Aktuell gibt es wieder Neuigkeiten aus einem anderen Bereich, wo Huawei neben der bekannten Consumersparte aktiv ist: Die diesjährige „Cable Tech Show“ in Tokyo ist die größte nationale Ausstellung für Multi System Operators (MSO), wo Huawei neue Ausrüstung und Komponenten für Kabelnetz-Betreiber vorgestellt hat. Durch die neue Hardware sind sehr hohe Datenraten möglich, ohne auf den neuen Standard DOCSIS 3.1 wechseln zu müssen.

Dieser Standard (Data Over Cable Service Interface Specification) definiert Schnittstellen von Kabelmodems im mehr oder weniger klassischen Breitbandnetz. DOCSIS 3.1 soll Datenraten von bis zu 10 Gbit/s im Downstream unterstützen und dabei gleichzeitig die Latenzen im Netz verringern. Zusätzlich zu dem aktuellen 5G-Thema, wo Huawei also auch weiterhin im angestammten Netzausrüster-Feld unterwegs ist, war man aktuell auch im Bereich der Servertechnologie recht aktiv. Ihr seht also: Hinter Huawei steckt nach wie vor sehr viel mehr als die Consumer Group, die sich ihres Zeichens für die alltäglichen Begleiter in unseren Hosentaschen verantwortlich zeichnet!

Huawei @ Cable Tech Show 2017 - Kabelnetz-Hardware

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Im Speziellen hatte man die MA5633-XB10 vorgestellt. Die platzsparende und stromsparende lüfterlose Einheit im Form-Faktor einer Pizza Box soll als Coaxial Media Converter (CMC) für TV-Kabelnetzbetreiber dienen und in ihrer gesamten Bandbreite runde 256 Haushalte versorgen können. 32 x 10 DOCSIS 3.0-Kanäle mit einem maximalen Downstream von 1,6 Gbit/s und 300 Mbit/s im Upstream stehen hier auf der Habenseite. Das Gerät sollte somit für die Nutzung von 4K- und 8K-Videomaterial durchaus gewappnet sein und als ideale Basis für den späteren Wechsel auf FTTH (Fibre-to-the-Home) dienen.

Die MA5633-XB10 kann zudem mit dem MA5800 zusammenarbeiten, um die Technologie CloudFAN zu unterstützen. Der MA5800 ist das erste OLT (Next Generation Optical Line Terminal) Multi-Service-Zugangsmodul mit 40 Gbit/s und bietet eine verteilte Architektur sowie die Unterstützung von Ultrabreitband, FMC-Services (Fixed Mobile Convergence) und intelligente Funktionen wie SDN-basierte Virtualisierung.

CloudFAN selbst ist wiederum eine im Jahr 2016 vorgestellte, von Huawei entwickelte Architektur zur Zentralisierung von Netzbetreiberdiensten in Verbindung mit moderner Cloud-Technologie und eben der Verlagerung von Rechenprozessen in die Cloud, die auch vor dem Kabelnetz nicht Halt macht.

Huawei selbst ist seit Jahren als Netzausrüster überaus erfolgreich und hat seit dieser Zeit viele Lösungen für Netzbetreiber geschaffen. Diese bemerken wir als Endanwender zwar nicht wirklich, es ist aber definitiv interessant zu sehen, in welchen Bereichen Huawei auch eher unsichtbar unterwegs ist und unseren Alltag begleitet. Aktuell setzen über 50 Millionen Breitband-Anschlüsse in 30 Ländern, darunter auch Dänemark, Neuseeland, Mexiko, Frankreich, Japan und Brasilien im Netzbereich auf Huawei-Hardware.

Quelle: Huawei

 

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