Huawei hat heute auf der CONNECT 2017, der hauseigenen Unternehmensmesse für den ICT-Sektor, seine neue intelligente Plattform „Atlas“ veröffentlicht. Diese neue Generation von Hardware soll primär natürlich die digitale Transformation unterstützen und damit natürlich den Weg der Digitalisierung in und mit der Cloud weiter bereiten. Neben dem bekannten Slogan „The Road To Digital Transformation“ ist das Motto der CONNECT diesmal „Grow With The Cloud“ – und eben dieser Titel ist Programm.

Auch die mittlerweile schon fast selbstverständlich angesehenen Cloud-Dienste, die wir täglich benutzen, fußen natürlich auf klassischer Hardware in den jeweiligen Rechenzentren. Atlas, basierend auf Huaweis FusionServer G-Serie, soll hier also als Fundament für Einsatzzwecke wie der Public Cloud, Artificial Intelligence (AI) oder High-Performance-Computing (HPC) dienen. Im Fokus dieser Schlüsseltechnologien soll die Plattform heterogene Ressourcen-Verteilung und Automatisierung von Prozessen auf neue Ebenen heben und dabei die Hardware besser auslasten können. Huaweis Ziel ist durch die bekannten und eingangs erwähnten Slogans eindeutig: Man möchte auch hier der Kapitän sein, der dass Schiff geführt und sicher gen Cloud steuert.

Huawei Connect 2017 draussen

Im Zuge des aktuellen Aufschwungs in Sachen Künstlicher Intelligenz, zu der auch der kommende Kirin 970 auf Smartphone-Ebene beitragen will, wird sich die Cloud noch weiter in unser tägliches Leben integrieren. Über quasi digitalisierte Städte, intelligente Produktionsanlagen bis hin zum autonomen Fahren – ein weiteres Kernthema unserer Zeit – verbreiten sich KI und die Cloud-Technologien in alle Bereiche des täglichen Lebens und das weit mehr als über den schnöden Status eines digitalen Sprachassistenten hinaus.

In der Zwischenzeit ist es entscheidend, derweil überhaupt erst einmal die Infrastruktur zu besitzen oder bereitstellen zu können, die das ebenfalls stetig wachsende Datenvolumen unserer Welt in Echtzeit verarbeiten kann. Als „simples“ Beispiel sei einmal eine Stadt mit 100.000 installierten Kameras genannt, die jährlich 100 Milliarden erfasste Kennzeichen und eine Billion Datensätze aus der Gesichtserkennung produzieren kann. Die Verarbeitung, Speicherung, Abfrage und Analyse dieser Daten – alle Bedenken diesbezüglich einmal beiseite gelegt – ist eine enorme technische Herausforderung.

Hier setzt die eigens für diesen Zweck erschaffene Technologie von Huawei ein: Mit der Public Cloud, KI und HPC-Szenarios im Fokus möchte Huawei die Herausforderungen und Probleme dank Atlas adressieren und bewältigen. Basis dafür soll die unlängst vorgestellte FusionServer G-Serie sein, die eine intelligentere Ressourcenverteilung in Bezug auf CPUs, GPUs und Storage möglich macht, als es bisher der Fall war – perfekt zugeschnitten auf das gewünschte Szenario.

Huawei Connect 2017 Keynote

Vergleicht man Atlas technisch mit der bekannten x86-Hardwareplattform, wird Huawei hier eine 50 Prozent höhere Ressourcenauslastung- und Effizienz und einen ca. zehn Mal höheren Performanceschub für Kunden bereitstellen können. Zusätzlich dazu wird Atlas die Provisionierung von logischen Servern in verschiedenen Konfigurationen ermöglichen und binnen Sekunden Ressourcen bereitstellen und wieder entfernen können. Thematisch wird sich Atlas von dem Umfang der bisherigen Definition wohl als eine IaaS (Infrastructure-as-a-Service)-Lösung von Huawei herauskristallisieren, hier sind die bisherigen Statements noch ein wenig unklar.

„Die Ära der Künstlichen Intelligenz nähert sich mit großen Schritten und traditionelle Hardware kann diese Anforderungen nicht mehr erfüllen“, sagt Qiu Long, seines Zeichens Präsident der Server-Produkt-Linie bei Huawei. „Atlas ist als intelligente Cloud-Plattform der nächsten Generation positioniert, um speziell die Ressourcenverteilung und die intelligente Bereitstellung von Servern auf eine neue Stufe zu heben. Parallel dazu ist die Technologie auch die Frucht von Huaweis Strategie des grenzenlosen Computings: Wir sind durch die Idee inspiriert, Rechenaufgaben durch stetige Innovation noch einfacher zu machen. Dabei wollen wir selbstverständlich die Anforderungen der Kunden erfüllen, um weitere hochperformante, stabile und verlässliche Server zu bauen, die uns alle bei der Transformation in das Cloud-Zeitalter unterstützen.“

Das „Boundless“ (grenzenlose) Computing hat Huawei unternehmens-intern derweil als Strategie ausgerufen, die einen Riesen-Schritt zum Bau einer besseren und vernetzteren Welt darstellen soll. Auch der Weg hier stimmt offenbar, schliesslich haben sich bisher 197 Unternehmen aus der Fortune Global 500-Liste und 45 Unternehmen aus der Global 100-Liste dafür entschieden, den Weg der digitalen Transformation mit Huawei zu gehen. Auf der CONNECT 2017 hat man bereits zusätzlich damit begonnen, brandneue öffentliche Cloud-Dienste auf Atlas-Basis ins Rennen zu schicken, die wiederum das Cloud-Fundament für neue KI-Anwendungen sein werden!

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Über den Autor

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