„Oh the times they are a changin’“ sang einst Bob Dylan in einer Zeit, wo zumindest wir hier im Blog alle noch nicht auf der Welt waren. Was einst ein klassischer Song war, ist heute eine Phrase, denn die Zeiten ändern sich in der Tat. Das war schon immer so, aber in unserer schnelllebigen Welt dreht sich der Globus offenbar doch immer und immer schneller: Was heute neu war, ist morgen schon halb überholt – die Smartphone Release-Zyklen unterstreichen dies deutlich. Auch Huawei trägt als Technologie-Konzern seinen Beitrag dazu bei. Wie und in welchen Bereichen, möchte ich in diesem Artikel einmal – mit einer persönlichen Note versehen – darstellen.

Die Geschichte

Klassische PCs, Fernseher und tragbare Musik-Abspielgeräte hatten ihre Zeit. Für jemanden wie mich, der seinerzeit das erste „Pong“ auf einem Mini-Fernseher gespielt und mit sechs Jahren den Commodore C64 entdecken durfte, sind wir schon viele Etappen weiter. Die Zeiten, in denen PCs noch hässliche große Kästen waren, bis iMacs in bunten Farben auch zeigten, dass Home Computing auch in hübsch geht, waren wunderbar. Die Kinderschuhe der digitalen Musik über klassische MP3-Player bis zum ersten iPod: Unheimlich spannend und nach heutigen Maßstäben schon lange her. Heute ist Mobility Trumpf und das Smartphone gibt mit all seinen Möglichkeiten aktuell den Takt an und steht momentan im Rampenlicht.

Kleine Computer mit schier unglaublicher Rechenleistung auf kleinstem Raum, mit denen man auch noch telefonieren kann: Sie sind die kleinen Tausendsassas, die schillernden Schnittstellen zwischen Mensch und der Technik, die uns heute überall umgibt und begleitet. Früher den Exoten vorbehalten, gilt man heute als Smartphone-Verweigerer viel eher als exotische Spezies. Viele Neuerungen, die wie damals für absolutes Erstaunen sorgten, findet man heute nicht mehr allzu häufig, doch die Entwicklung der modernen Taschencomputer geht weiter und wird diese auch weiterhin zur Schnittstelle zur digitalen Welt machen.

Der Weg vom mobilen Telefon zum Smartphone

Während wir immer noch Begeisterung darüber hegen, was unsere kleinen schimmernden Helferlein so alles bewerkstelligen, surfen wir wie selbstverständlich durchs Netz, tracken unsere Fitness, erledigen unsere Post und haben viele Kleinbildkameras eingemottet. Dabei erinnern wir uns: Diese Entwicklung ist innerhalb von zehn Jahren geschehen. Laut Huawei stehen wir allerdings auch schon vor der nächsten Evolution – hier redet man nicht nur von smarten Telefonen, sondern direkt von intelligenten.

Wer jetzt direkt an SkyNet denkt, darf sich dennoch beruhigt zurücklehnen und feststellen, dass sein aktuelles Huawei-Smartphone schon erste individuelle Anzeichen zeigt: Schliesslich starten nach einiger Zeit – basierend auf unseren App-Vorlieben – die hauptsächlich benutzten Apps schneller. Das Smartphone weiss also, was wir wollen, bevor wir es wollen – zumindest im Ansatz. Doch bevor wir in die Zukunft schauen, sollten wir uns noch einmal dem aktuellen Stand der Dinge widmen.

Die Geschichte

Wie bereits erwähnt haben Smartphones diese Entwicklung in den letzten zehn Jahren gemacht und speziell Huawei ist als Firma schon lange Begleiter dieser Entwicklung. Meine eigene Erinnerung an Huawei begann mal irgendwann einmal mit klassischen UMTS-Sticks, die so ziemlich jeder Provider mit eigenem Logo versah und in den Handel warf. Heute ist Huawei eine der größten Smartphone-Herstellermarken der Welt. Allein 139 Millionen verkaufte Smartphones in 2016 sind für Apple-Freunde zwar nett und auch Samsung-Fans zucken bei diesen Zahlen weniger zusammen: Als einzelner Hersteller von Android-Smartphones, die unter einer Marke fungieren, ist das allerdings bemerkenswert und auch das Kunden-Feedback zeigt: Huawei ist in der richtigen Spur.

Ein Beispiel dafür, was wir optisch gar nicht wahrnehmen und was doch das entscheidende Element sein kann, ist das Herz des Smartphones: Der Kirin 960 SoC trotzt den Zeiten, in denen es immer nur darum ging, wie viel Punkte in den gängigen Benchmarks der jeweilige neueste Qualcomm-SoC auf den Bildschirm brannte. Da wir mittlerweile eh mehr Perfomance als Anwendungsgebiete in der Hosentasche mit uns herumtragen, muss der Kirin natürlich seinen Mehrwert bieten.

