Da ist das Ding!

Während wir gerade noch in München beim globalen Launch-Event sitzen und fleißig für euch alle Informationen tickern, gibt es hier für euch schon mal alle Fakten und vor allem auch ein paar erste Eindrücke vom neuen Huawei Mate 10 Pro.

Warum Pro? Weil genau diese Modellvariante für uns in good old Germany interessant ist und auf den Markt kommen wird. Das ganze allerdings voraussichtlich erst im November. Passend zum Weihnachtsgeschäft und passend für den ein oder anderen als Weihnachstgeschenk.

Kirin 970 – Power mit „Hirn“

Mate 10 ProWie schon länger bekannt, steckt im Inneren des Mate 10 Pro der neue Kirin 970. Das besondere hier ist die AI (artificial intelligence = künstliche Intelligenz), die der Kirin 970 unterstützt. Diese kommt nicht nur online, sondern auch offline zum Einsatz. Als Beispiel gehe ich hier später noch beim Automatikmodus Kamera darauf ein. Neben dem Kirin 970 soll die Mali G72 GPU für ordentlich Grafikleistung sorgen. Passend zur AI des Kirin 970 unterstützt auch die Mali G72 Machine Learning. Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Mate 10 Pro dürften hier also wenig Bedenken bestehen und ich bin gespannt, wie sich diese Performance sowohl in der Alltagspraxis, aber eben auch bei anspruchsvollen Anwendung und vor allem natürlich beim Gaming zeigen wird.

Wie erwartet kommt als Betriebssystem Android 8.0 Oreo zum Einsatz. Ergänzt wird dieses durch die hauseigene Oberfläche EMUI 8.0. Wer jetzt denkt, ich habe das Zählen verlernt, weil doch die aktuelle Version EMUI 5.x war – Nein, das hat so seine Richtigkeit. Huawei möchte mit der Angleichung von Android und EMUI Version hier Einheitlichkeit herstellen. Bei all dem Versions-Wirrwarr und den vielen Modellen sicherlich eine gute Idee.

 

Als Speicher stehen satte 6GB RAM und 128GB interner Speicher zur Verfügung. Wegfallen tut allerdings die bisher gängige Möglichkeit der Speichererweiterung per microSD. Nach dem ersten Schock hierzu, musste ich mir aber schnell eingestehen, dass 128GB Speicher doch mehr als ausreichend im Smartphone sind. Bedenkt man dann noch, dass der interne Speicher immer schneller arbeitet (Lese-/Schreibzugriffe), als eine Sd-Karte, dann kann man den Wegfall sicher bald verschmerzen.

Beim Display kommt ein 6″-OLED mit einer Auflösung von 2.160*1.080px zum Einsatz. Weiterhin verzichtet hier Huawei – meiner Meinung zurecht – auf ein stromfressendes QHD. VR ist auch in 2017 noch bei Weitem nicht verbreitet und das ist aktuell das einzige vernünftige Argument für eine 2K/4K Auflösung auf dem Smartphone-Display. Passend dazu kommt wieder ein 4.000mAh zum Einsatz. Durch den deutlich effizienteren Kirin 970 sollte dabei die Laufzeit nochmal steigen. Man spricht hier von 2.4 Tagen bei einer durchschnittlichen und 1.7 Tage bei einem intensiver Nutzung. Und wen man dann doch mal Laden muss, geht das Dank der Huawei SuperCharge Technologie sehr schnell. In 30 Minuten ist der leere Akku wieder auf 58% geladen; in 90 Minuten hat man den Akku dann wieder auf 100%.
Nachdem es sowohl beim Mitbewerber Samsung, als auch jüngst bei Apple zu Problemen mit dem Akku gab, hat man bei Huawei diese Technik auch zertifizieren lassen. Und zwar bei keinem geringeren als dem TÜV Rheinland.

Beim Format folgt man hier dem aktuellen Trend mit 18:9. Durch die dünnen Ränder entsteht jedoch nicht der Eindruck eines in die Länge gezogenen Smartphones. Vielmehr hat das Mate 10 ähnliche Maße wie der Vorgänger. Damit liegt es angenehm in der Hand und lässt sich hervorragend bedienen. Ebenso hervorragend bedienen lässt sich der rückseitig angebrachte Fingerabdrucksensor.
Erfreulich ist zudem, dass Huawei das Mate 10 Pro nach IP67 zertifiziert hat staubgeschützt und wasserdicht).

Zukunftssichere Konnektivität

Wie es sich für einen führenden Netzwerksausrüster gehört, ist man auch bei der Konnektivität wieder ganz vorne dabei. Das Mate 10 Pro unterstützt LTE Cat. 18 – also theoretisch 1.8 GB/s. Jetzt fehlt hierzulande allerdings nur noch der passende Netzausbau und vernünftige Tarife….

Bluetooth bleibt auf der Version 4.2 – ok, hier wäre zukunftssicherer tatsächlich BT 5 gewesen. Dafür haben wir aber einen USB Typ-C Anschluss in Version 3.1. Natürlich ist auch WiFi 802.11 a/b/g/n/ac – also 2.4 GHz und 5GHz – an Bord.
Auch immer ein nettes Gimmick beim Mate ist der verbaute Infrarotsensor mit passender Fernbedienungs-App. Darüber ist die Steuerung der gängigen Geräte – TV, AV-Receiver, Set-Top-Boxen, u.ä. – möglich.

