema dieser Zeit – und vor allem auch bei Huawei – betrachtet: AI/KI. Die Kombination lässt einiges an Anwendungen möglich erscheinen, die bis vor kurzem vielleicht eher noch zum Thema Science Fiction gehörten.

Mir erscheint das konkrete Konzept “interessant”. Allerdings sehe ich es im ersten Moment auch als eher ziemlich umständlich an, wenn ich erst meine Smartwatch hardwareseitig mit der Brille verbinden muss. Hier erschien mir bislang immer eine Brille mit den nötigen Hardware technischen Voraussetzungen sinnvoll, dann dann mit einem Smartphone gekoppelt wird. Auch unter dem Aspekt, dass Smartwatches natürlich immer noch nicht so verbreitet sind, muss man doch hinterfragen, ob dieser Weg zielführend ist.

Aber vielleicht ist dies ja nur ein Konzept von mehreren und Huawei überrascht uns in den nächsten Monaten mit weiteren Ideen zu dem Thema AR Brille.

Quelle: Letsgodigital

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Über den Autor

Marco

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2 Kommentare

  1. Matthias veröffentlicht am

    Na das hoffe ich doch stark dass die uns mit weiteren Ideen überraschen.

    Muss man eigentlich ein Patent für einen Aprilscherz anmelden?

  2. Matthias veröffentlicht am

    Man kann auch ein Patent anmelden und hoffen das andere Firmen was entwickeln und die Patentlizenz verkaufen.
    So spart man die Entwicklung und verdient Geld über andere.
    Als” Ding” finde ich die Idee nicht schlecht, besser als sein Smartphone vorne drauf zu klemmen. Ich sehe da aber Probleme mit der Balance. Wenn einseitig die Uhr am Bügel hängt.

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