Ich habe zwei Displayschutzgläser (sog. Panzerglas) von Artwizz zum Testen kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Danke erstmal dafür! Ihr werdet euch sicher wundern, warum ich das nicht mit meinem P20 Pro teste, sondern für das Mate 20 Pro? Tja, das wär jetzt ne längere Geschichte, die bestimmt spannend ist, aber doch etwas zu weit führen würde, deswegen erzähle ich euch die ein anderes Mal. 😉

Ich hab also jetzt ein Mate 20 pro und darf für dieses die Gläser von Artwizz testen.

Vielleicht hat mir die Firma aus Berlin die Gläser kostenlos zur Verfügung gestellt, weil ich so laut geweint habe, das letzte Mal, wegen der originalen HUAWEI TPU Hülle?! Kann sein, muss aber nicht! Mir auch egal. Ich teste gerne Dinge und so steigen wir auch gleich in bewährter HUAWEI.blog Qualität mit persönlicher Note ein.

Was ist in der Packung?

Inhalt:

  • Artwizz CurvedDisplay Displayschutz-Glas für Huawei Mate 20 Pro – Vollflächiges Schutzglas aus Sicherheitsglas mit höchstem Glasschutz-Härtegrad 9H – Designed in Berlin
  • kleines Microfasertuch
  • Aufkleber zum Entfernen von Staub
  • Bedienungsanleitung (Teil der Verpackung)

HUAWEI.blog Testkriterien

Verarbeitung

Das Glas ist super verarbeitet. Es klebt an den Rändern, zu erkennen an der schwarzen Umrandung. Die Kanten sind überall sauber abgeschnitten und entgratet. Was mir allerdings bei zwei getesteten Gläsern aufgefallen ist, dass nicht alle “Ecken” hundertprozentig halten. Sobald man etwas fester auf die Ecke drückt und wieder loslässt, hört man ein Schmatzen. Bei genauerem Hinschauen sieht man auch, dass sich die “Ecke” gehoben hat. Ich kann davon ausgehen, dass mein Mate 20 Pro nicht verbogen ist, ist ja auch noch fast nigelnagelneu.

Wenn man sich die Bilder unten in der Galerie anschaut, dann sieht man auch das Licht vom Display an den Seiten durchscheinen.

Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass man die Fingerabdrücke deutlicher sieht, als ohne Glas. Liegt wohl daran, dass Artwizz keine oleophobe Beschichtung verwendet!?

Was nicht stört im Betrieb, aber doch vor dem Anbringen und auch bei ausgeschaltetem Display auffällt, ist, dass Artwizz das Glas mit einem Raster aus Punkten verkauft. Artwizz nennt es “Dot-Technologie”, die etwaige Abweichungen in der Displayform ausgleichen sollen. Hat bei meinen zwei Gläsern leider nicht ganz geklappt. Wobei ich hier nicht hundertprozentig ausschließen mag, dass nicht doch mein Mate 20 pro ein wenig “unrund” ist. 😉 – Beim iPhone wäre das lt. Artwizz wohl nie passiert, weil da wohl eine “spezielle Silikonbeschichtung mit statischer Haftung” (steht übrigens so auch zum Mate 20 Pro auf Amazon, was FALSCH ist!) ohne Dots dafür sorgt, dass das Displayglas komplett aufliegt. Beim Mate 20 Pro wird es durch Klebstoff an den Rändern fixiert, wie oben bereits erwähnt.

Preis/Leistung

Das curved Display-Schutzglass für das HUAWEI Mate 20 pro kostet 29,99 EUR bei Amazon*. Okay. Tja. Hmm. Was soll ich sagen. Natürlich sollte es jemanden, der sich ein fast 1000,- EUR teures Smartphone kauft auch wert sein, dass sein Display anständig geschützt ist. Jetzt aber das große ABER! Es gibt halt schon zwei Stück für knapp 10 Euro bei Amazon von anderen Herstellern zu kaufen, von Wish, alibaba und Co reden wir da lieber gar nicht. Wenn ich also ein Schutzglas für 30 Euro kaufe, dann muss auch alles passen.