Im Übrigen geht Huawei auch beim Kopfhöreranschluss einen aktuellen Trend mit – und lässt diesen weg. Geschuldet sein soll dies unter anderem auch der kompakten Bauweise und der so erleichterten IP67 Zertifizierung. Allerdings legt man dem Mate 10 Pro direkt den passenden Adapter von USB Typ-C auf Klinke bei, so dass weiterhin der Musikgenuß oder das Telefonieren kabelgebunden möglich ist.

Die Kamera: Leica Summilux-H

Wer jetzt noch nicht genug Neuerungen und Verbesserungen gefunden hat, für den gibt es noch die neue Kamera. Die Dual Lense Kamera löst weiterhin mit 20MP (Monochrome-Sensor) und 12MP (RGB-Sensor) auf. Allerdings kommen diesmal Leica Summilux-H Linsen zum Einsatz. Und das mit einer Blende von f/1.6. Durch diese große Blende sollen Aufnahmen nochmal deutlich besser werden; insbesondere natürlich Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen. In einem ersten kurzen Vergleich zum Huawei P10 konnte man genau dies bereits deutlich sehen.

Mate 10 Pro

Aber nicht nur die Blende stellt eine deutliche Verbesserung dar. Auch die Kamerasoftware wurde stark optimiert. Und hier kommt dann auch direkt die AI-Funktion des Kirin 970 ins Spiel. Dieser kommt bei einem der großen Kritikpunkte der bisherigen Leica-Dual Lense Kameras von Huawei zum EInsatz – dem Automatik-Modus. Die AI erkennt dabei die Elemente, bzw. die Szene, die fotografiert werden soll und legt darauf basierend die idealen Einstellungen fest. Für den Nutzer wird dies im Idealfall durch ein kleines Symbol angezeigt.

Mate 10 Pro

Im Beispielbild wird hier eine Person erkannt und der entsprechende Portraitmodus gewählt. Daneben gibt es aber weitere Modi, wie z.B. Food, Landschaft, Hunde, Katzen. Ich hatte hier bereits Gelegenheit mir einige Fotos in den verschiedenen Modiu anzuschauen und mich mit dem Leica Fotografen Alex Lambrechts auszutauschen. Insbesondere die Farben, der Kontrast, die Darstellung verschiedener Ebenen und auch die Schärfe bei bewegten Motiven waren dabei -wohlgemerkt alle Fotos im Automatik-Modus geschossen – ziemlich beeindruckend.
Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon wahnsinnig, mit dem Mate 10 Pro auf Foto-Tour zu gehen und werde ganz sicher wieder einen entsprechenden Beitrag über die Ergebnisse machen.

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Über den Autor

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verheiratet, Familienvater, Sport-Fan, “Technik-Nööörd”, Social Media begeistert. (Fast) Immer gut drauf, witzig, nachdenklich, konstruktiv, neugierig, ironisch – gerne auch mal sarkastisch oder gar zynisch….!

8 Kommentar(e)

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IsMiaEjal

Habe extra bis zur Vorstellung des neuen Mate 10 Pro mit der Entscheidung welches Smartphone mich die nächste Zeit begleitet wird gewartet. Leider gibt es ein paar Kriterien wieso es dieses Jahr kein Huawei werden wird. Sehr schade!
Aber meiner Meinung nach sollte ein Smartphone in dieser Preisklasse eine höhere Auflösung bieten. Immerhin ist VR ein Thema welches immer wichtiger wird und bei einem 4000mAh sollte auch der erhöhte Verbrauch zu verschmerzen sein. Darüber hinaus finde ich auch die Rückseite alles andere als gelungen. Glas auf der Rückseite ohne QI ist sinnlos und nicht sonderlich robust. Schade aber nach vielen Jahren wird es diesmal wohl kein Huawei werden.

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Nobody

Klingt alles sehr vielversprechend. Bleibt nur zu hoffen, dass die Rückseite in echt nicht so ätzend puderdosig rüberkommt wie auf den Bildern. Diese glänzenden Versyph-Oberflächen können nicht einmal ansatzweise die vornehme Erscheinung von Aluminium ersetzen. Und da hier auch kein QI vorhanden ist, erscheint dieser zusätzliche Glasbruchrisikofaktor zudem als Griff ins Klo. Ich bleibe ggf. beim Mate 9.

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Nobody

Klingt alles sehr vielversprechend. Bleibt nur zu hoffen, dass die Rückseite in echt nicht so ätzend puderdosig rüberkommt wie auf den Bildern. Diese glänzenden Versyph-Oberflächen können nicht einmal ansatzweise die vornehme Erscheinung von Aluminium ersetzen. Und hier auch kein QI vorhanden ist, erscheint dieser gläserne Glasbruchrisikofaktor zudem als Griff ins Klo.

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M.G

Wow was für ein geiles Gerät.Huawei hat mich damit wirklich überrascht.Hätte echt warten sollen aber kann nächstes Jahr mein Vertrag verlängern und dann bye bye Samsung und ich komme wieder zu euch zurück.

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Harald 64

Werde mir dieses Hammerteil kaufen

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Harald 64

Absolut Top Gerät

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Harald 64

Finde das Mate 10 sehr gelungen ,sehr schön verarbeitet Cam wieder verbessert und vor allem kein blödes Egde Display , muss sagen

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matrix

bravo !! Huawei ...
glove is thrown !!

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