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Ein epischer Ritt mit der WATCH 5 – Von München an den Gardasee mit dem Rad an einem Tag

Kennt ihr das auch? Man sitzt in einer Runde und einer hat eine Idee und auf einmal finden Sie alle ganz toll… genau so kam es dazu, in unter 24 Stunden von München nach Torbole mit dem Rennrad zu fahren. 

Vorbereitungen

Je näher das Projekt kam, wurde mir auch etwas mulmig. Ich habe das Ganze als Endurance- Projekt identifiziert und aus medizinischer Sicht versucht, es mit etwas Vernunft zu beleuchten. Knapp 400 km am Stück ohne Übernachtung über den Brenner mit circa 2500 Höhenmetern… naja, es gab auch schon mal bessere Ideen. 

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Die WATCH 5 begleitet mich seit 2025 konsequent am Handgelenk und mit dem „Fortis-Zifferblatt“ finde ich aktuell keine schönere Smartwatch auf dem Markt, geschweige denn eine, die absolut kratzunempfindlich ist. Also das Titanband abgemacht, das Kautschukband dran und fertig (hier ein Bild mit meinem TriBike)

Ein epischer Ritt mit der WATCH 5 – Von München an den Gardasee mit dem Rad an einem Tag 1

Weiter zu Setup: Da mein Trek Domane mit einem Powermeter versehen ist, habe ich mich mit @Rainer kurzgeschlossen. Ich brauche unbedingt das neue Harmony OS 6 Update! Das war leider nicht möglich, so dass meine Head Unit diese Daten speichern musste und ich hoffentlich die Funktion bald bekomme (wenn HUAWEI das liest, dann wisst Ihr was zu tun ist!). Wieviel Kalorien verbraucht man dabei eigentlich, kann ich über Nacht wachbleiben? Wie oft muss ich austreten? Gels mit oder ohne Koffein? Keine Sorge, ich werde hier nicht Coachen, sondern „nur“ berichten.

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Aber starten wir doch einfach mit der Fahrt… WATCH 5 voll aufgeladen, das Kautschukband ist angenehm und federt gut nach. Wir starten in München bei 13 Grad, meine Berechnung für die Strecke sind 8500-9000kcal an Verbrauch. Die Vorbereitung ist die halbe Miete. Ich muss für die Fahrt circa 70-80 g Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen und zwischen 750-1500ml/h Flüssigkeit zu mir nehmen je nach Temperatur. Das klingt erst mal einfach, ist aber doch akademisch: Riegel, Gels und der Gamechanger: kleine Salzbrezn. Um 22:00 Uhr ging es erst mal nach Bad Tölz, am Sylvensteinspeicher erreichte uns der Regen und begleitete uns zum Achensee. 

Wenn es dann in die Nachtstunden reingeht, ist der wichtigste Tipp, dass man niemals länger als 10 Minuten stehen bleibt, sonst kühlt man aus und die Muskeln fangen an zu zittern. 

Ein Blick in die Ernährungsmedizin:  Man fängt zu Beginn automatisch mit dem Verbrauch aus dem Glykogenspeicher an, die Fettverbrennung wird dann mit der zunehmenden Zeit immer wichtiger – vor allem im Grundlagen- und Ausdauerbereichen (GA1). Somit war ich um diese Uhrzeit voll in der Fettverbrennung, der Magen hat gehalten, die WATCH 5 hat zu dem Zeitpunkt noch über 80 % Akku angezeigt. Welche Daten und Metriken wichtig sind, könnt Ihr bei Rainer in seinem Blog mal durchlesen, ich werde sicherlich in meinen kommenden Artikeln auch berichten.

Die „Renners-Abfahrt“ an den Achensee hat mich um 01:39 Uhr als Spitzenwert 63km/h in absoluter Dunkelheit mit der Uhr messen lassen, da war wohl das Koffeingel davor ganz gut gewählt. 

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Screenshot

In Innsbruck gab’s dann erst mal ein Tankstellen Frühstück und aufwärmen- bei gerade mal 7°. So langsam kam die Müdigkeit, aber die Jungs und ich waren fit. Meine Verpflegungsstrategie hat bis jetzt auch gepasst. Nächster Halt: Brenner Pass. Hier hatte ich etwas Sorge vor den Höhenmetern, aber mit dem richtigen Gang und etwas Geduld war es kein Problem. 