Funktionalität

Was ist die Funktion eines Displayschutzglases? Genau! Es soll das Display schützen. Das macht es auch. Ich hab natürlich das Mate 20 Pro nicht extra fallen lassen, aber ich bin mal mit der Schere über das Glas gegangen und hab ordentlich dran gekratzt und auch ein wenig drauf rumgehackt. Ergebnis: Alles fein!

Das Glas ist relativ leicht anzubringen und wenn man bei ersten Mal einen Fehler gemacht hat, kann man den trotz der klebenden Ränder wieder korrigieren. Das geht natürlich nicht ewig, denn irgendwann lässt auch der beste Klebstoff nach.

So Panzergläser, oder auch Folien an sich, haben es einfach an sich, dass man nicht mehr direkt mit dem Bildschirm in Kontakt tritt. Das hat natürlich zur Folge, dass es sich zum einen haptisch etwas anders anfühlt und zum anderen, dass die Funktionalität auch eingeschränkt sein kann. Im Falle des Artwizz Glases fiel mir auf, dass man zum Beispiel bei der Eingabe eines Textes die Berührungen der Finger einfach lauter hörte. Weiters fiel mir auf, dass der Fingerprint und auch die Gesten zwar noch funktionierten, aber nicht mehr so, als wie wenn man gar keine Folie drauf hat. Ab und an musste man es mehrmals probieren, damit die gewünschte Funktion funktionierte.

Ich habe das Artwizz Glas auch zwei Tage lang mit der originalen HUAWEI TPU Hülle benutzt und kann bestätigen, dass man die beiden Sachen miteinander verwenden kann.

Was allerdings nicht so toll funktioniert ist die Verwendung der originalen Flip Case Hülle (Test folgt noch) in Verbindung mit dem Panzerglas. Da schliesst das Case einfach nicht mehr richtig. Wobei man hier ja auch durchaus sagen kann, dass wenn ich ein Flipcase habe, ich nicht unbedingt noch ein Panzerglas brauche.

Design

Es sieht absolut gut aus auf meinem Mate 20 pro. Der schwarze Rahmen verdeckt nichts und es passt sich an das edle Design von HUAWEI nahtlos an.

Verpackung

Die Verpackung ist aus Karton, die Umverpackung des Glases besteht aus einer Plastiktüte und Dämmmaterial ebenfalls aus Kunststoff. Ingesamt ist das Glas so gut geschützt und es wurde auch “umweltfreundliches” Material eingesetzt.

Gut gefallen hat mir, dass keine extra Bedienungsanleitung bei lag, sondern dass diese auf der Innenseite der Verpackung aufgedruckt war. Wieder ein wenig was für die Umwelt getan. *thumbs up*

Fazit

Bisschen schwierig für mich. Warum? Ganz einfach, weil wenn ich etwas teste, dann mache ich das anständig und dann fallen mir halt auch kleine Details auf. Das Artwizz Glas ist per se nicht schlecht, aber bei dem Preis erwarte ich mir einfach mehr. Manche mögen die “Schmatzer”, die “Fingerabdrücke” und die “Lautstärke” nicht stören, mich schon. Was es für mich auch schwierig macht und da hat wohl Artwizz einfach Pech gehabt, dass es das erste Panzerglas ist, dass ich persönlich vergleiche. Der Marco hatte ja schon den DisplaySchutz von Panzerglass getestet und auch dort von einer “abstehenden Ecke” berichtet. Es kommt dadurch wirklich nicht zu Beeinträchtigungen hinsichtlich des Schutzes, es ist eher so ein kosmetisches Ding.

Ich finds nicht perfekt und werde noch weitere Display Folien aus Glas testen.

*kann Spuren von REF-Links enthalten 😉

8.0 Nicht perfekt!
  • Verarbeitung 9
  • Preis / Leistung 6
  • Funktionalität 7
  • Design 9
  • Verpackung 9
  • Nutzerbewertungen (1 Stimmen) 5,3
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Über den Autor

Rainer

Inhaber. Gründer. technikaffin. fair. offen. kritisch. Vater. Ex-Mann. Blogger. Bayer. Biertrinker. Prokrastinator. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. πάντα ῥεῖ - alles fließt

8 Kommentare

  1. Avatar
    Andre veröffentlicht am

    Ohne Glas hab ich keine Probleme, allerdings schon 3 verschiedene Gläser getestet und bei allen funktionierte er mit nicht mehr

    • Rainer Fürst
      Rainer Fürst veröffentlicht am

      Sowohl mit diesem von Artwizz, als auch mit dem von Marco getesteten von Panzerglass funktioniert der Fingeprintsensor unter Glas noch.