Kirin 960 Architecture

Durch die oben bereits erwähnte Intelligenz, das Userverhalten zu analysieren, verteilt der Chipsatz notwendige Ressourcen bevorzugt an verschiedene Tasks und Apps. Das klappt in der Praxis recht gut und ist ein erstes Indiz dafür, was maschinelles Lernen auch im Bereich der Smartphones darstellen kann. Huawei ruht sich allerdings nicht auf diesem Feature aus – ganz im Gegenteil ist man bestrebt, auch die nächste Smartphone-Generation durch innovative Entwicklung optimal auszustatten. Ein Beleg dafür sind allein 9,2 Milliarden US-Dollar, die der chinesische Konzern allein im letzten Jahr in die Entwicklung gesteckt hat. Das Tempo von Forschung und Innovation nimmt nicht nur daher zu und auch, wenn die Zukunft natürlich mit (noch) unbeantworteten Fragen aufwartet, wird die nächste Innovation sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Huawei: Intelligente Telefone für eine intelligente Welt

Heutige Smartphones sind toll, aber die Zukunft gehört den intelligenten Telefonen. Geht man von einer Huawei-Studie aus, werden die „Taschenraketen“ der Zukunft nicht nur unterstützend tätig sein, sondern auch vorhersehen, was der Nutzer erledigen möchte. Auch mögliche Probleme sollen bereits durch Lösungsvorschläge quasi im Keim erstickt werden, bevor der User überhaupt Wind von dem Problem an sich bekommt. Aktuelle Versionen von Huaweis Android-Aufsatz EMUI haben Grundlagen dieser Technik bereits mit an Bord und haben schon eine kleine Tür für das maschinelle Lernen geöffnet.

Das Resultat unter dem Strich? Telefone sollen schlichtweg proaktiv auf den Nutzer reagieren und durch die Analyse der nutzereigenen Verhaltensweise stetig dazu lernen. Apps werden und sollen schneller starten und dadurch das RAM-und Akku-Management dauerhaft optimieren. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es nicht nur das Telefon mit seiner Software selbst, das diesen Wandel möglich macht: Schon in unserer Welt ist vieles – nicht alles – digitalisiert und Geräte und Dienste sind bereits untereinander vernetzt.

EMUI 5.1-Experience

Das Smartphone aber wird noch mehr das Zentrum dieser Vernetzung sein und als verlängerter Arm des Nutzers noch weitere digitale Interaktion mit der umgebenden Welt ermöglichen. Beste Beispiele hierfür sind die Felder der Augmented Reality, die uns ja heute schon ein Pokémon in freier heimischer Wildbahn auf dem Smartphone präsentiert. Dank des Interesses vieler Hersteller wird auch dieses Thema zeitnah noch mehr an Fahrt aufnehmen, als der ein oder andere glauben mag.

Die Wandlung von der Vision zur Realität

Auch wenn Huawei natürlich dazu beiträgt, den mobilen Consumer Markt der Zukunft weiter zu definieren, ist diese Aufgabe natürlich nicht nur der einzelne Beitrag eines Unternehmens. Um die Sache zu beschleunigen, ist man auch hier Partnerschaften eingegangen, um das Tempo in diesem Thema der Smartphone-Evolution weiter anzuziehen. Ein bekanntes Beispiel kennen wir bereits in Form der bekannten und erfolgreichen Kooperation mit Leica, die für die Smartphone-Fotografie sicherlich ein weiterer Meilenstein war. Doch auch interessante Partnerschaften mit Amazon und natürlich Google existieren nach wie vor.

Huawei selbst spricht hier auch nicht von kleinen Updates, denn auch diese Partnerschaften sollen die Wege, wie wir mit unserem Smartphone agieren, komplett ändern. Ein erster Ansatz hierfür: Alexa, Amazons digitaler Assistent, den wir schon aus unseren Wohnzimmern kennen, soll in Zukunft auch die Interaktion mit Huawei-Smartphones vereinfachen. „Interaktion“ ist dann auch eines der beiden Schlagwörter, die man bei Huawei als Schlüssel-Feature der Zukunft sieht.

Huawei Mate 9 Daydream

Das zweite ist neben der gerade schon erwähnten Augmented Reality die Virtual Reality (VR), die in Sachen Android immer einher mit Googles Begriff „Daydream“ geht. Während Augmented Reality nur eine digitale Erweiterung ist und vorhandene Elemente mit den virtuellen verknüpft, reden wir im Bereich Virtual Reality aktuell noch von Headsets, die Euch in Gänze in eine andere Welt abtauchen lassen. Das Ziel auch hier: Ändern und verbessern, wie Menschen miteinander agieren.

Ihr seht, nicht nur die Zukunft, sondern besonders die Smartphone-Zukunft wird definitiv eine spannende werden. Aktuell hat man ja eher das Gefühl, dass die neuen Flaggschiffe der einzelnen Hersteller sich eher durch eine bessere SoC oder mehr RAM vom jeweiligen Vorgängermodell abheben wollen. Auch optisch kann man meiner Meinung nach nicht mehr viel tun – zumindest im Moment nicht. VR ist ein toller Standard und hat mir auch schon bei anderen Herstellern samt Brille gefallen, hier mangelt es aber noch an Anwendungsgebieten, wenngleich die technische Umsetzung für den Anfang schon sehr spannend war.

Der weg der stetigen vorsichtigen Evolution wird spätestens bei der nächsten wirklichen Smartphone-Generation vorbei sein, die dann die lang erwartete Revolution einläuten wird. Was sie darstellen und wie sie ablaufen soll, vermag ich mir heute noch nicht vorzustellen. Warten wir es aber einmal ab und lassen die Neuigkeiten auf uns zukommen, denn eins steht fest: Zehn Jahre wird es nicht noch einmal dauern, bis ein Gerät einen kompletten Markt wieder neu definieren wird!

Teilen:

Über den Autor

Avatar for Oliver Pifferi

Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Immer auf der Flucht. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant.

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.