Wenn wir den Namen Huawei hören, denken wir primär an Smartphones oder Tablets. Auch die klassische Hardware für unterwegs wie mobile Hotspots oder Daten-Sticks, die Huawei seit Jahren an die einzelnen Mobilfunkprovider liefert, schleicht einem direkt ins Gedächtnis. Doch auch im Enterprise-Bereich – speziell in Sachen Servern und Storage – ist Huawei längst keine unbekannte Größe mehr: Wer dieses Jahr auf der CeBIT war, wird wissen, wovon ich hier schreibe. Grund genug also für Huawei, auf der diesjährigen „Inspire“-Messe von Microsoft die neueste Generation seiner FusionServer-Serie zu präsentieren.

Die digitale Transformation

Unter der Prämisse, einer der Antreiber der digitalen Transformation sein zu wollen, hat man nämlich diese Katze aus dem Sack gelassen und diese aktuelle, auf Intel Xeon-Prozessoren basierende, Server-Serie der Weltöffentlichkeit präsentiert. In einer Zeit, wo es mehr und mehr Bedarf für hybride IT gibt, die speziell Basis für Rechenzentren und Cloud-Technologien sein sollen, setzt man auch hier offenbar auf das richtige Pferd. Weg von den klassischen Nutzungsszenarien von Anwendungen wandelt sich die IT-Landschaft heute: Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und das Verarbeiten grafikintensiver Inhalte sind die Anforderungen von heute. Diese Welten hat Huawei kombiniert und möchte mit den bekannten Intel-Prozessoren der Xeon-Serie sowohl die klassischen Anforderungen als auch die Herausforderungen der Industrie 4.0 abdecken.

Huawei Microsoft Inspire 2017

„Die digitale Transformation in Unternehmen schreitet immer weiter voran und erreicht immer weitere Industriezweige. Das Rechenpensum von Diensten wird immer abwechslungsreicher und anspruchsvoller, Unternehmen müssen sich schneller als jemals zuvor auf diese Veränderungen einstellen. Höhere Effizienz und Agilität sind die Antreiber der neuen digitalen Revolution“ sagt Qiu Long dazu, seines Zeichens Präsident der Server-Produktlinie bei Huawei.

Die neue FusionServer-Reihe

Die FusionServer-Reihe besteht aus modularen Servern, die mit klassischen zwei Prozessorsockeln bis hin zu Rack-Servern mit acht Sockeln ein sehr breites Spektrum abdecken.Die X-Serie steht beispielsweise für hochskalierbare Server, die E-Serie für die klassischen Blade-Systeme und die G-Serie möchte die Basis für eine heterogene Rechenzentrums-Plattform sein. Mit diesem Serverspektrum möchte Huawei die Effizienz bei Servern und deren Rechen-Pensum nicht nur erhöhen, sondern auch Unternehmensanforderungen in allen Segmenten bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten erfüllen.

Speziell im Fokus sind natürlich die hybriden Umgebungen, die ihren Weg von der klassischen, im Haus angesiedelten On-Premises-Umgebung hin zur Cloud-Struktur erst noch einmal gehen müssen, aber beide Bereiche – je nach Kundenanforderungen – anstandslos bedienen können. Ein vereinfachtes Server-Management und erhöhte Energie-Effizienz sollen die Vorzüge des neuen Server-Line-Ups entsprechend abrunden.

FusionServer 5 Portfolio

Die aktuelle FusionServer-Generation bietet neben dem Prozessor natürlich unzählige Konfigurationsoptionen: Die Server können beispielsweise mit klassischen Festplatten, NVMe-SSDs oder einer Kombination von beiden Welten bestückt werden. „LAN on Motherboard“ (LOM) soll wiederum das Bereitstellen und Verwalten von Netzwerk- und Netzwerkaufgaben vereinfachen. An der Stellschraube für Storage-Dichte und Geschwindigkeit hat man natürlich auch Hand angelegt. Die Server können selbstverständlich auch mit anderen Huawei-Lösungen kombiniert werden, um auch hier eine erhöhte Effizienz zu erlangen. Die verbesserte Integration von Huaweis eSight Server-Management-Software soll das Gesamtpaket auch in Sachen smartem Management abrunden.

Fakten, Fakten, Fakten

Ein weiterer interessanter Aspekt ist zudem die Tatsache, dass die Huawei Hybrid Cloud für den Microsoft Azure Stack komplett auf Servern der fünften Generation aufgebaut ist. Im Rahmen der „Inspire“ haben beide Unternehmen zudem verkündet, ihre Zusammenarbeit im Serversektor auch weiterhin fortsetzen zu wollen. Das ist nicht uninteressant, ist Huawei doch laut Gartner im ersten Quartal 2017 im Serversektor wieder um 19,7 Prozent gewachsen, wenn man die Verkaufszahlen betrachtet. Weltweit heißt das mittlerweile, dass man auch hier in den Top 3 ist. Auch die Gesamt-Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr sind beeindruckend gewachsen: 39,4 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stehen hier aktuell auf dem Deckel.

Quelle: Huawei

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