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Korruptionsvorwürfe gegen Teng Hongfei (Vice President – CBG)

Korruption ist weltweit ein Problem und wird auch immer ein Problem bleiben, da die Verlockungen meist größer sind, als die zu erwartende Strafe. China steht im Vergleich zu den anderen Ländern lt. transparency.org in 2016 auf Platz 79 des Korruptions Wahrnehmungsindex 2016. Je höher der Rang, desto mehr Korruption. Im Vergleich: Deutschland belegt Rang 10. Spitzenreiter und somit am wenigsten korrupt, zumindest augenscheinlich ist Dänemark und Neuseeland. Schlusslichter sind Syrien, Nordkorea, SüdSudan und Somalia.

Laut Medienberichten, hat es in China die vergangenen Tage eine Verhaftung wegen mutmaßlichen Korruptionsvorwürfen gegenüber eines Vice Presidents der Sparte Consumer Business (also alles was mit Smartphones, Wearables und Tablets zu tun hat), namentlich Herrn Teng Hongfei, gegeben.

Teng Hongfei wird vorgeworfen Bestechungsgelder angenommen zu haben. Von wem ist noch unklar. Huawei selbst habe dazu eine Erklärung herausgegeben, dass Teng Hongfei von „Public Security Agents“ verhaftet wurde und dass man Korruption absolut nicht toleriert. Weitere Informationen sollte man bei der zuständigen Polizei erfragen.

Teng Hongfei war seit 2014 für Huawei tätig und für den Verkauf zuständig. Vorher war er auch bei Nokia und Samsung tätig. Er erhielt in der Vergangenheit sogar mal eine Auszeichnung „Whizz Kids“ als Top 10 Manager bei Huawei.

Huawei hatte in den vergangen Jahren schon mehrmals Probleme mit der Korruption im eigenen Haus, so wurden 2014 116 Mitarbeiter entlassen, da sie umgerechnet knapp 50 Millionen Euro (370 Mio RMB) an Bestechungsgeldern angenommen hatten. Ebenso wurde Anfang des Jahres bekannt, dass Huawei sechs höherrangige Mitarbeiter entlassen hat, die interne Informationen an die Konkurrenz (CoolPad und LeEco) verkauft hatten. 2012 wurde ein Mitarbeiter von Huawei, neben zwei Mitarbeitern von ZTE, in Algerien der Korruption im Zusammenhang mit Geschäften der Algerie Telecom bezichtigt und zu einer Geldstrafe und zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Richard Yu, der Chef der Consumer Business Group hatte noch 2014 eine Rundmail an alle Mitarbeiter gesandt, die genau dieses Thema betraf:

In der Mail mit der Überschrift „Geratet nicht in Rückstand – Newsletter der 1. Hälfe 2014 des CEO“ hat er mehrfach betont, dass die Mitarbeiter Versuchungen zurückweisen und sich von Korruptionen fernhalten müssen. Außerdem hat er gefordert, dass sich jene Mitarbeiter selbst anzeigen sollten, die unter Verdacht stünden.

Yu hat in der E-Mail zuerst die guten Leistungen von Huawei Device in der ersten Hälfe des Jahres zusammengefasst: Die Absatzzahlen seien im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres um etwa 30 Prozent gestiegen. Mehr als die Hälfe des Zielgewinns sei schon erzielt worden. Das Wachstum des Übersee-Marktes sei im Großen und Ganzen positiv. Allerdings hat er danach das Thema gewechselt und den Schwerpunkt auf die Korruptionsbekämpfung verlagert. „Wir haben eine sehr gute Perspektive, aber in den letzten Jahren mussten wir immer wieder erleben, dass manche Kollegen wegen Korruption ausgeschieden sind.“

Danach hat Yu weit ausgeholt, wie man diszipliniert bleibt, Versuchungen zurückweist, Korruption vorbeugt und bekämpft. Er mahnte die Mitarbeiter, die bereits Fehler gemacht hätten, ihre Sorgen loszuwerden und ihre Probleme selbst zu melden. „Dies ist eigentlich der einzige Weg, sich selbst zu retten.“

Dies hat an die Ansprache von Ren Zhengfei erinnert, dem Vorstandsvorsitzender von Huawei. Er hielt vor mehr als einem halben Jahr ein Gelöbnis zur Selbstdisziplin des Vorstands. „Es ist das größte Risiko in unserer Firma. Die leitenden Angestellten müssen Selbstdisziplin haben. Wir müssen ein Klima schaffen, das die Zusammenarbeit zwischen uns fördert.“ Seitdem hat Huawei beschlossen, die Antikorruption als Schwerpunkt des Managements der Firma festzulegen.

Quellen: winfuture.de,TechNode via Yicai  german.china.org.cn

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