SuperCharge, FastCharge, Dash Charge, QuickCharge – die Wege und Möglichkeiten, sein Smartphone heutzutage aufzuladen, sind vielfältig. Vorrangiges Ziel: Das teure und lieb gewonnene Smartphone so rasch wie nur irgendwie möglich sicher mit Energie zu versorgen. Unabhängig vom Namen des jeweiligen Standards klappt es mittlerweile gut, die Arbeit samt Wärmeentwicklung größtenteils den Netzteilen zu überlassen, aber was fehlt, ist ein Standard.

Das es schwierig ist, viele Standards unter einen Hut zu bekommen, merken wir anhand der Vielfalt der Bezeichnungen für das schnelle Laden. Aber sowohl aus Techblogger- als auch auch aus Verbrauchersicht wäre es schön, wenn sich das Potpourri an „Charges“ einmal irgendwie ordnen ließe. Dies sei aber nur einmal als gedanklicher Exkurs gedacht, denn hier in Deutschland wollen wir ja standardisieren und zertifizieren. Gesagt, getan – Huawei hat heute bekannt gegeben, dass man bei der Zertifizierung der aktuellen SuperCharge-Technologie mit dem TÜV Rheinland zusammenarbeitet.

Mit der bevorstehenden Zertifizierung hat Herstellerangaben zufolge zum ersten Mal eine End-to-End-Technologie für Schnelllladefunktionen die strengen Tests der weltweit renommierten Sicherheitsexperten erfolgreich durchlaufen. Das verwendete Testverfahren prüfte dabei alle Komponenten, erforderliche Adapter, integrierte Schaltkreise und das Material der Ladekabel auf Sicherheit, niedrige Temperaturen und Temperaturschocks.

Huawei SuperCharge Gate Protection

Vorteil an dieser Stelle für unsere im Mobilfunkbereich bevorzugte Marke: Mit der freiwilligen Prüfung durch den TÜV Rheinland hat man das eigene Bestreben unterstrichen, die innovativsten Features der Branche bereitzustellen und dabei die Sicherheit des Kunden als oberste Priorität zu setzen. Klingt erst einmal hochgestochen, ist es aber nicht: Der Hashtag #Note7 – vielen von uns sicherlich noch stärker in Erinnerung – war das Paradebeispiel eines GAUs, bei dem solche Überlegungen gegenüber dem Veröffentlichungs-Zeitplan offenbar eine untergeordnete Rolle gespielt hatten. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt…

„Der TÜV Rheinland sorgt seit 145 Jahren dafür, dass komplexe Geräte und Produkte strengen Sicherheitsstandards entsprechen und die Anforderungen der Verbraucher erfüllen“, sagt Kalyan Varma, Vice President of Business Field Electrical, Products, Global beim TÜV Rheinland. „Die Nachfrage nach
Schnellladelösungen wächst stetig. Wir freuen uns, Huaweis SuperCharge-Technologie mittels unserer bewährten Testmethoden und Akkuexpertise zu zertifizieren. Bei jeder Innovation muss die Sicherheit der Verbraucher im Vordergrund stehen.“ So war es auch beim Mate 9, als die SuperCharge-Technologie Teil der Produktpräsentation war.

„Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt und soll die Features und Leistungen bekommen, die er sich wünscht – darüber hinaus möchten wir uns natürlich auch von unseren Wettbewerbern differenzieren“, so Bruce Li, Vice President of Handset Business bei der Huawei Consumer Business Group. „Durch die Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland können wir Verbrauchern ein Produkt an die Hand geben, das nicht nur innovativ ist und einen wirklichen Nutzen im Alltag hat, sondern auch über einzigartige Sicherheitsstandards verfügt.“ Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, denn die Zertifizierung durch eine unabhängige Instanz, die zudem speziell in deutschen Landen ein entsprechendes Gewicht hat, könnte mittelfristig noch mehr Verbraucher zur Marke Huawei führen.

Huaweis SuperCharge-Technologie ermöglicht die kontinuierliche Kommunikation zwischen dem mobilen Gerät und der Ladeeinheit. Im Rahmen dieser Kommunikation wird der Ladevorgang durchgängig überprüft und die Netzspannung sowie die aktuelle Leistung kann stetig justiert werden – je nach Kapazität des Smartphones, Adapter und Kabel. Das eigentliche simple Ziel: Die Maximierung der Ladegeschwindigkeit. Jeder einzelne Punkt des Ladevorgangs ist also in der Lage, intelligent und automatisch Spannung und Stromstärke anzupassen. Damit die aktuell schnell aufladenden Geräte den sprichwörtlich kühlen Kopf bewahren, verwendet Huawei beim SuperCharge-Standard eine 4,5V / 5A Niederspannungs-Ladelösung.

Zusätzlich sind die Steckverbindungen und Ladebuchsen so programmiert, dass die Stromversorgung automatisch unterbrochen wird, sobald sie mit Flüssigkeiten in Kontakt kommen. Diese intelligente Sicherheitsmaßnahme wird zudem eingesetzt, um Kurzschlüsse und Brände zu vermeiden. Huawei schreitet hier auf jeden Fall mit guten Beispiel voran und unabhängig von der TÜV-Zertifizierung würde ich mir als „Sahnehäubchen“ vielleicht wünschen, dass die Hersteller sich einmal an einen Tisch setzen, ihre Standards konsolidieren und im Sinne der Verbraucher dann zertifizieren würden. Aber das ist ein anderes Thema!

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Über den Autor

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Immer auf der Flucht. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant.

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