  2. Avatar
    AppUser veröffentlicht am

    Liest man den Text fragt man sich wie da überhaupt noch eine positive Wertung rauskommen kann. Das Teil hat offensichtlich auf ganzer Länge versagt.

    • Avatar
      Knut veröffentlicht am

      Ich möchte mich einem Kommentar anschließen!
      Wenn ihr testet fände ich es super wenn es zumindest etwas objektiv wäre!
      Ein schutzglas was nicht anliegt schützt nicht! Staub und Dreck können eindringen und beschädigen das Display. Alle Gläser mit “dots” haben einen Spalt zwischen Display und Folie und mindern so die Darstellungsqualität.
      Somit kommt bei euren Tests immer ein gutes Urteil raus, aber eigentlich sind die Gläser nicht gut.

      • Marco
        Marco veröffentlicht am

        “Was mir allerdings bei zwei getesteten Gläsern aufgefallen ist, dass nicht alle “Ecken” hundertprozentig halten. Sobald man etwas fester auf die Ecke drückt und wieder loslässt, hört man ein Schmatzen. Bei genauerem Hinschauen sieht man auch, dass sich die “Ecke” gehoben hat.”
        “Artwizz nennt es “Dot-Technologie”, die etwaige Abweichungen in der Displayform ausgleichen sollen. Hat bei meinen zwei Gläsern leider nicht ganz geklappt.”
        “Jetzt aber das große ABER! Es gibt halt schon zwei Stück für knapp 10 Euro bei Amazon von anderen Herstellern zu kaufen, von Wish, alibaba und Co reden wir da lieber gar nicht. Wenn ich also ein Schutzglas für 30 Euro kaufe, dann muss auch alles passen.”
        “Was allerdings nicht so toll funktioniert ist die Verwendung der originalen Flip Case Hülle (Test folgt noch) in Verbindung mit dem Panzerglas.”
        “Fazit – Bisschen schwierig für mich. Warum? Ganz einfach, weil wenn ich etwas teste, dann mache ich das anständig und dann fallen mir halt auch kleine Details auf. Das Artwizz Glas ist per se nicht schlecht, aber bei dem Preis erwarte ich mir einfach mehr.”

        Jeder Test spiegelt immer die persönliche Meinung des Testers wieder. Selbst wenn wir uns im Team dazu austauschen, um noch objektiver zu sein. Manchmal gehen hier selbst untereinander die Meinungen auseinander. Das ist absolut legitim.
        Der Vorwurf, dass bei uns alles gut wegkommt, den sollten aber die oben angeführten Zitate aus dem Test deutlich entkräften. Wir sprechen an was uns gefällt, aber auch deutlich was nicht gefällt. Und auch dann erheben wir nicht den Anspruch, dass unsere Meinung DIE richtige ist, sondern es soll Nutzern bei ihrer Kaufentscheidung helfen.

        DAS perfekte Glas für das Mate 20 Pro mit seinem Edge-Display haben wir bislang tatsächlich nicht gefunden. Für mich ist das PanzerGlass bislang der Favorit, wobei auch das nicht perfekt ist. Ich stehe dazu sogar mit PanzerGlass im Austausch und hoffe auf eine Entwicklung.

        Wie würdest Du Dir denn die AUssagen zu diesem Thema hier wünschen?

  3. Avatar
    Maik veröffentlicht am

    Hallo zusammen,
    Habe mir im Saturn auch dieses Panzerglas professionell Aufbringen lassen.
    Hab dann auch bemerkt beim drüberfahren das oben links die Ecke wahrscheinlich nicht richtig aufliegt, und nach einer Woche war dann ganz feiner Staub drunter, besonders gut in der Sonne zu sehen. Das kann eigentlich nicht sein zu dem Preis.
    Mfg Maik

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