Jetzt kam es zum ersten technischen Ausfall der Uhr, die aber zu 100 % Benutzer bedingt war. Ich habe bei einer Pause aus Versehen die Tour beendet und somit die erste Runde gespeichert. Zwischendrin hatte ich auch einmal vergessen, nach der Pause wieder den Startknopf zu drücken, hätte ich doch einfach am Anfang „Auto-Pause“ eingestellt. Der Akku war weiterhin bei rund 70 %.

Die Brenner Passage ging erstaunlich gut, das Wetter riss auf, und die Abfahrt war eine der schönsten Fahrradausfahrten, die ich bisher erleben durfte.

Die Müdigkeit wurde präsenter, weiter nach Sterzing und Brixen. Die Italiener halten es mit den Fahrradwegen wie mit den Straßen. Umbauarbeiten werden nicht angekündigt, Umleitungen führen in der Regel eigentlich immer in die falsche Richtung und Brixen bleibt uns in keiner guten Erinnerung. Nachdem der klassische Radweg an den Gardasee eigentlich idiotensicher ist, wurden wir trotzdem mehrfach in Baustellen gelotst, mussten unsere Fahrräder über diverse Geländer heben und in Brixen haben wir es geschafft, durch insgesamt fünf Tunnel zu fahren, die ausschließlich für Autos gedacht waren. Wer in Italien schon mit dem Rennrad unterwegs war, weiß, wie viel Abstand die Autos und vor allem die LKWs von Radfahren halten.

Somit haben wir rund 90 Minuten Zeit verloren und ich war froh, dass meine Radhose nicht weiß war, sonst wäre sie jetzt etwas eingefärbt. Die WATCH 5 hat sauber weiter aufgezeichnet. Somit ging’s jetzt auf die letzten 150 km, die etwas bergab gingen und durch das Etschtal führten. Auf den ersten Kilometern traumhaft schön, aber hinten raus dann doch etwas monoton. Dann wurde das Wetter richtig gut, fast zu gut, wir hatten jetzt um die 36 °C.

Ein epischer Ritt mit der WATCH 5 – Von München an den Gardasee mit dem Rad an einem Tag 10

Meine Pausen alle rund 25km sahen dann so aus, die WATCH 5 war deutlich besser drauf…

Die Kohlenhydratspeicher waren tatsächlich „tiefenentleert,“ und die Gels konnte ich langsam nicht mehr sehen. Kleine Lernkurve für mich: Kartoffelsalat ist nicht die beste Nahrung nach rund 18 Stunden Fahrradfahren. Die letzten Kilometer wurden abgespult und kurz vor Torbole klassisch noch einmal ein Umkipper mit eingeklickten Schuhen am Straßenrand, da ich dann doch nicht von einem Transporter abgeräumt werden wollte. Der letzte Anstieg nach Torbole wurde noch geschafft und dann kam der Blick: 

Dank der Hilfe der italienischen Verkehrsführung haben wir rund 3 Stunden auf der Strecke verloren, aber das Zeitziel wurde erreicht. Von München nach Torbole in rund 22 Stunden sind absolviert.

Meine liebe Frau und meine Kinder haben mich vor Ort gebührend empfangen. Besonders gut hatte sie es gemeint und uns ein ruhiges Hotel leicht in den Bergen bestellt mit geschätzt 320 Treppenstufen, die ich dann am Abend noch absolvieren durfte. Und die WATCH 5? Akku bei 28% und keine Sekunde im Stich gelassen.

Ein Fazit: die WATCH 5 ist absolut Endurance-tauglich. Auch die Daten beeindruckend und jetzt hätte ich sehr gern noch meinen Powermeter mit der Uhr verbunden. Wie es mir danach ging, wie die Auswirkung auf die HRV war und was der Magen am nächsten Tag gemacht hat, erfahrt Ihr in der genauen Datenauswertung. Wenn es Euch interessiert, schreibt in die Kommentare

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